Abschlusskonzert auf Ehrenberg

Das Sinfonieorchester der LMS Reutte-Außerfern bescherte seinen Zuhörern nicht nur ein wundervolles Konzert, es überraschte auch mit vielen Pointen. RS-Fotos: Claus

Sinfonisches Orchester der Landesmusikschule Reutte-Außerfern

Zwei Abende mit hochklassiger Sinfoniemusik boten die MusikerInnen der Landesmusikschule Reutte, unter der Leitung von Tobias Lämmle, ihren Zuhörern in der Arena auf Ehrenberg.

Moderatorin Monika Bader führte mit ihren begleitenden Worten durch das anspruchsvolle Programm, sodass sich die Gäste gut informiert in die Stücke hineindenken konnten.
Sozusagen als Einstimmung eröffnete das große Blechbläserensemble mit dem Stück „Fanfare and Flourishes“, unter der Leitung von Martin Sillaber, mit Energie und Brillanz das abendliche Konzert. Der erste Satz „Allegro“ des Harfenkonzerts von Carl Ditter von Dittersdorf, ein Stück für Konzertharfe als Soloinstrument, entführte zusammen mit dem Sinfonieorchester in die Zeit des Rokokoadels. Als Solistin an der Harfe brillierte Katharina Blassnig. Mit dem ersten Satz „Daybreak“ aus der „Florida-Suite” von Frederick Delius konnten sich die Zuhörer in den musikalischen Tagesanbruch mit seinen unterschiedlichen Überraschungen und Stimmungen hinein fühlen. Die „Bacchanale” aus der Oper „Samson et Delilah” aus der Feder des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns erinnerte an die Bacchusfeste im antiken Rom. Die Ausgelassenheit des Festes spiegelte sich in vielfältiger Art und Weise in der imposanten Wiedergabe durch das Orchester wider, als Solistin beeindruckte Eva-Maria Morillo-Muñoz mit der Oboe.
Mit dem Song „Eye Of The Tiger” aus dem erfolgreichen Album der Popgruppe „Survivor“ und „Two steps to glory“ kam das Orchester aus der Pause und setzte damit ganz besondere Akzente moderner emotional aufwühlender Musik. Den krassen Gegensatz erlebten die Zuhörer mit „Adagietto“ aus der 5. Sinfonie von Gustav Mahler: Ruhe und Entspannung strahlte dieses Stück aus, das als Liebeserklärung an Mahlers Frau Alma interpretiert wird. „Nothing else matters“ – „Nichts anderes zählt“ mit Martin Payr als stimmgewaltigem Gesangssolisten, begleitet von Markus von Wyschetzki mit einem E-Gitarrensolo und, einem Novum, zu Beginn mit Magdalena Pedarnig auf der Zither, war einer der Höhepunkte des Abends. Das weltbekannte Lied „Der dritte Mann“ von Anton Karas mit Magdalena Pedarnig als Solistin an der Zither beendete einen Abend, der viele Emotionen bei den Gästen hervorrief. Mit „Standing Ovations“ verabschiedeten sie das Orchester und bedankten sich damit für ein spannendes Konzert, das auch in diesem Jahr wieder von vielen Überraschungen getragen wurde und musikalisch überzeugte.

Von Uwe claus

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