Ausbau ist auf Schiene

2020 sollte mit dem Ausbau des Seniorenzentrums Zams-Schönwies begonnen werden können. RS-Foto: Tiefenbacher

Vorbereitungen für den Architekturwettbewerb zum Ausbau des Seniorenzentrums Zams-Schönwies laufen

 

Der Ausbau des Seniorenzentrums Zams-Schönwies und die gleichzeitige Errichtung einer Station für die Übergangspflege sind auf Schiene. Die Vorbereitungen zur Durchführung eines Architekturwettbewerbes laufen bereits.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Es sind drei Projekte, die umzusetzen sind: Aufgrund des Platzmangels und fehlender Wirtschaftlichkeit soll das Seniorenzentrum Zams-Schönwies erweitert werden. Zugleich soll in Zams die im Tiroler Strukturplan Pflege 2012–2022 vorgesehene Übergangspflege und Schwerpunktpflege für die Bezirke Landeck und Imst realisiert werden. Die dafür notwendigen Beschlüsse sind bereits alle unter Dach und Fach. Das war ein langer und sehr komplizierter Weg, denn in die Sache involviert sind nicht nur die beiden Verbandsgemeinden des Seniorenzentrums Zams und Schönwies, sondern noch eine Reihe weiterer Beteiligter. Behilflich war und ist die Abteilung Dorferneuerung des Landes Tirol. Konkret wurde durch die Beschlüsse Folgendes festgelegt: Es wird das Bestandsgebäude durch einen Ausbau um 30 auf 60 Betten aufgestockt. Diese bauliche Erweiterung umfasst zudem eine Übergangspflegestation mit 16 bis 20 Betten. Die genaue Bettenanzahl wird im Zuge der gerade stattfindenden Evaluierung und Überarbeitung des Strukturplans Pflege festgelegt. Die Schwerpunktpflege mit 18 bis 20 Betten wurde in die Warteschleife gebracht.

 

ARCHITEKTURWETTBEWERB. Zur Aufstockung des 21 Jahre alten Gebäudes des Seniorenzentrums und Erweiterung um die Übergangspflegestation (insgesamt rund 50 Betten) wird ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Auch hier stellt die Abteilung Dorferneuerung ihr Wissen bei der Erstellung der Wettbewerbsausschreibung bis hin zur Entscheidungsfindung zur Verfügung. Derzeit befindet sich der Wettbewerb in der Vorbereitungsphase. Gesucht wird die gestalterisch beste sowie funktionsgerechteste Lösung für die fordernde Bauaufgabe. Bgm. Siegmund Geiger geht davon aus, dass der Sieger Mitte 2019 feststehen wird. Dieser wird mit den Planungsleistungen beauftragt. Nimmt die Phase der Planung und Ausschreibung wie üblich kalkuliert ein halbes Jahr in Anspruch, könnte 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Das hoffe ich“, sagte Bgm. Geiger.

 

SCHWERPUNKTPFLEGE ZURÜCKGESTELLT. Apropos Schwerpunktpflege (Pflege und ärztliche Begleitung von Menschen z.B. mit einer schweren demenziellen Erkrankung, einer Altersdepression oder einer Suchterkrankung): Ursprünglich war geplant, auch diese Schwerpunktpflege mit 18 bis 20 Betten dem Seniorenzentrum Zams-Schönwies anzugliedern. Diesen Plan musste man jedoch wegen Platzproblemen fallen lassen. Man bräuchte, um diese Projektpläne realisieren zu können, noch weitere 700 Quadratmeter Grundfläche und diese hat man nicht. Das Projekt wurde zwar zurückgestellt, aber es wird aktiv weiter verfolgt. Bgm. Geiger ist auf der Suche nach einem Alternativstandort. Wie er berichtet, bietet sich eine neue Chance. „Es zeichnet sich ein neuer Standort ab“, erklärte Geiger. Die Katze aus dem Sack lassen will der Zammer Bürgermeister aber noch nicht, weil zurzeit noch Details in Diskussion seien. Den Standort wolle er erst dann öffentlich nennen, wenn es eine verkündungsreife Meinung gebe. Wie lange wird es noch dauern? Geiger: „In drei bis vier Monaten wird es so weit sein.“

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