„Werden eine wunderschöne Malser Straße haben!“

Freuen sich auf neue Aufgaben: das Team der Leistungsgemeinschaft mit Bgm. Wolfgang Jörg und Architekt Andreas Pfenniger RS-Foto: Unterpirker

JHV der Leistungsgemeinschaft Landeck-Zams

 

Eine informative Jahreshauptversammlung ging kürzlich im Alten Kino Landeck über die Bühne: Die Leistungsgemeinschaft Landeck-Zams mit Obmann Mathias Weinseisen berichtete von guten Zahlen, aber auch von Beeinträchtigungen. Zudem wurde die im Bau befindliche Begegnungszone vorgestellt.

 

Von Albert Unterpirker

 

„Es hat sich einiges in und rund um unseren Talkessel getan“, erklärte Mathias Weinseisen zu Beginn der Versammlung. Neben viel Positivem zählten dazu allerdings auch die Felsstürze wie etwa auf die Landecker Straße oder die Zufahrtsstraßen nach Fiss und Ladis, wobei „wir diese Auswirkungen immer noch spüren“, so der Obmann. In puncto Leistungsgemeinschafts-Aktivitäten gab es vorwiegend Angenehmes zu berichten: Dazu gehörten u.a. der Kinderfasching, die Osteraktion, eine Stadtwanderung mit Schülern, die Einkaufsnacht, der Adventmarkt oder das Weihnachtsgewinnspiel, bei dem heuer 380000 Lose ausgegeben wurden. Zudem wurde die Gewinnsumme bei den Sofortgewinnen von 20.000 auf 32.000 Euro erhöht (inklusive Rekord bei den ausgefüllten Losen). Im Jänner fand die Schlussverlosung des Weihnachtsgewinnspiels statt. Es wurden etwa „gleich viele Gutscheine“ wie im vorigen Jahres-Vergleichszeitraum verkauft. Einen „Riesendank“ sprach Weinseisen stellvertretend für alle Unternehmen dem Krankenhaus St. Vinzenz aus. „Sie kaufen jährlich Gutscheine im Wert von zehntausenden Euros – das ist für uns sehr wichtig, weil es die Kaufkraft extrem stärkt!“

 

VERSTÄNDNIS. Bgm. Wolfgang Jörg freute das große Engagement der Leistungsgemeinschaft: „Ihr belebt die Wirtschaftlichkeit im Talkessel, auch mit vielen Attraktionen, die das ganze Jahr über gesetzt werden.“ Eine funktionierende Malser Straße sei das Um und Auf. Ad Kofler-Areal: Da müsse man schauen, „wie sich das entwickelt“. Nachdem die Kombination Spar-Hervis gefallen sei, „ist die Spar alleine für uns momentan kein Thema“. Natürlich werde am Kofler-Areal aber „was passieren, und vielleicht entwickelt sich ja auch im Bereich des Donau-Chemie-Areals etwas“. Zum Thema „City-Manager“: „Die Stadt Landeck hat sich nicht vom City-Manager verabschiedet, dass das ein für allemal klar ist! Die Stadt hat gesagt, wir würden projektbezogen finanzieren, aber Zams hat damals abgesagt und nicht mitgetan!“ Eingehen wollte Jörg außerdem auf die Situtation rund um die L76. „Wir sind da entsprechend dran, dass man eine Verbauung fordert. Wir haben das beim Land entsprechend deponiert.“

 

MEHR PLATZ. Über die in Bau befindliche Begegnungszone wollte Jörg, der sich bei Architekt Andreas Pfenniger für seine Bemühungen bedankte, festhalten: „Man braucht jetzt auch Verständnis (seitens der Betriebe und der Bevölkerung, Anm.). Aber diese Begegnungszone wird eine Belebung für die Stadt werden, und wir werden eine wunderschöne Malser Straße haben, auf die wir alle stolz sein können.“ Es gäbe allerdings auch Einbußen, und da müsse man sich gemeinsam etwas für die Geschäftsleute überlegen. Jörg: „Es muss der Stadt was wert sein, und es muss der Leistungsgemeinschaft was wert sein – wir sind offen für eine gemeinsame Lösung.“ Eine „Wahnsinnssituation“ sei hingegen, dass Geschäftsleute aufhören: „Wir arbeiten da gemeinsam dran, dass wir die Geschäfte wieder befüllen!“ Abschließend präsentierte Architekt Pfenniger fundiert und detailliert die Begegnungszone. Der Bau läuft bis 22. Juni (Stadtfest am 30. Juni). Dabei wird die Fahrbahn auf das Niveau der Gehsteige gehoben, zudem werde die Zone (rund 2000 m2 zusätzliche Nutzfläche für Fußgänger) barrierefrei errichtet. Die Höchstgeschwindigkeit in der Malser Straße beträgt zukünftig 20 km/h, sie ist vorrangig für Anrainer- und Zulieferverkehr sowie Stadtbus ausgelegt. Pfenniger: „Die Straße verliert den schlauchartigen Charakter, und sichtbar gemachte Platzräume an Kreuzungspunkten definieren den Straßenraum neu.“ Außerdem werden 13 „Energiesäulen“ u.a. für Frischemarkt, Stadtfest, Einkaufsnacht und E-Bikes eingerichtet. Radfahrer dürfen (die Einbahn) in beide Richtungen benutzen. „Wir hoffen, alles mit so wenig wie möglich Einschränkungen durchziehen zu können“, sagt Pfenniger. Gastronomen können bezüglich einer Erweiterung mit Tischen und Stühlen mit der Stadtgemeinde in Verbindung treten. Der geschätzte Durchzugsverkehr könnte sich um rund 50 Prozent verringern.

 

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