Zwei Künstlerinnen, deren Werke faszinieren

Zwischen „Mine“ (l.) und „Laura“ die Künstlerin Christine Herr-Tropp.

Der Galerieverein Reutte präsentiert besondere Kunst

Eine Ausstellung, wie sie von der Unterschiedlichkeit der künstlerischen Objekte ihrer Künstlerinnen nicht größer sein könnte, ist derzeit in der Dengelgalerie mit dem Titel „Existenzen – zart und zerbrechlich“ zu sehen. 

Auf der einen Seite Porzellankünstlerin Barbara Schuster, gebürtig aus Ehenbichl, mit Atelier in Breitenwang, und als Pendant Christine Herr-Tropp, Malerin aus Dießen am Ammersee, mit dem Schwerpunkt Kinderporträts. Die Arbeiten der beiden Künstlerinnen sind zwar wie der Titel bereits erwähnt ‚zart und zerbrechlich’, jedoch jede auf ihre Art und Weise. Bei Barbara Schuster ist es das Material, bei Christine Herr-Tropp sind es Kinderbilder, bei denen die jungen Protagonisten zart und zerbrechlich dem Betrachter Auge in Auge gegenüberstehen.„Es ist einfach schön, anderen Menschen – und vor allem Kindern – das wunderbare Material Porzellan näherzubringen. Es sind bleibende und schöne Erinnerungen“, sagt Schuster. Porzellan in Weiß und in Schwarz, mit oder ohne Kristallglasur, veredelt mit Platin oder Gold sind ihre bestimmenden Materialien. Diese in den verschiedensten Variationen und Formen als Teller, Schale, Bild oder Plastik kreiert, präsentieren einen Hauch von Exklusivität. Es sind keine billigen Importartikel, sondern Stücke, die in ihrer Aussagekraft den Betrachter ein und das andere Mal überraschen. Am Rande sei erwähnt, dass Barbara Schuster schon von frühester Kindheit in den Bann von Porzellan gezogen wurde.  Auf ihrer Homepage schreibt Schuster: „Meine künstlerischen Arbeiten zeigen unterschiedliche Wahrnehmungen, Diversitäten von Existenz und Vergänglichkeit. Gleichzeitig entführen sie in die faszinierende Welt der Kristalle.“
Porträtmalerin Christine Herr-Tropp fasziniert mit ihren großformatigen Kinderbildern den Betrachter von Beginn an durch die exakte Wiedergabe von Kindergesichtern – mal trotzig, mal frech, mal fragend, mal lächelnd. Und dazu in Posen – mal lässig, mal angespannt – oder einfach natürlich. Auch die Kleidung, individuell von der Künstlerin jeweils zusammengestellt, passt genau zum jeweiligen Typ. Die Bilder strahlen eine imponierende Lebendigkeit aus – und, wie eine Besucherin richtig und begeistert feststellt: „Das ist Kunst in höchster Vollendung.“ Auch bei ihr hat das Elternhaus die entsprechenden Inspirationen ausgelöst, als sie nach der Ausbildung zur Schauwerbegestalterin und der entsprechenden Tätigkeit erst 2001 zur Malerei gekommen ist. Das Rüstzeug dafür wurde ihr in der Sommerakademie BildWerk im Bayerischen Wald vermittelt. Und den allerletzten Anstoß, in die Portraitmalerei einzusteigen, gab ihr der amerikanische Portrait- und Landschaftsmaler Tom S. Buechner, dem sie dort begegnete.Die Ausstellung ist bis 24. Mai 2017 jeweils von Dienstag bis Freitag zwischen 15 und 18 Uhr in der Dengelgalerie zu besichtigen – es lohnt sich! Weitere Informationen gibt es unter www.artdesgenerations.at und www.kinder-portraits.de

Von Uwe Claus

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