Ambitioniertes Projekt

Der „Gratisparkplatz“ in Perjen wird in absehbarer Zeit wegfallen. RS-Foto: Tiefenbacher

Perjen soll ein Ärztezentrum mit Apotheke bekommen

 

Der Landecker Apotheker Martin Hochstöger plant in Perjen ein Ärztezentrum mit Apotheke und Gesundheitsdienstleistern zu errichten. Noch ist das Projekt aber nicht in trockenen Tüchern.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Hochstöger erwarb das ehemalige Krismerhaus im Landecker Stadteil Perjen und ließ es vor acht Jahren abreißen. Das war sinnvoll, sah es doch zuletzt fürchterlich für den Stadtteil aus. In früheren Zeiten zählte es in Perjen zu den wichtigeren Gebäuden: Darin befanden sich zwei Geschäfte (Lebensmittelgeschäft und Drogerie), eine Schlosserei und Wohnungen. Seit dem Abriss konnten die Autofahrer dank dem Goodwill des Grundeigentümers auf diesem freistehenden Areal kostenlos parken. Dieser „Gratisparkplatz“ in Perjen wird in absehbarer Zeit wegfallen.

 

NEUES BAUPROJEKT. Hochstöger will auf dem Grundstück nämlich ein neues Bauprojekt starten. Die entsprechenden Gesuche bezüglich der möglichen Bebauung reichte er bei der Stadtgemeinde Landeck ein. In seiner vorwöchigen Sitzung segnete der Landecker Gemeinderat die Flächenwidmungsplanänderung und den Bebauungsplanentwurf einstimmig ab. Dabei wurde vermutet, dass Hochstöger ein Ärztezentrum mit Apotheke im Erdgeschoss zu bauen plant. Auf Nachfrage der RUNDSCHAU bestätigte Hochstöger ein Interesse an einem Ärztezentrum. „Ein solches zu errichten ist mein vorrangiges Ziel“, betonte Hochstöger. Nach seiner Vorstellung sollen sich dort neben Arztpraxen und einer Apotheke auch Gesundheitsdienstleister befinden. Hinter dem Plan steht folgende Überlegung: In Perjen wurden in jüngster Zeit viele Wohnungen gebaut und jetzt soll die Versorgung im Gesundheitsbereich dort nachziehen.

 

NOCH KEINE KONKRETEN PLÄNE. Konkrete Pläne gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine. Dafür sei es noch zu früh. „Jetzt wurden vom Gemeinderat einmal zwei wichtige Beschlüsse gefasst. Aufgrund dieser gehen wir jetzt in die Planungsphase. Ob das Vorhaben dann auch umgesetzt werden kann, das kann ich mit Gewissheit noch nicht sagen“, meinte der Landecker Apotheker. Das hänge von verschiedenen Faktoren ab, z.B. ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt werden und ob bei Ärzten sowie beim Gesundheits-Handwerk und bei den Gesundheits-Dienstleis-tern genügend Interesse vorhanden ist. Hochstöger wird jetzt alle diese Fragen klären und dann bezüglich der Projektrealisierung eine Entscheidung treffen. Ein ganz wichtiges Kriterium dabei sei, nicht am Bedarf und an den Bedürfnissen vorbeizuplanen. Und was macht der Bauherr Martin Hochstöger, wenn das Ärztezentrums-Projekt nicht zu realisieren sein sollte? Hochstöger: „Dann wird ein anderes Projekt angegangen und umgesetzt.“

 

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