Badesee-Saison

Derzeit steppt am Mieminger Badesee ja nicht gerade der Bär, wen wundert‘s auch im November. Bald werden aber, durch den sehr niedrigen Wasserstand begünstigt, umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der weit über den Bezirk hinaus beliebten Anlage beginnen. RS-Foto: Bundschuh

Attraktivierung des Badesees Mieming

Am Mieminger Badesee wird es in den kommenden Wochen rund gehen. Gemeint ist damit aber nicht etwa ein Badeboom nach dem Motto „Verkühle dich täglich“, sondern umfangreiche Maßnahmen, um den See und das umgebende Gelände noch attraktiver zu gestalten.

Von Peter Bundschuh

Vorgesehen sind ein Investitionsvolumen von 405.000 Euro und ein Zeitrahmen von zwei Monaten, um einen Spielplatz samt Kleinkinderbucht, Abenteuerbrücke mit Sprungplattform und eine Kneippanlage zu errichten. Der Mieminger Badesee ist auf 860 Metern Seehöhe gelegen und umfasst 2,4 Hektar Wasserfläche bei einer maximalen Tiefe von bis zu 3,5 Metern. Der See wurde im letzten Jahr ausgebaggert und revitalisiert. Die Anlage auf einem ehemaligen Feuchtgebiet ist seit den 80er Jahren in Betrieb und wird an Spitzentagen von bis zu 3000 Badegästen besucht.

Weit mehr als nur „plantschen“.

Obmann der Betriebsgemeinschaft Badesee Mieming Martin Kapeller und Bürgermeister Franz Dengg im Mediengespräch: „Es handelt sich ja nicht nur um einen Badeplatz, sondern das Gelände steht als Naherholungsbereich das ganze Jahr über kostenlos der Bevölkerung des Plateaus, der Region und unseren Feriengästen zur Verfügung. Beispielsweise ist die Nutzung der Kneippanlage samt Barfußweg nicht unbedingt wetterabhängig. Bei entsprechenden Verhältnissen dient der See auch als gefragter Natureislaufplatz. Lediglich in den drei Sommermonaten Juni, Juli und August wird von der Betriebsgemeinschaft eine Eintrittsgebühr eingehoben, die Parkplätze sind auch dann kostenlos und der Restaurantbetrieb ,Leuchtturm‘ rundet das Angebot ab.“ Die Erweiterung der Möglichkeiten am und um den See soll natürlich auch ein Besucherplus einspielen und die finanziellen Abgänge verringern. Ein „G’schäft“ sind Einrichtungen wie Badeseen oder Freischwimmbäder für Gemeinden nie, ist sich die Mieminger Dorfregierung einig. Um die Finanzierung „stemmen“ zu können, holte sich die Betriebsgemeinschaft Badesee Mieming unter Obmann Vizebürgermeister Martin Kapeller und Geschäftsführer Manfred Krug Partner mit an Bord. Regionalmanagement Bezirk Imst, Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer, Gemeinde Mieming und die Gastronomie vor Ort unterstützen das Projekt. Projektiert und ausgeführt werden die Arbeiten durch die Firma „SunKid“.

Die Schlagworte für Appetit auf Sommer.

Eine Blitzlichtbeschreibung der einzelnen Projektteile könnte etwa so lauten: Erlebnisspielplatz heißt Flora, Fauna, Erholung und spielerisches Lernen. Für die Abenteuerbrücke stehen Aktivität, Wasserspaß, Energie und Interaktion. Die Kneippstation soll zu Entspannung, Erholung, Gesundheit und Energiefluss beitragen. Die Bucht für die Kleinsten mit durchgehend geringer Wassertiefe bringt Spaß für die Kinder und Sicherheit für Begleiter.

Um eine knappe halbe Million Euro „stemmen“ zu können braucht es Zusammenarbeit. Betriebsgemeinschaft-Obmann Vizebürgermeister Martin Kapeller und Geschäftsführer Manfred Krug holten sich Partner mit an Bord. Regionalmanagement Bezirk Imst, Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer, Gemeinde Mieming und die Gastronomie vor Ort unterstützen das Projekt. Projektiert und ausgeführt werden die Arbeiten durch die Firma „SunKid“. Im Bild: Betriebsgemeinschaft-Obmann Vizebürgermeister Martin Kapeller, Betriebsgemeinschaft-Geschäftsführer Manfred Krug und Bürgermeister Franz Dengg (v.l.). RS-Foto: Bundschuh
Der Fisch-Erlebnisspielplatz: Drei in die Flossen integrierte Schaukeln, der Weg durch das Innere des Fisches bis in über sechs Meter Höhe und die in die Schwanzflosse integrierte Breitrutsche garantieren absoluten Spaß. RS-Repro: Bundschuh

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