Unterschriftenaktion wegen junger Asylwerber

21 asylwerbende Jugendliche sollen in der ehemaligen „Heinrich-Jakoby-Schule“ in der Telfer Bahnhofsstraße untergebracht und dort an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr betreut werden. Nicht alle MarktgemeindebürgerInnen sind damit einverstanden – und auch fünf Oppositionsfraktionen haben nun Widerstand angekündigt und eine Unterschriftenaktion gestartet. Bürgermeister Christian Härting glaubt, dass mit der Aktion „politisches Kleingeld gemünzt werden soll“. Der RUNDSCHAU wurde inzwischen auch bekannt, dass die Pläne für Asylquartiere am Hinterberg in Telfs und neben der A12-Autobahnraststätte „Rosenberger“ bei Pettnau vom Tisch sind.

Wichtiger Schritt für „Verkehrskonzept 2035“

GeSch/RS) In Telfs wird schon lange ein Verkehrskonzept diskutiert – nun wird von Seiten der Marktgemeinde ernst gemacht. 112.000 Euro werden vorerst in die Ausarbeitung des „Verkehrskonzeptes 2035“ investiert. Das hat der Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung beschlossen. „Es geht dabei um eine ganzheitliche Sicht. Wir wollen alle Verkehrsteilnehmer optimal einbinden – und das Projekt langfristig gemeinsam mit der Bevölkerung entwickeln“, erklärte Vizebürgermeister Christoph Walch (Grüne).

Rietz nun endgültig aus „Park & Ride“-Boot

Die „Park & Ride“-Anlage beim Bahnhof Telfs/Pfaffenhofen wird nun ohne eine Kostenbeteiligung der Gemeinde Rietz gebaut. Dadurch verändert sich nun der Finanzierungsschlüssel. Das Land Tirol wird an die am Projekt beteiligten Gemeinden aus dem GAF-Topf anstatt 530.000 Euro nun 656.000 Euro überweisen, die Marktgemeinde Telfs muss Mehrkosten in Höhe von 14.163 Euro tragen. Dahingehend ist am Donnerstag im Gemeinderat ein Beschluss gefasst worden, dem heftige Debatten vorangingen.

Noch eine „Polit-Watsche“ für die VP Telfs

Von sieben auf drei Mandate stürzte die ÖVP Telfs bei den Gemeinderatswahlen Ende Feber ab. Ein historischer Tiefflug, der am Freitag bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung seine Fortsetzung nahm. VP-Kandidatin Angelika Mader fiel nämlich bei der Vizebürgermeisterwahl durch. Zur 1. Vizebürgermeisterin wurde Cornelia Hagele (Wir für Telfs) bestellt, 2. Bürgermeisterstellvertreter wurde überraschend Christoph Walch (Grüne Telfs).

Telfs: Stock und Porta gingen

Der fulminante Sieg von Christian Härting (74,32 Prozent) bei der Bürgermeisterwahl und dessen Liste „Wir für Telfs“ (elf Mandate) bei der Gemeinderatswahl hat in der Marktgemeinde politisches Chaos ausgelöst. VP-Obmann Christoph Stock gab vergangenen Donnerstag nach einer internen Listensitzung seinen Rücktritt bekannt und auch Günter Porta (Positive Zukunft) nahm den Hut. Der Telfer Grünen-Sprecher Hubert Weiler-Auer verzichtet auf sein Mandat, für ihn wird Christoph Walch im Gemeinderat sitzen. Als 1. Vize-Bürgermeisterin steht Cornelia Hagele (Wir für Telfs) so gut wie fest, wer 2. Vize-Marktgemeindechef wird, bleibt bis zur konstituierenden Sitzung am Freitag, dem 18. März, im Kleinen Rathaussaal, noch offen.

Härting knackte „Mandats-Schallmauer“

Bürgermeister Christian Härting (Wir für Telfs) hat sowohl bei der Bürgermeisterwahl als auch bei der Gemeinderatswahl unglaubliche Ergebnisse eingefahren. Bei der Bürgermeisterwahl entfielen von 7.359 gültigen Stimmen 5.469 (74,32) auf ihn. Keiner seiner vier Herausforderer konnte die 500-Stimmen-Marke schaffen. Auch das Ergebnis bei der Gemeinderatswahl war fulminant. Von fünf auf elf Mandate schnellte Härting mit seiner Liste „Wir für Telfs“ hoch. Das bedeutet die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Wundenlecken bei der ÖVP, die von sieben auf drei Mandate absackte.