Arztpraxis im Einsatzzentrum

Mit einer Gegenstimme wurde die Übergangslösung bis zur Übersiedelung der Arztpraxis ins neue Einsatzzentrum beschlossen.RS-Foto: Dorn

Oetzer Standortsuche hat ein Ende

Nach zahlreichen verworfenen Varianten hat der Gemeinderat Oetz sich nun mehrheitlich für die Unterbringung der neuen Praxisräumlichkeiten im geplanten Einsatzzentrum entschieden. Über eine Übergangslösung soll der Kassenarzt indes selbst entscheiden, so die Mandatare. Außerdem wurden in der ersten Sitzung des Dorfparlaments im heurigen Jahr auch die Baumeisterarbeiten für den Zu- und Umbau des Bauhofs vergeben sowie die zukünftige Wasserstandablese über Funk beschlossen.

Von Agnes Dorn

Der nun mit drei Gegenstimmen beschlossene Standort der neuen Arztpraxis von Kassenarzt Stephan Grünewald war in der Vergangenheit ziemlich kritisiert worden: Er sei zu weit weg vom Schuss und viele der heute noch zu Fuß in die Praxis gelangenden Patienten müssten künftig per Auto fahren beziehungsweise gefahren werden. Doch nun ist es beschlossene Sache und die anderen vier zuletzt noch diskutierten Standorte sind endgültig vom Tisch: Drei davon wären der Gemeinde zu teuer geworden und der vierte – im alten Feuerwehrhaus – hätte erst realisiert werden können, nachdem die Feuerwehr in das bisher noch nicht einmal geplante Einsatzzentrum übersiedelt und das alte Gebäude abgerissen worden wäre. Wo der Nachfolger von Michael Larcher nun bis zur geplanten Fertigstellung der neuen Praxis Mitte bis Ende 2022 seine Ordination betreiben wird, will man vonseiten der Gemeinde dem Mediziner selbst überlassen: Entweder kann er die bestehenden Räumlichkeiten der Praxis von Larcher anmieten und mit einer jährlichen Unterstützung der Gemeinde in Höhe von 25.000 Euro rechnen oder die Gemeinde kauft Container an, die unterm Strich nach einem späteren Wiederverkauf ebensolche Kosten verursachen würden. Eine Entscheidung über den Übergangsstandort sollte in diesen Tagen gefällt werden.

Bauhof, Lärmschutz, Funkzähler

Ebenfalls in derselben Sitzung wurden die Baumeisterarbeiten für den Zu- und Umbau des Bauhofs vergeben. Der erste Teil des Gesamtkonzepts, in dem auch die spätere Adaptierung des Recyclinghofs schon berücksichtigt ist, wird nun vom Billigstbieter Franz Thurner um brutto rund 616.000 Euro ausgeführt werden. Auch der Ausbau des Glasfasernetzes schreitet voran: Heuer wird das Gebiet Oetzerau versorgt werden und auch das Ansuchen um eine weitere Bundesförderung in der voraussichtlichen Höhe von 75 Prozent für den Ausbau der Weiler Ebene und Piburg ist nun beschlossen. Ebenfalls einstimmig wurde die Umwidmung zweier Grundstücke an der Bundesstraße vom Gemeinderat abgesegnet. Durch die hohe Lärmbelastung werden im Falle der Errichtung des geplanten Gebäude für etwa 60 Gästebetten bauliche Maßnahmen hinsichtlich Belüftung, Ausrichtung der Balkone und Terrassen sowie Ergänzung derer mittels stockwerkshoher Wände und schallabsorbierender Untersichten vorgeschrieben. In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die Anschaffung eines Funkzählers beschlossen, mit dem zukünftig vom Gemeindefahrzeug aus die Wasserstandsanzeige digital erfasst werden kann. Die dazu nötigen Zähler werden jeweils wie bisher nach fünf Jahren gegen die alten eingetauscht. Beginnen wird man damit in Oetzerau, wo schon heuer der Wasserstand im Vorbeifahren erfasst werden soll.

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