18. Kunststraße Imst eröffnet

Sorgten gemeinsam für die 18. Ausgabe der Kunststraße Imst im Teamwork aller Beteiligten: Stadtgemeinde, Organisationsteam, Sponsoren und allen voran natürlich die Künstler, Kunsthandwerker und Gestalter des umfassenden Rahmenprogramms sorgen für das große Kulturerlebnis im herbstlichen Imst. RS-Foto: Bundschuh

Auftakt der heurigen Kunststraße: „John Blow Marching Band“ am Sparkassenplatz, dann lange Nacht der Galerien

Mit dem Motto „Zwischenräume – Nirgendwo ist Nichts“, einer Einladung zu einer kleinen Stadtwanderung durch Imst mit acht Stationen und einem Fotowettbewerb gemäß dem „Nirgendwo ist Nichts“-Motto, setzt die Kunststraße Imst in diesem Jahr verstärkt regionale Akzente. Auch mittels Auftaktveranstaltung mit einer Tiroler Brassband mit dem Frontman Hermann Kranewitter aus Nassereith soll Regionalität gelebt werden, wie Clemens Perktold von Verein „freiraum imst“ es gegenüber der RUNDSCHAU erklärte.

Von Peter Bundschuh

Stadtrat und Kulturreferent Christoph Stillebacher: „Die Route der Kunststraße Imst führt wie eine kulturelle Erkundungsreise durch die Stadt.“ Es würden sich so Perspektiven ergeben, wie sie im Alltagesgeschehen nicht wirklich wahrzunehmen wären. Und weiter meinte Stillebacher, dass sich ein Gespräch über Kunst auch gut dazu eigne, Menschen kennen zu lernen und auf diese Weise neue Bekanntschaften zu schließen. Bürgermeister Stefan Weirather gratulierte in seiner Eröffnungsrede dem Kulturreferat und dem Organisationsteam zu einer neuerlich ansprechend und anspruchsvoll in Szene gesetzten Kunststraße Imst. Er freue sich auch über das breite Spektrum der begleitenden Veranstaltungen über Theater und Musik bis hin zu Lesungen. Im ansprechend gestalteten Katalog zu „Zwischenräume“ schreibt Florentine Prantl unter anderem: „Zwischenmenschlich – zwischen Ich und Du – die verborgenen Schauplätze der Wirklichkeit.“ Aufbauend auf dem Thema der letzten Kunststraße Imst – „Selbstdarstellung und andere Inszenierungsstrategien“, soll der Raum im heurigen Jahr im Mittelpunkt stehen. Weiters: „Kunst geschieht im Zwischenraum – zwischen Künstler und Kunstwerk genauso wie zwischen Betrachter und Kunstwerk.“ Barbara Thaler: „Mit dem Motto ,Zwischenräume‘ im Hinterkopf kann man den Stadtraum jetzt ganz neu entdecken. ,Dazwischen‘ gab es schon immer vielleicht sogar mehr als heute. Zwischenräume verändern sich mit dem/der Betrachterin, waren niemals vorbestimmt oder statisch.“ Eben durch diese Unbestimmtheit, in der Durchbrechung der Regel verlange das Dazwischen viel an gedanklicher Hinwendung, Emotion und Kreativität.

Kunstpreis geht nach Baden bei Wien.

Der mit 1.500 Euro dotierte Imster Kunstpreis geht an David Meisinger aus Baden bei Wien für sein Werk „Loop“. Dazu Bürgermeister Stefan Weirather: „Die Stadtgemeinde Imst lobt auch dieses Jahr wieder einen Kunstpreis im Rahmen der Kunststraße aus und wird das Siegerobjekt für die stadteigene Sammlung ankaufen.“ Bei dem ausgezeichneten Werk handelt sich um einen kinetischen Apparat bestehend aus Projektor, kreisenden durchsichtigen Objekten und Projektionsfläche. David Meisinger hat die Jury mit seiner Arbeit beeindruckt, vergeben wurde der Preis durch einstimmige Entscheidung des Gremiums. Von der Einzigartigkeit der Siegerinstallation kann man sich im (ehemaligen) Kapuzinerkloster überzeugen.

Marching Band mit Wahnsinns-Sound.

Herman Kranewitter (Trompete), Hannes Tipelius (Tenorsaxophon), Benjamin Buchberger (Posaune), Simon Strobl (Baritonsaxophon), Christian Deimbacher (Sousaphon), Jakob Köhle (Perkussion), Manuel Plattner (Perkussion) – zusammen bilden die sieben Tiroler Musiker die „John Blow Marching Band“. Diese trat zur Eröffnung der 18. Kunststraße Imst auf und begeisterte am Sparkassenplatz und auf dem Weg durch die „Lange Nacht der Galerien“ mit super Sound und ordentlichem „Wums“ dahinter.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.