Umwelt, Transit, sorgsamer Umgang mit dem Boden …

Sie fordern ein umfassendes Umdenken in Tirol – die Grünen: Gebi Mair, Regina Karlen, Walter Bachlechner, Barbara Brejla und Waltraud Heinrich (v.l.). RS-Foto: Schretter

… Einsatz für die soziale Umwelt sind Kernthemen der Grünen – auch im Außerfern

Die ganz schwierigen Zeiten scheinen für die Grünen langsam überwunden zu sein. Wenige Wochen vor der Landtagswahl lässt sich in Tirol wieder eine positive Grundstimmung bei der Bevölkerung ausmachen. Für den Landeslistenzweiten Gebi Mair durchaus Anlass zu berechtigtem Optimusmus.

Gemeinsam mit Gebi Mair präsentierten Regina Karlen, Walter Bachlechner, Barbara Brejla und Waltraud Heinrich die Themen, die für sie im Wahlkampf an den vorderen Stellen stehen.
Regina Karlen dazu: „Unsere größte Sorge sind der Fernpass und die Scheiteltunnelvariante. Nicht nur, dass die Kosten für dieses Projekt von ursprünglich geplanten 70 auf heute 100 Millionen Euro angestiegen sind, auch, dass mit Realisierung des Scheitel- und des Tschirganttunnels das 7,5 Tonnen-Limit fallen wird, macht uns Kopfzerbrechen.“ Die Kostensteigerung sei der Gipskarstproblematik geschuldet, die Tonnagebeschränkung würde außer Kraft gesetzt, käme die Variante Scheiteltunnel zur Umsetzung. Für die Grünen kann eine nachhaltige Lösung nur mit einem Bahntunnelbau erreicht werden.

Eine neue Spur. Regina Karlen und Barbara Brejla stellten ein neues Bahnprojekt vor, für das sie noch vor der Landtagswahl am 25. Februar eine Bürgerinitiative starten wollen. „Wir möchten schon kommende Woche mit der Befragung der Bevölkerung beginnen. Wir sehen das Projekt als sinnvolle Variante, die nicht nur uns im Außerfern, sondern auch den Bewohnern von Tarrenz und Imst dienen könnte“, so Barbara Brejla.
Zwei mögliche Bahnlinien durch das untere Lechtal Richtung Imst wurden vorgestellt. Zum einen die Variante einer Bahnlinie von Reut-e nach Stanzach und weiter über Namlos nach Imst, zum anderen die Variante Reutte – Elmen – Hahntennjoch (Bahntunnel) – Imst.  „Imst würde dann auch den längst notwendigen, zentraler gelegenen Bahnhof bekommen und Tarrenz wäre auch von seiner Verkehrslast großteils befreit“, sind sich die beiden Schwestern einig.
Auch Gebi Mair stößt ins selbe Horn. „Straßen ziehen den Verkehr an. Wenn wir ständig nur die Straßen ausbauen, werden wir also das Problem nicht nachhaltig lösen. Auf lange Sicht bedeutet der Straßentunnel – egal welche Variante – immer mehr Transit.“ Mair warnt vor den vielen polnischen Klein-Lkw, die mittlerweile ein ähnlich großes Problem darstellen wie die 40-Tonner. „Wir brauchen dringend mehr Personal an den Kontrollstellen. Das ist unser dringlicher Auftrag an die Bundesregierung“, so der Listenzweite.
Ebenso wichtig ist für ihn ein deutlicher Ausbau für den öffentlichen Verkehr. Reutte sei hier tirolweit der „ärmste“ Bezirk. Ein Ausbau sei bei den Tages- und Nachtverbindungen dringend notwendig.

Für die soziale Umwelt. Für Walter Bachlechner, auch aktives Mitglied im Lions-Club, ist die soziale Gleichstellung eine Herzensangelegenheit. 30% der Bevölkerung leben an der Armutsgrenze, der Familienzuschuss von 1500 Euro hilft Familien mit niedrigem Einkommen nicht und die Abschaffung der Notstandshilfe ist Unfug. Das kann in einem Bundesland mit einem derzeitigen Beschäftigungsrekord nicht sein. Auch Gebi Mair ist sich sicher, dass  sich Tirol einen sozialen Gleichstand leisten kann. „Wir müssen das nur wollen.“ Umfassendes Umdenken in Tirol ist das Ziel der Grünen, das Wahlziel heißt für Gebi Mair, möglichst nicht viel verlieren und die positive Grundstimmung nutzen.