Viele Häufchen Elend

Liebe Freunde wirklich bewegender Probleme!

Abseits der Angst um den Weltfrieden machen wir Menschen uns selbst das Leben schwer. Nachbarn und Anrainer fürchten wir mitunter mehr als Diktatoren im fernen Osten oder Sturm und Flut an den Küsten der Weltmeere. Selbst die drohende Klimaerwärmung ist ein Lercherlschas im Vergleich zum größten aller Ärgernisse – dem nicht erzogenen Vierbeiner.

Hundstrümmerln erregen die Menschheit. Und das zu Recht! Ich muss gestehen: Auch ich habe nicht nur einmal gegen das Gesetz Nummer eins verstoßen: Das Gackerl gehört ins Sackerl! Denn: Tun Herrchen und Frauchen das nicht, dann ist die Lage im wahrsten Sinn des Wortes besch…! Erstens macht ein Hund seinen Dreck. Zweitens stinkt dieser bestialisch. Drittens kann er Krankheitsüberträger sein. Viertens sind Wiesen Stätten der Futtermittelproduktion. Fünftens ist die Flur meist Privatbesitz. Und da lautet dann das sechste Gebot schlicht und einfach: Man macht nicht in Nachbars Garten!

Wie gesagt. Ich bin geständig. Ich habe meine vierbeinige Begleiterin auch schon schuldig werden lassen. Doch ich möchte reumütig sein. Und entweder nur noch im Wald, wo es niemanden stört, mit meiner Spürnase herumstreunen. Oder eben mit dem Drecksack entlang der Felder stöbern, um im Ernstfall das bekannte Häufchen Elend zu entsorgen.

Am Weg zur Vernunft suche ich Partner. Am liebsten wären mir die Dorfchefs und Gemeinderäte. Sie sollen nicht nur Verbotstafeln und Sackerln aufhängen. Nein. Mit dem Geld der Hundesteuer sollen sie den Hundeführerschein einführen. Nicht nur für die Partner großer Schnauzen. Auch für die kleinen Streichelwedel! Quasi nicht nur für Lkw sondern auch für Moped – und Mops – den Schein. Experten gibt es genug, die unseren Volksvertretern unter die Arme greifen. Einmal ein Grundkurs. Und dann auch noch laufend das Pickerl. Und die Lage wäre längst nicht mehr so ernst. Und jedenfalls nicht mehr so exkrementös!

Meinhard Eiter


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