Saisonende für Silzbulls – SPG spannt Fans auf die Folter

Im Derby kassierten die Silzbulls (gelbe Dress) gegen Zirl daheim eine 2:6-Klatsche, es war das letzte Heimspiel der Bullen in der Saison 2016/17. RS-Fotos: Unterpirker

Kampf um’s Heimrecht: Jetzt wird nochmal in die Hände gespuckt!

Nach den beiden Spielen vergangene Woche gegen Zirl und Kundl haben sich bei den Silzbulls in der Eliteliga die Saisontore bereits geschlossen. Gegen die Gunners unterlag man dabei zu Hause mit 2:6, in Kundl kassierte man sogar eine 3:9-Niederlage. Das vorgebene Ziel, die Playoff-Teilnahme, wurde als Tabellenvorletzter klar verfehlt – Meisterschaftsende nach dem Grunddurchgang! Dafür hat die Landesliga-Mannschaft Silz/Imst einen Playoff-Platz fix in der Tasche, allerdings: Gegen Götzens zog die Truppe von Coach Heiko Föger daheim mit 4:5 den Kürzeren.

Von Albert Unterpirker

Das war’s! Kurz und bündig formuliert. Nach 21 Spielen im Grunddurchgang streichen die Silzbulls quasi die Segel und stranden auf jener Insel, wo es für sie bis zum nächsten Winter kein Eishockey mehr gibt. Eine lange Zeit, eine sehr lange. Nur 18 Punkte (sechs Siege) ergatterten die Oberländer in dieser Saison, ok, um fünf mehr als in der vergangenen. Aber eigentlich kann man den eigenen Fans mit solchen Rechenspielen nicht kommen. Wäre unter Umständen wohl etwas gewagt. Von einem gefühlt angenehmen Aufwärtstrend kann also nicht wirklich die Rede sein. Überhaupt schien den Bullen gegen Ende des Grunddurchgangs irgendwie die Luft auszugehen. Klar, es gab einige Verletzte, aber anders ist etwa eine 2:6-Niederlage zu Hause im Derby gegen Zirl kaum erklärbar. Da schon eher die abschließende 3:9-Schlappe auswärts bei Tabellenführer Kundl. Trainer Michael Schmidt fasst das Saison-Geschehen folgendermaßen zusammen: „Wir sind euphorisch gestartet, aber es hat aufgrund vieler Faktoren dann überhaupt nicht hingehauen.“ Turbulenzen im Kader seien auch aufgrund der zeitweilig kurzen Trainerwechsel spürbar gewesen, „das hat an den Nerven gezerrt – aber der Wurm war von Beginn weg bis zum Schluss drin“. Dabei hatten die Silzbulls eigentlich einen recht großen Kader. „Vielleicht war die Mannschaft doch zu jung, es fehlten wohl zusätzlich noch ein, zwei Routiniers.“ Jetzt will man beim Verein analysieren, um in der nächsten Saison eine bessere Performance zu bieten. Tiroler Eliteliga, letzte Runde: Kundl – Silz, 9:3 (4:0, 1:2, 4:1). Tore für Silz: Lamp (32.), Gritsch (36.), Piffer (49.). Strafen: 28:4. Shots on Goal: 26:19. Abschlusstabelle: 1. Kundl 46 Punkte, 2. Kufstein 43, 3. Brixen 40, 4. Wattens 40, 5. Hohenems 40, 6. Zirl 25, 7. Silz 18, 8. Feldkirch/Lustenau 0. Die Halbinfale (Best-of-Three) lauten: Kundl – Wattens und Kufstein – Brixen.

Viele Chancen.

Nägelbeißen ist bei den Fans von Silz/Imst indessen angesagt. Gegen Götzens setzte es daheim eine 4:5-Niederlage, jetzt muss in den ausstehenden zwei Spielen (auswärts in Ehrwald, Dienstag nach Redaktionsschluss, am Freitag in Mils) zumindest noch ein Sieg auf’s Tabellenkonto wandern, um mit dem zweiten Rang abzuschließen. Dafür müsste aber Kufstein in Kitzbühel verlieren (eher nicht). Deshalb: Her mit zwei Siegen und das Heimrecht als Tabellenzweiter in der Schlussrunde ist fix. Apropos, warum 4:5 gegen Götzens? „Das war Katastrophe pur“, schildert Heiko Föger das Geschehen in der Imster Eisarena. „Wir waren die weitaus bessere Mannschaft, hatten Chancen ohne Ende – aber nichts ist reingegangen!“ Nichts stimmt nicht ganz, vier Tore waren es trotzdem. Allerdings mindestens eines zuwenig, um zu punkten. Es ist zum Haareraufen, „jetzt heißt es die Füße in die Hände nehmen und Vollgas geben“, weiß der Trainer um die bedeutenden Umstände Bescheid. P.S.: Freilich war bei Silz/Imst einmal mehr das Fehlen vom verletzten Daniel Fischnaller spürbar, obwohl sich seine Kollegen eigentlich nichts zu schulden kommen ließen. André Weratschnig erzielte einen Triplepack. Die Playoff-Paarungen stehen derweil schon fest: Imst wird auf Kufstein treffen – fraglich ist nur, wer Heimrecht in der Best-of-Three-Serie genießt –, Weerberg empfängt Kitzbühel. Tiroler Landesliga: Silz/Imst – Götzens, 4:5 (1:0, 2:2, 1:3). Tore für SIM: Fischnaller Max (16.), Weratschnig (24., 25., 44.). Strafen: 6:26, Shots on Goal: 21:18. Weitere Ergebnisse: Kitzbühel II – Weerberg, 1:4. Mils – Kitzbühel II, 5:1. Weerberg – Ehrwald, 9:1. Tabelle: 1. Weerberg 47/18, 2. Kufstein II 33/17, 3. SIM 31/16, 4. Kitzbühel II 25/17, 5. Götzens 20/17, 6. Mils 12/17, 7. Ehrwald 9/16.

David Gritsch fixierte den zweiten Treffer gegen Zirl.
André Weratschnig: Technisch top – inklusive Triplepack gegen Götzens.

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