Spannender Skiweltcupauftakt in Sölden

Auf einer Strecke von 1120 Metern müssen bis zu 60 Tore für sich verbucht werden, um als Schnellster ins Ziel zu flitzen.

Brunner als Viertplatzierte – Herren mussten sich Wind beugen

Ole, ole, ole! Wenn Tröten ertönen, Fahnen geschwenkt und laut gejubelt wird, ist es endlich wieder Zeit für den Skiweltcup in Sölden. Das Auftaktrennen lockte mehr als 14000 Besucher auf den Rettenbachgletscher, um sich völlig dem spannenden Skispektakel hinzugeben und natürlich seine Favoriten anzufeuern. Fanatisches Fanfieber und steile Stimmung inklusive!

Von Janine Zumtobel

Bereits an den Vorabenden des anstehenden Weltcup-Wochenendes häuften sich die Events zum Auftakt. Neben Interviews und Konferenzen stieg nämlich die Spannung laufend an. Wer wird wohl nach den letztjährigen Siegern Lara Gut (SUI) und Alexis Pinturault (FRA) den RTL dieses Jahr gewinnen und die bis zu 60 Tore auf einer Strecke von 1120 Metern für sich verbuchen können?

Ladies first.

Wie immer ließ man den Damen am Samstag den Vortritt. Bei strahlendem Sonnenschein, jedoch etwas starkem Wind wurde der Start leicht nach unten verlegt. Obwohl die österreichischen Damen bisher schon insgesamt fünf Siege in Sölden einholen konnten, mussten wir das Podium und den Sieg an unsere Nachbarn aus Deutschland abgeben: Viktoria Rebensburg (GER) heißt die diesjährige Siegerin, die es vor Tessa Worley (FRA) und Manuela Mölgg (ITA) als Schnellste ins Ziel schaffte. Die Zillertalerin Stephanie Brunner landete wie vorheriges Jahr erneut auf dem hervorragenden vierten Platz – aufs Podium fehlten nur 18 Hundertstel.

Aus für Herren.

Mit den Herren am Sonntag kamen auch die Orkanböen. Wie bereits am Vortag befürchtet, musste das Rennen leider aufgrund der extremen Wetterbedingungen abgesagt werden. Nicht nur für die Skifahrer stellte der starke Sturm eine Gefahr dar, sondern auch für die Zuschauer. Das Rennen kann demnach auch nicht nachgetragen werden. Abgesehen vom Sturm sorgte auch Ted Ligety für Wirbel, zumindest auf sozialen Netzwerken, indem er die Verletzung von Hirscher als Grund der Absage erklärte. Beim ÖSV, den Skirennfahrern und natürlich auch beim Publikum stieß diese Verschwörungstheorie doch eher auf Empörung.

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