Asfinag investiert in Tirol 120 Millionen Euro

Die Arbeiten zur Neuerrichtung der zweiten Röhre des Perjentunnels laufen auf Hochtouren. Foto: ASFINAG

Zwischen Zirl und Inzing werden 6,5 Millionen Euro verbaut – Verkehr wird während Bauarbeiten zweispurig abgewickelt

Mehr als 120 Millionen Euro investiert die Asfinag allein in diesem Jahr in die Infrastruktur der Tiroler Autobahnen und Schnellstraßen. Die Ziele: mehr Verkehrssicherheit, Entlastung der Bevölkerung und Erhaltung der bestehenden Infrastruktur. Trotz Baustellen sollen aber Verzögerungen und Staus gering gehalten werden. „Wir sorgen dafür, dass immer mindestens zwei Spuren pro Richtung für den Verkehr offen bleiben. Zeitverluste und Staus sollen möglichst gering gehalten werden“, erklärt Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele. Auf der A 12 zwischen Zirl und Inzing werden demnächst ebenfalls Bauarbeiten in Angriff genommen. 

Besondere Rahmenbedingung für das diesjährige Bauprogramm ist die geplante Rad-WM im September. Während der WM müssen nämlich einige Anschlussstellen für die Veranstaltung gesperrt werden. Um den Verkehr trotzdem möglichst flüssig zu halten, stellt die Asfinag bis Anfang September alle größeren Baumaßnahmen von Kufstein bis zum Brenner fertig. Im Fokus heuer ist die Tunnelsicherheit. Milser Tunnel sowie Pianner/Quadratscher Tunnel erhalten unter anderem ein umfassendes Sicherheitsupgrade – die Arbeiten zur Neuerrichtung der zweiten Röhre des Perjentunnels laufen derzeit auf Hochtouren. „Mit dem Vollausbau des Perjentunnels sorgen wir für eine spürbare Verkehrsentlastung und erhöhen die Lebensqualität im Tiroler Oberland deutlich. Bei der Tunnelsicherheit gibt es keine Kompromisse“, erklärt dazu der zuständige Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm.  Mit einer Investition von 790 Millionen Euro bis zum Jahr 2023 sorgt die Asfinag auch in den kommenden Jahren für ein Plus an Verkehrssicherheit, bessere Anbindung von Wirtschaftsgebieten an das hochrangige Straßennetz sowie für Entlastung der Bevölkerung. Der ständig steigende Verkehr ist dabei die größte Herausforderung bei der Planung der Baustellen. So wurde etwa die Baustelle auf der Europabrücke erneut optimiert. „Durch die Entfernung der Mittelleitschiene entfällt eine Verkehrsüberleitung. Das heißt: jeweils zwei Spuren bleiben pro Richtung bestehen. Das erhöht den Verkehrsfluss trotz Bauarbeiten deutlich“, so Siegele. Mit dem Umbau der Anschlussstelle Patsch (A 13 Brenner Autobahn) eliminiert die Asfinag zudem die letzte Stopp-Einfahrt auf eine Autobahn in Tirol. „Bisher gab es beim Einordnen von Lkw auf die Brenner Autobahn Probleme und Gefahrenmomente. Mit neuen Spurführungen und mehr Platz an der Anschlussstelle erhöhen wir die Sicherheit und vor allem den Verkehrsfluss deutlich“, so Fromm.

SANIERUNG ZIRL-WEST BIS RASTPLATZ INZING. Mit einer neuen Fahrbahn soll die Inntal Autobahn zwischen Zirl und Inzing noch sicherer werden. Parallel dazu ist auch eine Erneuerung der gesamten Entwässerung vorgesehen. Trotz Bauarbeiten bleiben hier stets zwei Spuren für den Verkehr offen. Im Bereich der Anschlussstelle Zirl-West wird darüber hinaus der dortige Lärmschutz erneuert und adaptiert. Baustart  ist noch im April, Fertigstellung Ende 2018. Geplante Investitionssumme: Ca. 6,5 Millionen Euro.