Training in der buckligen Welt
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Wie berichtet, hat Peter Larcher als Mitglied des Telfer Sportausschusses einen Vorschlag in die Diskussion um die Sanierung des Kunstrasenplatzes am Emat eingebracht. Dieser schmeckt Michael Kerschbaum, Obmann des SV Telfs, gelinde gesagt überhaupt nicht. Von Maria Köhle

Wo soll das runde Leder rollen? Diese Frage ist derzeit in der Marktgemeinde Telfs Thema. Der Gemeinderat diskutierte in der Sitzung vor der Sommerpause die
Foto: Leitner
Foto: Leitner
Sanierung des Kunstrasenplatzes am Emat. Peter Larcher hat als Mitglied des Sportausschusses dann seine Alternative vorgeschlagen: Diese befindet sich beim Sportzentrum – laut ihm ist der dort angesiedelte Fußballplatz eine durchaus in Betracht zu ziehende Variante für Schüler- und Nachwuchsmannschaften bzw. für Traniningsspiele. Larcher begründet diesen Standort mit der angespannten budgetären Situation der Marktgemeinde Telfs: Rund 250.000 Euro für die Sanierung des Kunstrasenplatzes plus zusätzliche Mittel für die Sanierung der Sanitär-Anlagen am Emat sind für ihn Grund genug, laut über Alternativen nachzudenken.

BUCKLIGE WELT. Wenig Freude mit seinem Vorschlag hat SV-Telfs-Obmann Michael Kerschbaum. Schockiert sei er gewesen, diese Meldung aus der RUNDSCHAU zu erfahren. "Der Platz beim Sportzentrum ähnelt der buckligen Welt – er ist gemeingefährlich. Die Spieler können sich dadurch viel leichter verletzen." Kerschbaum weiter: "Wir sind ein Verein mit rund 300 Aktiven. Uns dort unten trainieren zu lassen wäre ungefähr das Gleiche, wie wenn Peter Larcher und seine Triatlethen beim Teich am Zimmerberg schwimmen müssten. Das kann’s wohl nicht sein." Beim SV Telfs werde sehr viel ehrenamtliche Vereinsarbeit geleistet, die letztlich der Allgemeinheit zu Gute kommt. "Das Werkzeug dafür in Form eines ordentlichen Platzes sollten wir schon bekommen. Oder sollen wir uns gar noch vom Job beurlauben lassen, um den Platz herzurichten?" Larcher hingegen beharrt auf seinem Standpunkt: Der Fußballplatz beim Sportzentrum gehöre lediglich auf der Westseite in einem Bereich aufgeschüttet – das entspreche aber nur rund einem Viertel des Geländes. "Ansonsten ist der vollkommen in Ordnung." Dass die Fußballer ihrem Training nachgehen müssen, sei ihm vollkommen klar. "Ich wollte halt eine Alternative anbieten", sagt Peter Larcher.