723 Typisierungen in rund drei Stunden

Eine kleine Blutprobe kann vielleicht lebensrettend sein. Foto: gebenfuerleben.at

Wahnsinnserfolg für „Geben-für-Leben“ und neue Hoffnung für den kleinen Max

Riesiger Ansturm auf die erste Typisierungs-Aktion im Oberland und Außerfern in Imst am Donnerstag, dem 16. März 2017! Das RUNDSCHAU-Team fungierte als Medienpartner, Co-Organisator und tatkräftige Unterstützung bei Dateneingabe und Blutabnahme. „Schön, dass wir als Partner von Geben-für-Leben dabei sein durften“, lässt sich RS-Herausgeber Kurt Egger gerne zitieren.

Von Thomas Parth

Viele helfende Hände vom Bürgermeister über Stadtamt & -marketing bis zu Christine vom Stadtsaal, alle unterstützenden ÄrztInnen und PflegerInnen sowie Geschäftsführung und Belegschaft der RUNDSCHAU machten ein stattliches Programm möglich. Im Schnitt 241 Blutabnahmen pro Stunde forderte den HelferInnen einiges ab! Die teils weit angereisten möglichen StammzellenspenderInnen schien die Wartezeit egal zu sein, hatten sie doch den guten Zweck im Sinn. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, eine/n SpenderIn für den dreijährigen Max zu finden, gering ist, lässt die Imster Typisierungsaktion mit ihren 723 TeilnehmerInnen die Hoffnung wieder aufkeimen. Wer nicht dabei sein konnte, kann über www.gebenfuerleben.at online spenden oder aber eine Typisierung per Mundhöhlenabstrich anfordern.

Kommentar

Herz über Kopf

Wenn ich mir die Typisierungsaktion ansehe, dann sehe ich die vielen freiwilligen HelferInnen. Ich sehe die ÄrztInnen und PflegerInnen, die ihren Dienstplan umgestellt haben oder sich dienstfrei stellen ließen, um für die gute Sache Blut abzunehmen. Ich sehe die KollegInnen, die „da waren, wenn man sie braucht“ und fleißig die Daten in die Computer klopften. Und ich sehe das Team von „Geben-für-Leben“, das super vorbereitet und motiviert über den Arlberg gefahren ist, um in Imst für Plus-Minus drei Stunden ihre „Zelte aufzubauen“. Und das bei ungewissem Ausgang, zumal es bei uns noch nie eine Typisierung gab.

In erster Linie sehe ich aber eine Zahl: 723. – Das hat mich am meisten überrascht und offengestanden sehr bewegt, dass sich 723 Menschen aus allen Regionen Tirols bereit erklärt haben, ihre DNA typisieren zu lassen.

Ich erinnere mich an die Dame, die extra aus dem Paznaun angereist war und um die Mittagszeit leider vor verschlossenen Türen stand und die ich vertrösten musste: Bitte fordern Sie die Typisierung online an oder unterstützen Sie die Aktion durch eine Spende!

Ich höre noch den Südtiroler Dialekt, eine handvoll junger Burschen, die mit dem Kleinbus kurzerhand nach Imst gefahren sind, um sich eine Blutprobe abnehmen zu lassen.

Vom Uniformierten bis zu Müttern mit Kinderwägen, vom Bergbahn-Geschäftsführer, Bauarbeiter über den Regionalpolitiker bis zur M-Preis-Kassierin: Ich möchte mich persönlich für Eure Mithilfe, Eure Zeit und Eure Selbstlosigkeit bedanken, herzlichst

RL Mag. Thomas O. Parth, RUNDSCHAU-Imst, Repliken gerne an die E-Mail:    leserbrief@rundschau.at