Spielen verbindet

Regina Karlen, Irmgard Renzler und Michaela Suitner (v.l.) freuten sich über den Erfolg des zweiten Außerferner Spieletages und würden sich noch viele weitere Spieletage im Bezirk Reutte wünschen. RS-Fotos: Schretter

Beim zweiten Außerferner Spieletag im VZ Breitenwang konnte nach Herzenslust Bekanntes gespielt und Neues ausprobiert werden

Die Spielbörse des Familienreferates der Diözese Innsbruck fördert das gemeinsame Spiel.  Spielen ist eine wichtige Form des Miteinanders, der Kommunikation und des sozialen Lernens in der Familie und zwischen den Generationen.

Irmgard Renzler von der Spielbörse nannte als besonderes Ziel der Veranstaltung, Familien zum gemeinsamen Spielen zu animieren. Zeit soll positiv und miteinander verbracht werden. Beim Miteinanderspielen treffen Generationen zusammen, haben Spaß, lachen, streiten und versöhnen sich wieder. Beim Spielenachmittag im Veranstaltungszentrum Breitenwang gab es ca. 250 Spiele zum Ausprobieren. Kinder und Eltern konnten so herausfinden, welches Spiel der Familie gefällt, zu den Kindern passt und vielleicht auf den Weihnachtswunschzettel kommt. „Man kann verschiedene Spiele vergleichen und so das richtige finden. Ich bin auch viel in Schulen und Kindergärten unterwegs, vermehrt auch in Seniorenzentren. Spiele sind nicht nur Zeitvertreib, sie werden auch immer öfter im Unterricht eingesetzt. Spiele gehören zum Bildungsangebot. Für Senioren sind Spiele äußerst wertvoll, um geistig und körperlich fit zu bleiben. Großeltern übernehmen häufig den Part, zu Hause mit den Enkeln zu spielen. Spielen ist generationenübergreifend“, erklärt Irmgard Renzler.  Spielen muss Spaß machen, das ist für Imgard Renzler eine sehr zentrale Aussage. „Beim Spieletag gibt es keine Spiele zu kaufen. Man kann aber sehr wohl Spiele gewinnen. Mehrmals am Spieltag machen wir kleine Turniere, bei denen es Spiele als Preise gibt.“ Das Feedback zu Veranstaltungen,  wie jener im VZ Breitenwang, ist sehr gut. Es wird zur Zeit gerne und sehr viel gespielt. Irmgard Renzler hierzu: „Dass Spielen wieder einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft und in den Familien einnimmt, zeigte sich auch auf der Spielemesse in Essen, die einen immer größeren Zulauf verzeichnet.“

Gerne öfter. Für die Organisation des Spieletages zeichneten die Gemeinde Breitenwang und der Kulturausschuss verantwortlich. Neben der Gemeinde war die Firma Würth-Hochenburger, die auch in Reutte eine Niederlassung betreibt, Hauptsponsor der Veranstaltung. Der Katholische Familienverband organisierte ein ausgezeichnetes Kuchenbuffet.  In diesem Jahr kamen so viele „Spieler“ ins VZ, dass der Platz beinahe knapp wurde. Zwei der Organisatorinnen freuten sich, dass: „sogar Zusatztische aufgestellt werden mussten. Einige Familien sind auch auf den Boden als Spieltisch ausgewichen. Wir würden uns wünschen, dass diese Veranstaltung regelmäßig einmal im Jahr hier bei uns stattfindet. Schon beim ersten Mal waren wir erstaunt, wie viele Familien zu uns gekommen sind. Heute, beim zweiten Mal, sind wir überwältigt.“ Spielen ist keine moderne Erfindung. Gespielt wurde schon immer. Spielen verbindet, ist nicht an Zeit, Ort und Sprache gebunden und macht allen Spaß!