Ein flüssiger Schatz
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Das Thermalwasser der Wildbadquelle von Grins ist sowohl für Bade- als auch für Trinkkuren verwendbar. Wofür noch, wird jetzt untersucht. Und das ist noch nicht das Ende des Projekts "Heilquellen in Grins".
RS-Fotos: Haueis
RS-Fotos: Haueis
Von Daniel Haueis

Das "Wildbad-Schellenloch" wurde von der Wasser- und Energiedienstleistungsgesellschaft Grins bereits adaptiert – dort sprudelt Thermalwasser aus der Quelle, das 20,7 Grad Celsius hat und einen Mineralisationsgrad von gut zwei Gramm pro Liter aufweist. Eine Wanderung dorthin lohnt sich. Mittlerweile wurde ein zweiter Schritt in der Verwertung des "Grinner Wassers" getan: Das "Albenbad" ist fertig gestellt. Es befindet sich beim Schwimmbad und bietet Besuchern Wasser zum Kneippen und Trinken; zudem wurden zwei Badewannen installiert, in denen das Thermalwasser in Form eines Bades genossen werden kann. Kneippen und Trinken werden kostenlos sein, für das Bad (in einem Kubus mit großer Spiegelglasscheibe und zwei Wannen!) wird die Gemeinde einen Unkostenbeitrag einheben.


WIRKUNG. Projektentwickler ist die Wasser Tirol Wasserdienstleistungs GmbH – Impulse hat sich deren Geschäftsführer Dr. Ernst Fleischhacker u. a. von Seppl Haueis aus Zams und auch Prim. Ewald Wöll vom Krankenhaus Zams geholt. Nach der Identifikationsphase (ein Mythosleitbild mit den vier Grinner Ålbigen) hat man sich an die Verwertung des 50 bis 50.000 Jahre alten Wassers gemacht. Prim. Wöll ist der wissenschaftliche Begleiter: Denkbar ist die Anwendung für Trink- und Badekuren. Genaueres werden die Untersuchungen ergeben. Prim. Wöll erwartet "Wirkungen, von denen man derzeit noch nichts weiß". Bisher ist man in Grins sehr vorsichtig vorgegangen: Das Projekt wird langsam entwickelt – in der Region und mit Fachleuten aus der Region. Bgm. Thomas Lutz ist’s recht:
"Man kann nicht von heute auf morgen etwas herstellen – einen Tempel." Bisher wurden an die 900.000 Euro investiert, wobei ein Teil von Land und EU stammen (Leader-Mittel, die via regioL angesprochen werden konnten).

LANGSAM. Das Projekt wird – sozusagen gemächlich – fortgeführt. Geplant sind etwa eine Wärmepumpe, um die Wassertemperaturen für die Beheizung des Ortskerns nutzen zu können. Zudem ist an ein "Zentrum" gedacht: Es soll auf einem Hügel mit Blick auf das Inntal entstehen, von der Autobahn her erschlossen werden und touristisch vielseitig nutzbar sein.
"Zukunftsmusik" ist ein weiteres gemeindeeigenes Kraftwerk am Talboden (es würde nicht mit Thermal-, sondern herkömmlichem Wasser betrieben).