„007 Elements“ prominent eröffnet

Hautnah ist hier ernst gemeint: Das Originalflugzeug aus dem neuesten James-Bond Film „Spectre“ fliegt hier beinahe über den Köpfen der Besucher. RS-Foto: Brunner

James Bond gastiert ab sofort dauerhaft in Sölden

Seit vergangener Woche kann die cineastische Installation „007 Elements“ am Gaislachkogl in Sölden offiziell bestaunt werden. Die architektonische Meisterleistung auf 3048 Metern wurde zusammen mit Mitgliedern der James Bond-Familie, Seilbahner Jack Falkner und Architekt Johann Obermoser eingeweiht. Als Überraschungsgast dabei – Schauspielerin Naomie Harris alias „Moneypenny“ u.a. im aktuellsten Bond-Film „Spectre“.

Von Linda Brunner

Zum Eröffnungstag lächelte sogar die Sonne auf den Gaislachkogl herab, wo Besucher seit kurzem per Seilbahn die James-Bond-Erlebniswelt „007 Elements“ direkt neben dem IceQ-Restaurant erreichen können. Auf 1300 Quadratmetern erstreckt sich das moderne Museum, das sich in den Berg hineinschiebt. Dem Permafrost zuliebe herrschen in fast jedem der neun Räume frostige null Grad. In ausgeklügelter Manier werden actiongeladene Szenen und Elemente aus allen 24 Bond-Filmen gezeigt – mit Schwerpunkt auf „Spectre“ und Sölden.

Rundgang.

Im sogenannten „Gewehrlauf“ findet der Einstieg in die James Bond-Erlebniswelt statt. Das berühmte Intro aus „Spectre“ versetzt Besucher in die Atmosphäre der Filmklassiker. Danach eröffnet sich der Blick auf die Ötztaler Bergwelt auf der Plaza, wo auch das Familienwappen von Bond zu sehen ist. Hautnah inszeniert wird einem im Anschluss die Welt von James Bond auf Leinwänden, durch bewegte Modelle und interaktive Spielereien näher gebracht. Highlights stellen mit Sicherheit das originale, gecrashte Flugvehikel dar, mit dem Schauspieler Daniel Craig alias „James Bond“ in „Spectre“ den Bösen hinterherjagt oder der berühmte goldene Colt, der im Tech Lab zu bewundern ist. Die Verfolgungsjagd, die Anfang 2015 in Sölden gedreht wurde, schließt die Installation anhand einer Mini-Kinovorstellung ab.

Abgedreht.

In den von der Firma „Optimist Inc.“ unter Designer Tino Schaedler elegant und minimalistisch inszenierten Hallen erklären u.a. Regisseur Sam Mendes und Art-Direktor Neal Callow die Hintergründe zu „Spectre“. „Unser Location-Direktor sah das IceQ und dachte: Das ist es! Für die Jagdsequenz brauchten wir dann verschiedene Drehorte. Wir hatten Glück, dass Sölden die topographischen Voraussetzungen dafür hatte“, erzählt Callow. Zu Beginn der Dreharbeiten vor drei Jahren startete auch das Projekt „007 Elements“ – zuerst nur im Kopf von Initiator Jack Falkner: „Ich stellte mir die Frage: ,Was passiert danach?‘“. Schnell war die Idee einer dauerhaften Ausstellung geboren, die jedoch etliche Hürden – sowohl in Rechtsfragen als auch in der Bauphase – zu überwinden hatte. Schließlich war die cineastische Installation erfolgreich realisiert.

Marke James Bond.

Jack Falkner rechnet mit hohen Besucherzahlen pro Jahr: „Nach dem zweiten Jahr erwarte ich etwa 120000 Leute. Denn ich glaube, das ist nicht nur für Bond-Fans interessant, sondern für jeden, der sich für Filme interessiert.“ Mit der James-Bond-Erlebniswelt wurde in einzigartiger Weise eine dauerhafte Manifestation der beliebten Filmreihe geschaffen, die laut Falkner die Marke James Bond mit der Marke Sölden nachhaltig verbindet.

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