Würdiger Auftakt

Im Stadtsaal Landeck präsentiert sich Andreas Öttl als brillanter Trompeter. RS-Foto: Tiefenbacher

12. Landecker Festwochen wurden am Samstag eröffnet

 

Würdiger Auftakt: Die 12. Landecker Festwochen -„Horizonte“ wurden am Samstag mit einem überzeugenden -Konzert des Tiroler Kammerorchesters „InnStrumenti“ im Stadtsaal Landeck eröffnet.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Das Motto der diesjährigen Festwochen lautet „Respekt“. Und größten Respekt verdienen die Verantwortlichen für die interessante Programm- und Interpretenwahl für den Eröffnungsabend. Da brachten sie einerseits die FestwochenbesucherInnen in Kontakt mit der Musik des verstorbenen Tirolers Werner Pirchner, der in mehrfacher Hinsicht herausragend war: als Komponist, als Musiker am Vibraphon und am Piano. Es erklangen drei Sätze oder Tracks seiner „Fire Water Music“, die Pirchner ursprünglich für das Blechbläserensemble „Pro Brass“ schrieb. Das Tiroler Kammerorchester bot eine interessante Orchesterinterpretation. Es war eine beeindruckende Begegnung mit dem Ausnahme-Komponisten – der den Jazz, die Volksmusik, die Klassik und die Moderne unter einen Hut brachte –, mit welcher es gelungen sein dürfte, den musikalischen Horizont vieler BesucherInnen zu erweitern.

 

SOLOSTÜCK. Andererseits wurde dem gebürtigen St. Antoner Andreas Öttl Gelegenheit geboten, sich in seiner Heimatregion zu präsentieren. Öttl ist derzeit Solotrompeter der Bayerischen Staatsoper. Er bot an diesem Abend das Solokonzertstück von Alexander Arutjunjan für Trompete und Orchester dar. Öttl erwies sich als brillianter Musiker, der viele Facetten des Trompetenspiels beherrscht. Bei den schnellen Passagen mit kurzen, stakkatoartigen Läufen perlten die Töne glasklar daher, die gebundenen Legatopassagen spielte er klanggewaltig aus. Konzentriert lauschte das Publikum dem lebhaften Spiel von Öttl bei der Solokadenz am Schluss des Stückes. Es goutierte diese virtuose und zugleich präzise Interpretation der für den Solisten schwierigen und herausfordernden Komposition mit viel Applaus. Abgerundet wurde das Programm mit der neunten Sinfonie von Antonin Dvorak. Hier wäre noch anzumerken, dass sich das Konzert mehr Besucher verdient hätte.

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