450 Schüler und Schülerinnen zu Besuch bei Plansee

Zu Besuch bei den Elektrotechnikern, die verschiedene Versuchsmodelle aufgebaut hatten.RS-Fotos: Kofelenz

Fünf verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Weg zur qualifizierten Fachkraft

Welchen Beruf möchte ich erlernen und was für Möglichkeiten habe ich in der heutigen Arbeitswelt? Vor diesen Fragen steht ein jeder, spätestens nach Beendigung der Schulzeit. Um die Wahl zum zukünftigen Beruf zu erleichtern, gab die Plansee SE die Möglichkeit, sich am Tag der offenen Tür ein Bild von den dort angebotenen Lehrberufen zu machen.

Von Sonja Kofelenz

Sebastian Winkler, Metalltechniker, zeigt fertige Bauteile und startet einen Produktionsvorgang.

Schulklassen aus dem Bezirk Reutte und dem angrenzenden Allgäu nutzten letzte Woche diese Gelegenheit, um sich über die verschiedenen Berufsausbildungen bei der Firma Plansee SE zu informieren. Insgesamt 20 Klassen aus den Mittelschulen Vils, Lechtal, Reutte, Tannheimer Tal, Füssen und Roßhaupten sowie von der Polytechnischen Schule Reutte und der HAK/HLW/HAS Reutte trafen im Viertelstundentakt vor den Toren der Firma ein. Versehen mit Besucherausweisen und Schutzbrillen wurden die einzelnen Gruppen durch die Lehrwerkstatt und die betriebseigene Fachberufsschule geführt. Die Organisatoren hatten ein buntes Programm zusammengestellt, das jedoch aufgrund des starken Föhnsturms etwas durcheinander geriet. So konnten die Führungen durch das Walzwerk und bei Ceratizit Austria aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden.

Lehrwerkstatt.
Schüler, aber auch Lehrpersonen, interessierten sich für die Abläufe in der Lehrwerkstatt.

Die jungen Besucher zeigten großes Interesse an den Vorgängen in der Lehrwerkstatt. Dort lernten sie verschiedene Maschinen kennen und konnten beim Fräsen, Drehen und Feilen zusehen. Die anwesenden Auszubildenden erklärten gerne und kompetent die Funktionsweise, wie etwa das im Vorfeld in der Werksberufsschule stattfindende Programmieren der Abläufe und die anschließende praktische Durchführung, anhand von Beispielen. 

Die Werksberufsschule.

Auch hier präsentierten die anwesenden Lehrlinge selbst die einzelnen Lehrberufe. Besonders spannend fanden die Schüler die gezeigten Versuche der Labortechniker mit Stickstoff. Labortechniker haben im Werk die Aufgabe, durch Kontrolle die Qualität zu gewährleisten, sie arbeiten aber auch für die Forschung und Entwicklung. Diese Lehre wird als duale Ausbildung über dreieinhalb Jahre geführt, mit jeweils einem Tag pro Woche Berufsschule in Innsbruck. Hier werden pro Jahr zwei Lehrlinge aufgenommen. 

Die Ausbildung zum Werkstofftechniker, ebenfalls eine duale, dauert drei Jahre. Werkstofftechniker sind u. a. für die Ermittlung von Kerngrößen sowie das Prüfen von Materialien und Bauteilen zuständig. Sehr interessant waren dazu die gezeigten Prüfverfahren.

Die Auszubildenden im Bereich Elektrotechnik (Lehrzeit vier Jahre) hatten einige Versuchsmodelle vorbereitet, die sie für die Besucher ablaufen ließen. So z. B. eine Produktionsstraße und einen Apparat, der ein Glas Bier einschenken konnte.

Metalltechniker (dreieinhalb Jahre Lehrzeit) mit dem Schwerpunkt Maschinenbautechnik haben  u.a. die Aufgabe, Maschinen und Anlagen zu betreuen, sie sorgen für die Instandhaltung, Instandsetzung und Reparatur. Jene mit dem Schwerpunkt Zerspanungstechnik beschäftigen sich mit der Bearbeitung von Hartmetallen. 

Ausbildungsplatz.

Derzeit werden bei Plansee SE Metalltechniker, Prozesstechniker, Elektrotechniker, Werkstofftechniker, Chemielabortechniker und Informationstechnologen ausgebildet. Voraussetzung für eine Ausbildung in diesen Bereichen ist das Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern, Mathematik und gute Englischkenntnisse. Kommunikationsfähigkeit ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, da in Teams gearbeitet wird. Bei Interesse empfiehlt es sich, ein Schnupperpraktikum zu machen. Bewerben kann man sich online unter: jobs.plansee-group.com.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.