Aufstehen für die Champions

Strahlende Gesichter bei den Springern und dem Schiklub Imst sowie bei Gebi Mantl (l.) RS-Foto: Unterpirker

Guglhupf-Springen mit sensationell jungen Teilnehmern

Richtig was an tut sich der Schiklub Imst! Nicht nur mit den zahlreichen Alpin-Ski-Veranstaltungen, sondern unter anderem auch mit dem alljährlichen Guglhupf-Springen, das einmal mehr auf der Putzenschanze mitten in der Gurgltal-Metropole über die Bühne ging. Hervorheben muss man die Leistungen der jungen Teilnehmer, die sich mit Mut und Power über die Schanze trauten. Allen voran die kleine Marie.

Von Albert Unterpirker

Klar, unsereiner war als Kind oder als Jugendlicher auch manchmal beim Sport ein wilder Hund. Stürze beim Skifahren oder regelmäßige Abschürfungen, wenn es einen beim Radln zerissen hat, gehörten zum Spaß dazu, wie die Wurst zum Bier. Aber sich mit vier Jahren über eine Schanze drüber trauen – diese Erinnerung haben wohl die Wenigsten. Die kleine Marie Kuba zählt jedoch zu solchen Ausnahmen. Vier Jahre alt und mutig bis zum Geht-Nicht-mehr. Freilich, kurz vor dem Schanzentisch gab es noch mal Muffensausen und Tränen, aber dann ging’s doch drüber und das nicht nur einmal. Mein lieber Hannes, bravo, Marie! Überhaupt war das Guglhupf-Springen wieder eine sehenswerte Veranstaltung. Insgesamt zehn Teilnehmer kämpften dabei mit Alpin-Skiern um Pokal und Guglhupf. Klarerweise sprangen sie nicht von einer der richtigen Schanzen (mit K-Punkten 15, 25 und 35) – das wäre natürlich viel zu gefährlich. Aber immerhin: Die Tageshöchstweite stellte Jana Schnöll auf (Jahrgang 2007) mit neun Metern! „Die Teilnehmer sind vom Springen begeistert“, sagt Schiklub Imst-Obmann Thomas Covini , „und sie sind mit Ernst und Enthusiasmus bei der Sache!“ Andererseits sei es schwierig, Kinder zum Skispringen zu bewegen.

Bemüht
Vier Jahre, aber mächtig mutig: Marie Kuba. RS-Foto: Unterpirker

2011 wurde die Putzenschanze wiederbelebt und seit 2012 geht dort u.a. wieder das sogenannte Guglhupf-Springen über die Bühne. Covini: „Wir versuchen, das aufrechtzuerhalten – und vielleicht gibt es durch die kommende Nordische WM in Seefeld ja einen Auftrieb bei uns!“ Ein achtsames Auge auf den Ablauf hatte derweil ebenfalls Wolfgang Perktold am Schanzentisch, der die erzielten Weiten ins Ziel durchgab. Perktold ist geprüfter FIS-Sprungrichter und bei der WM in Seefeld der Schanzenchef! Hervorragend präpariert war indessen Anlauf, Schanze und Auslauf, überhaupt konnten die äußeren Bedingungen an diesem Samstag nicht besser sein. Und so hatten die Teilnehmer jede Menge Spaß – auch beim finalen Runtersausen mit den Tubes. Viel Lob gab es abschließend von Vizebürgermeister Gebi Mantl: „Der Schiklub Imst bemüht sich immer sehr, Danke seitens der Stadtgemeinde Imst. Und Kinder: Ihr seids heut’ schneidig gewesen, gratuliere euch!“ Richtig stolze Gesichter gab es dann bei der Siegerehrung, als aus den Lautsprechern „Stand up for the Champions“ tönte. P.S.: Der Schiklub Imst bietet jeden Freitag Nachmittag Sprungtraining mit Wolfgang Perktold an – mit gratis Tubing!

Guglhupf-Springen – Ergebnisse
  • Lorenz Wolf (Jg. 2004): 13,5 Meter
  • Jana Schnöll (Jg. 2007): 17,0 Meter
  • Daniel Krabacher (Jg. 2008): 16,0 Meter
  • David Stadtwieser (Jg. 2008): 13,5 Meter
  • David Rödig (Jg. 2009): 16,0 Meter
  • Amon Tabernig (Jg. 2010): 13,5 Meter
  • Fridolin Tabernig (Jg. 2012): 8,5 Meter
  • David Scharmer (Jg. 2012): 13,0 Meter
  • Maria Kuba (Jg. 2014): 3,5 Meter

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