Außerferner Top-Ergebnis beim Karwendellauf

Nach 4:44:5 Stunden als Gesamt-Fünfter im Ziel! Elias Feineler lief zu einem Top-Ergebnis. Foto: Werbegams

Elias Feineler zündete den Turbo – und wird sensationeller Fünfter!

Vor einer einzigartigen Naturkulisse fand am 31. August der 11. Karwendelmarsch statt. Im größten Naturpark Österreichs waren insgesamt 2.500 Teilnehmer aus 29 Nationen dabei. Einer der besten kommt aus dem Außerfern.

Für den 25-jährigen Elias Feineler lief es bei seiner dritten Teilnahme am Karwendelmarsch richtig gut.
Der Karwendelmarsch zählt zu den sportlichen Top-Events im Tiroler Veranstaltungskalender. Auf einer 35 bzw. 52 Kilometer langen Strecke laufen die Teilnehmer von Scharnitz (Start um 6 Uhr) durch das Karwendel nach Pertisau am Achensee – körperliche Herausforderung und Natur-erlebnis inklusive. Dem Veranstalter war der nachhaltige Umgang mit der alpinen Natur sehr wichtig. Die Versorgungsstationen entlang der Strecke waren plastikfrei, Getränke gab es in recyclingfähigen Pappbechern. Elias Feineler nahm die 52 km lange Strecke in Angriff. Dabei waren für den jungen Außerferner 2200 Höhenmeter bergauf und 2100 Höhenmeter bergab zu überwinden.
„Es war meine dritte Teilnahme in Folge. 2017 belegte ich mit einer Zeit von 6:35:49 Stunden den 184. Platz, Klasse gesamt männlich (546 Teilnehmer). 2018 konnte ich meine Zeit um über eine Stunde verbessern und kam nach 5:27:05 Stunden als 39. (gesamt männlich) durchs Ziel. 2019 lief es noch besser. Mit 4:44:05 Stunden lief ich ein Hammer-Ergebnis und wurde Fünfter“, so schildert Elias Feineler seine Renneindrücke.

Perfekte Bedingungen.

Das Wetter am Renntag war perfekt, keine Wolke zeigte sich am Himmel und die Temperatur von zwölf Grad in der Früh war zum Laufen optimal, führt er weiter aus. Elias konnte in diesem Jahr von der ersten Reihe aus starten und damit ohne Stress – und ohne viele Läufer überholen zu müssen – ins Rennen gehen.
„Am Weg Richtung Schafstallboden haben mich noch einige Läufer überholt, aber ich hab mich davon nicht irritieren lassen und wusste, dass es die meisten davon zu schnell angegangen waren. Beim ersten Anstieg zum Karwendelhaus zeigte sich das dann auch und ich löste mich von der ca. zehn bis fünfzehn Mann starken Gruppe, mit der ich bis dahin gelaufen bin. Am Weg hinauf zum Karwendelhaus war ich dann alleine und kam dort (nach ca. 17,6 km, 760 hm und 1 Stunde 34 min) genau in der von mir geplanten Zeit an. Ich war dreizehn Minuten schneller als im Jahr zuvor.“ Bis hierher habe er noch schwere Beine gehabt, meint Elias, aber: „Diese wurde aber leichter, als es bergab Richtung Kleiner Ahornboden ging. Nach dem Ahornboden – das ist ca. die Hälfte der Strecke – fühlte ich mich super und konnte wieder einige Läufer im nächsten Anstieg zur Falkenhütte überholen.“

Mehr als im Plan.

Von der Falkenhütte führte die Strecke wieder bergab in die Eng, wo Elias Feineler als Gesamt-Neunter in 3 Stunden und 5 Minuten ankam. Seinem persönlichen Zeitplan, in 4 Stunden 59 Minuten ins Ziel zu kommen, war er da bereits zehn Minuten voraus.
„Das gab mir nochmals einen riesen Motivationschub, den ich auch brauchte. Denn knapp hinter mir waren an die fünf Läufer und ich wusste, dass ich aufwärts Richtung Gramai Hochleger und dann wieder runter in die Gramai Alm alles geben muss, um einen Vorsprung herauszulaufen. Bergauf konnte ich dann nochmal ein paar Plätze gutmachen und kam oben vierzehn Minuten schneller an als geplant. Im Downhill Richtung Gramai Alm konnte ich den Abstand zu meinen Verfolgern nochmals vergrößern. Unten angekommen, sagte man mir, dass ich Gesamt-Fünfter bin – ich konnte das selbst nicht glauben“, lässt Elias Feineler in sein Sportlerherz blicken. Von da an sei die Devise „Vollgas Richtung Pertisau“ gewesen. „Die letzten zehn flachen Kilometer – hauptsächlich auf Asphalt – verlangten mir noch das Letzte ab. Aber mit dem Gedanken an das super Ergebnis pushte ich mich von einer Kilometertafel zur nächsten. Den letzten Kilometer versuchte ich dann nur noch zu genießen. Es waren so viele Menschen entlang der Dorfstraße in Pertisau, die einen anfeuerten – das muss man aufnehmen. Dann endlich nach 4:44:5 Stunden kam ich im Ziel an – und war überglücklich!“, lautet Elias Resümee nach seiner beeindruckenden Leistung.

Happy.
Elias Feineler (2.v.r.) freute sich sehr über seinen fünften Gesamtrang beim 11. Karwendelmarsch. Foto: Agnes Kestler

Abkühlung nach dem langen Lauf genoss er dann in den Fluten des Achensees. „Nach einem Eis, Nudeln und einer Massage im Zielbereich fühlte ich mich schon wieder ganz gut und freute mich auf die Siegerehrung“, so Elias Feineler abschließend. Die RUNDSCHAU gratuliert Elias zu diesem hervorragenden Erfolg.