Andersen, Abendmesse und Begegnungsräume

Hoher Besuch im Heim Via Claudia. Empfangen wurde der Bischof der Diözese Innsbruck von Christian Öfner, dem Obmann des Vereins „Dorf(er)leben Nassereith“, und Bürgermeister Herbert Kröll (v.l.).RS-Foto: Krismer

Bischof Hermann Glettler zu Besuch in Nassereith

Auf Einladung des rührigen Vereins „Dorf(er)leben Nassereith“ besuchte Bischof Hermann Glettler jüngst das Fernpassdorf. Er besuchte dabei den Kindergarten und die Volksschule, las die Abendmesse und machte einen Abstecher in das Heim Via Claudia.

Von Ewald Krismer

Anlass für die Einladung war der seit 1982 jährlich stattfindende „Andersentag“ – dem Kinder- und Jugendbuchtag. Dieser ist eine Hommage an den bekanntesten Dichter und Schriftsteller Dänemarks, Hans Christian Andersen. H. C. Andersen – wie er sich zeitlebens nannte – wurde am 2. April 1805 in Odense geboren und starb am 4. August 1875 in Kopenhagen. Berühmt wurde er durch zahlreiche Märchen wie etwa „Die Prinzessin auf der Erbse“, „Des Kaisers neue Kleider“ oder „Das hässliche Entlein“.

Eine große Ehre und Freude dürfte es für die zahlreichen Gläubigen gewesen sein, der Abendmesse mit Bischof Hermann Glettler und Pfarrer Josef Ahorn beigewohnt haben zu können. RS-Foto: Krismer
Der Vorleser

Somit lag es nahe, dass Bischof Hermann sich mit den Nassereither Kindergarten- und Schulkindern traf, um mit ihnen zu lesen. Aus der Lesestunde wurde aber eine Erzählstunde mit Anderson-Märchen, in die er die Kinder mit einbezog. Es war ein belustigendes Erlebnis für die Kinder, das sie vermutlich nicht so schnell vergessen werden. Der Erzählstunde folgte eine Rundfahrt durch das Dorf, bevor Bischof Hermann zusammen mit Pfarrer Josef Ahorn die Abendmesse zelebrierte, an der eine beträchtliche Zahl an Gläubigen teilnahm. Danach ging es auf einen Besuch in das Heim Via Claudia, wo er von den Heimbewohnern und nicht zuletzt vom Obmann des Vereins „Dorf(er)leben Nassereith“, Christian Öfner, und Bürgermeister Herbert Kröll und einigen Gemeinderäten herzlich empfangen wurde. Bischof Glettler zeigte sich hoch erfreut über die Geborgenheit ausstrahlende soziale Einrichtung. Nach dem offiziellen Teil bot sich für die Besucher die Gelegenheit, Glettlers Buch „Die fremde Gestalt – Gespräche über den unbequemen Jesus“, das er zusammen mit dem Psychiater Michael Lehofer schrieb, zu erwerben und es vom Bischof signieren zu lassen.

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