Verein „Reutte gestalten“ ist sehr lebendig

Vor den zahlreich erschienenen Mitgliedern des Vereins „Reutte gestalten“ zogen Obmann Luis Oberer, Kassier Jozsef Kiss und Günter Salchner (Standortmarketing) (v.l.) eine positive Bilanz. RS-Foto: Claus

2016 vieles auf den Weg gebracht und einiges an Denkanstößen gegeben

(cl) Der Verein „Reutte gestalten“ kann auf eine zufriedenstellende Bilanz für 2016 zurückblicken. Bei der Generalversammlung im Hotel „Goldener Hirsch“ betonte Reuttes Bürgermeister und Vereinsobmann, Luis Oberer, dass die oft hinterfragte Daseinsberechtigung des Vereins sehr wohl gegeben sei.

„Als gemeinnütziger Veranstalter und partnerschaftlicher Unterstützer bei diversen Events in der Marktgemeinde haben wir uns einen guten Stellenwert erarbeitet“, so Oberer. Er wies auf das gelungene Marktfest im vergangenen Jahr hin, dass auch in diesem Jahr wieder, diesmal am 5. August, unter dem Motto „Der Wilde Westen“ stattfindet. Elf Kapellen, darunter zwei Countrybands, Line dance und einige weitere Highlights werden an diesem Tag für ein kunterbuntes „Wildwest-Treiben“ im Zentrum der Marktgemeinde sorgen. Auch der Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz habe sich zu einem markanten Höhepunkt im Jahresablauf entwickelt. 2017 wird er vom 8. bis 10. Dezember und vom 15. bis 17. Dezember seine Tore öffnen. Die Besucher erwartet auch in diesem Jahr wieder ein buntes und breitgefächertes Rahmenprogramm. „Die Beliebtheit des Marktes bei den Ausstellern zeigt sich darin, dass jetzt schon mehr Bewerbungen, als Stände vorhanden sind, vorliegen”, sagte Oberer. Bedauerlich sei, dass in diesem Jahr kein autofreier Tag wegen der Großbaustelle in der Lindenstraße veranstaltet werden kann. Alternativ dazu soll am 2. Juni ein „Radtag“ durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang rief er die Bevölkerung dazu auf, darüber nachzudenken, ob es nicht besser sei, oftmals das Auto in der Garage stehenzulassen. Er mache ja zur Zeit einen „Selbstversuch” und betonte, dass er das Auto in keiner Art und Weise vermisse. Aus dem Ausschuss für Standortentwicklung berichtete Günter Salchner über die grenzüberschreitende Kontaktaufnahme bezüglich Raumplanung und Architektur mit der Allgäu GmbH. Hintergrund ist ein angedachtes Projekt, wie die Marktgemeinde und das angrenzende Allgäu den Stellenwert der Region zielführend vermarkten können und Synergien gemeinsam genutzt werden können. Im Rahmen eines Planungsprozesses sollen Spannungsfelder erörtert und die Sensibilität für die Natur geschärft werden. Der von Kassier Jozsef Kiss vorgelegte Geschäftsbericht, der eine gute Rücklage aufwies, wurde von der Versammlung entlastet, das galt auch für die gesamte Vorstandschaft. Kassenprüfer Ralf Götz attestierte dem Verein eine umsichtige Kassenführung und hatte die Entlastung beantragt. Aus der Versammlung kam die Frage, wie es mit dem „Franziskaner-Areal“ weitergehe. Obmann Oberer berichtete von einem Gespräch mit dem zuständigen Franziskaner Provinzial, um zu eruieren, ob hier Gedanken bzw. Pläne für die weitere Nutzung existieren. Bis heute warte er auf eine Antwort und es sei einfach schade, dass sich in der Angelegenheit nichts bewegt. „Wir können nur Vorschläge machen, auch hier sollte die Bevölkerung miteinbezogen werden – die Entscheidung liegt letztendlich bei den Franziskanern.“ Positiv bewertete Oberer die Tatsache, dass knapp 90 Prozent der im Ortszentrum zur Verfügung stehenden Geschäftsflächen belegt sind. Dies sei – „wenn auch die Investoren nicht gerade Schlange stehen“ – ein positives Signal. Er wies noch einmal darauf hin, dass die Marktgemeinde auch weiterhin auf Antrag Förderungen bei Geschäftsöffnungen und Gebäudesanierungen vergibt. Allgemeines Fazit von Obmann Oberer; „Es lohnt sich für uns, dass wir uns weiter für Reutte einzusetzen – auch wenn der Verein klein und das Betätigungsfeld eingeschränkt ist.”

Von Uwe Claus