Zeitfenster gewährten Einblicke

Die Zeitfenster-Veranstaltungen waren durchwegs gut besucht, so auch die Gesprächsrunde über Frauen einst und jetzt im Mesnerhaus. RS-Foto: Agnes Dorn

Generationenübergreifende Wochen bereicherten Mieminger und Wildermieminger Kulturleben

Gespräche über Gewesenes, Diskussionen über Jetziges und Gedanken über Zukünftiges. Gebrauchtes wieder reparieren, Gewachsenes erhalten und Notwendiges erlernen – die zwei Wochen Zeitfenster, in denen gemeindeübergreifend Veranstaltungen in Mieming und Wildermieming angeboten wurden, waren ein voller Erfolg.

Konzerte, Lesungen, Diskussionen, ein Markt, ein Ball, ein Repair-Café – kann man eine derartige Vielfalt an Veranstaltungen überhaupt unter einen Nenner bringen? Ja, man kann, wenn man will. Nämlich wenn man das Generationenübergreifende, das Genreübergreifende und auch das Gemeindeübergreifende gerade als die Verbindung sieht, die alle Veranstaltungen gemeinsam haben. Gelungen ist das den beiden Organisatoren Maria Thurnwalder und Matthias Fink, die Kulturausschussobleute der Gemeinden Mieming und Wildermieming, bei der zweiwöchigen Veranstaltungsreihe „Zeitfenster“, die für alle Generationen ein gemeinsames Kulturangebot stellen wollte. Und es ist an den 13 Tagen auch wirklich gelungen, für jedes Alter und jeden Geschmack etwas anzubieten: Für die Kinder Theatervorstellungen, für Jugendliche eine Slam-Poetry, für junge Eltern einen Erste-Hilfe-Kurs, für Menschen beiderlei Geschlechts Gender-Diskussionen, für die Älteren Dorfgespräche über Vergangenes und Gegenwärtiges, für Naturliebhaber eine Infowanderung durch den Wald und für Kulturfreunde Konzerte vom Anfang bis zum Schluss.

BEGEGNUNGEN. „Heuer wurde eine große Brücke geschlagen! Nicht nur alleine zwischen den Generationen, sondern auch Brücken zwischen Männern und Frauen, Brücken zur Natur, Brücke zwischen Mensch und Tier, die Brücke zur Kunst wurde gefördert und zu guter Letzt auch die Brücke zwischen den Gemeinden Mieming und Wildermieming“, resümiert Thurnwalder. Knapp tausend Besucher an 13 Tagen ist die erfolgreiche Bilanz der Veranstaltungsreihe, die erstmals in den beiden Nachbargemeinden ausgetragen wurde. Was die Mieminger Kulturarbeiterin ganz besonders freut, ist, dass genau das eingetroffen ist, was man mit dem Kulturangebot bezweckt hat: Nämlich, dass wirklich unterschiedliche Generationen gekommen sind und gemeinsam das Dorfleben bereichert haben. Auch die erstmalige Zusammenarbeit mit Wildermieming war sehr gut, betont Thurnwalder, die sich schon auf die nächste Zeitfenster-Veranstaltungsreihe in zwei Jahren freut. Und auch diese wird sich wieder zum Ziel setzen, unter den Schlagworten Gemeinschaft, Begegnung, Verständnis und Freude Menschen verschiedenen Alters und mit unterschiedlichen Interessen gemeinde-übergreifend zusammenzubringen.

Von Agnes Dorn

Die bekannte Imster Lyrikerin Annemarie Regensburger war eine der Leiterinnen der Kulturwochen. RS-Foto: Agnes Dorn

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