Laufen in der kalten Jahreszeit
Atelier Egger
 
 
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Keine Frage, es kostet im Winter schon manchmal Überwindung, die Laufschuhe zu schnüren, wenn es draußen dunkel, kalt und unfreundlich ist. Andererseits kennen Sie als Läufer das Wohlgefühl, das sich nach den ersten Laufschritten einstellt und erst recht nach dem Laufen, wenn Sie unter der Dusche stehen. Von Lukas Kocher

Laufen kann man auch im Winter ganz unbesorgt, wenn man es richtig angeht. Verständlicherweise fehlt es dennoch manchem an der Motivation, bei Eis und Schnee die Schuhe so regelmäßig zu schnüren wie im Frühling, Sommer und Herbst. Wer vor hat, im kommenden Jahr den Gletschermarathon zu gewinnen, kennt kein schlechtes Wetter, der geht jeden Tag zum Training, egal ob es friert und schneit. Was für einen Möchtegern-Sieger gilt, gilt in abgeschwächter Form für jedermann (und jede Frau). Am
besten funktioniert’s, wenn man sich auch im Winter ein Ziel setzt, für das es sich lohnt, fit zu bleiben. Doch für die meisten geht es vor allem darum, eine körperliche Grundfitness zu erhalten.
Foto: privat
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TIPPS FÜR DEN WINTER-LÄUFER. Im Winter braucht man wirklich nicht "ans Eingemachte" (was den Laufsport betrifft) zu gehen. Wer bei Minustemperaturen und eisigem Untergrund versucht, so schnell zu laufen wie in kurzen Shorts im Sommer, geht ein hohes Verletzungsrisiko ein. Logisch: Das Training wird an die äußeren Bedingungen angepasst. Bei langsamen Dauerläufen mit niedriger Herzfrequenz kann wenig schief gehen, weil so eine gute Grundkondition aufgebaut wird. Doch bevor sich der gestählte Läufer im Winter aus der Haustür traut, um Wind und Kälte zu trotzen, darf er nicht aufs Aufwärmen vergessen. Am besten gelingt dies im trauten (warmen) Kämmerchen zu Hause, wo mit einigen Laufschritten auf der Stelle ca. fünf Minuten und mit leichten Dehnübungen allzu frostigen Zerrungen vorgebeugt wird. Auch die Bekleidung ist sehr wichtig. Zu warm und man kommt bald ins Schwitzen und das Kälteempfinden ist größer. Es tritt der "Windchill-Effekt" auf, was so viel heißt wie "Windkühle". Der Windchill-Effekt beschreibt den Unterschied zwischen tatsächlicher Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur, die in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit steht. Beim Laufen entsteht Fahrtwind, der auch Auswirkungen auf den Windchill-Faktor hat. Daher sind "Windstopper"-Jacken ein Muss für Winter-Läufer.

VORBEREITUNG GLETSCHERMARATHON. Viele Läufer beginnen bereits jetzt mit der Vorbereitung auf den Laufevent der besonderen Art. Der Gletschermarathon findet am 4. Juli 2010 zum fünften Mal statt und zieht begeisterte Läufer aus zahlreichen Nationen an. Egal, ob es die Kenianischen Spitzenläufer sind oder ein "Run and Fun"-Läufer aus dem Schwarzwald: Jeder ist begeistert von der Organisation und der berauschenden Bergkulisse des Gletschermarathons. Immer mehr Gesichter sieht man auf den Radwegen und Laufrouten. Wer vielleicht noch anfangen möchte, sich steigern oder einfach die Gesellschaft Gleichgesinnter genießen will, kann sich den Lauftreffs anschließen. Mit ambitionierten Läufern und FitnesstrainerInnen werden einige Lauftreffs für die Kinder/Jugend angeboten.