Bahnhofumbau in Seefeld liegt im Zeitplan

So wird der Bahnhof aussehen, wenn Ende November die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Bürgermeister Werner Frießer spricht von einem „Lottosechser“, den die ÖBB Seefeld beschert haben. Visualisierung: ÖBB /stoll.wagner architekten

Schienenersatzverkehr wegen Streckensperre zwischen Innsbruck und Mittenwald vom 16. Juni bis 9. Juli

Der Bahnhof in Seefeld wird derzeit umgebaut, um fit für die Nordische WM zu sein, die  in rund acht Monaten am Plateau über die Bühne geht. Wegen der Baumaßnahmen wird es vom 16. Juni bis 9. Juli zwischen Innsbruck-Hauptbahnhof und Mittenwald eine Streckensperre geben. In Seefeld werden auch die Eisenbahnkreuzungen Reitherspitzstraße (15. Juni bis 8. Juli) und Andreas-Hofer-Straße (8. Juni bis 15. Juli) umgebaut. 

Rund 150.000 Besucher werden die Nordic-WM live vor Ort miterleben. Viele davon werden sich für die An- und Rückreise mit den ÖBB entscheiden und erwarten auch bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung moderne und komfortable Verkehrsangebote sowie einen attraktiven, kundenfreundlichen und barrierefreien Zugang zum öffentlichen Verkehr. Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, wird der auf 1.200 Meter Seehöhe gelegene Bahnhof Seefeld derzeit „WM-fit“ gemacht. Bis November wird der denkmalgeschützte Bahnhof so umgebaut, dass er den höchsten Ansprüchen des nationalen und internationalen Publikums gerecht wird.  Die Arbeiten am WM-Bahnhof Seefeld werden, wie in einem exakt aufeinander abgestimmten Fahrplan, Takt für Takt, abgearbeitet. „Bereits Mitte November vergangenen Jahres  wurde der neue Busterminal mit Platz für bis zu fünf Busse, samt Standplätze für Taxis, Kurzparkzonen für PKW und Plätze für Hoteltaxis in Betrieb genommen. „Während der bevorstehenden Bauphase von 16. Juni bis 9. Juli werden wichtige Arbeiten an den Gleisanlagen, am Oberbau sowie an der Oberleitung durchgeführt. Zudem werden der Personentunnel unter Gleis vier, der Bahnsteig drei sowie die bisherige Wartekoje abgetragen. Von 15. bis 18. Juni sind jeweils  in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr Nachtarbeiten vorgesehen. Von 21. bis 26. Juni  werden der Gleisschotter und der Unterbau von Gleis 4 in 24 Stunden-Schichten abgetragen. Zudem kommen mehrere Großbaugeräte zum Einsatz“, schildert Christian Wieser, Regionalleiter West der ÖBB-Infrastruktur AG, SAE West. Die ÖBB bitten die Anrainer und Bahnkunden um Verständnis, dass es in dieser Zeit im Umfeld der Bahnhofsbaustelle zu einem erhöhten Lärmaufkommen kommen wird. Wichtiger Hinweis in diesem Zusammenhang: Im gesamten Streckenverlauf ist jederzeit mit Schienenverkehr durch Baufahrzeuge zu rechnen. Das Betreten der Gleisanlagen ist daher lebensgefährlich und verboten. Auch an Eisenbahnkreuzungen ist weiterhin mit normalem Zugbetrieb zu rechnen.

SPERRE EISENBAHNKREUZUNGEN. Auch die beiden Eisenbahnkreuzungen Reitherspitzstraße (15. Juni bis 8. Juli) und Andreas-Hofer-Straße (8. Juni bis 15. Juli) müssen gesperrt werden. „Während der Sperre führen die ÖBB die notwendigen Arbeiten an den beiden Verkehrskreuzungspunkten durch. Die barrierefreie Gleisquerung erfolgt in diesem Zeitraum im Bereich der Münchner Straße. Ein provisorischer Übergang als Ortsverbindung ist über das Gleis vier und durch den neuen Personentunnel im Bereich des Schulweges vorgesehen“, erläutert Bürgermeister Werner Frießer die geänderte Wegeleitung während der Bauarbeiten. „Der Umbau des Bahnhofes Seefeld ist in insgesamt drei Hauptbauphasen gegliedert. Die Arbeiten werden mit Ausnahme der Sperren bei laufendem Betrieb durchgeführt. Mein Dank gilt dem gesamten Team, dass wir mit diesem Großprojekt exakt im Zeitplan liegen“, so Regionalleiter Christian Wieser.

STRECKENSPERRE. Aufgrund der Bauarbeiten muss die Bahnstrecke zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und Bahnhof Mittenwald im Zeitraum von Samstag, 16. Juni (01:00 Uhr) bis Montag, 9. Juli 2018 (03:00 Uhr) gesperrt. Alle Züge zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und Bahnhof Seefeld in Tirol sowie weiter nach Scharnitz und Mittenwald DB, werden während der Dauer der Sperre durch Busse ersetzt. Für den Schienenersatzverkehr gibt es Haltestellen, die aufgrund der Topografie teilweise nicht direkt an den Bahnhöfen, sondern an nahegelegenen Punkten entlang der Durchzugsstraßen situiert sind. Die Kunden werden ersucht, auf die geänderten Abfahrts- und Ankunftshaltestellen zu achten. Zudem sind längere Busfahrzeiten in die Reiseplanung einzurechnen. Zwischen Zirl Gemeindeamt und Bahnhof Hochzirl bzw. Krankenhaus Hochzirl sorgt ein Shuttle-Verkehr für die Mobilität der Reisenden. Informationen zum Schienenersatzverkehr online in der Fahrplanauskunft Scotty unter www.oebb.at und auf den Bahnhöfen und Haltestellen der Karwendelbahnstrecke. Die ÖBB bitten ihre Kunden um Verständnis.

OMBUDSFRAU. Die ÖBB haben großes Interesse, alle Arbeiten in bestmöglicher Abstimmung mit Fahrgästen und Anrainer auszuführen. Als Ergänzung zu den bestehenden Servicestellen der ÖBB-Infrastruktur AG sowie des ÖBB-Personenverkehrs wurde für die Baustelle in Seefeld eine eigene Ombudsstelle eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0664 2134 567 oder der E-Mail-Adresse ombud.seefeld@oebb.at können Anrainer direkt Kontakt mit Ombudsfrau Heidi Schuster-Burda aufnehmen.

Lokalaugenschein: V.l. Bgm. Werner Frießer, Christian Wieser (Regionalleiter West ÖBB-Infrastruktur), Stefanie Kotter (ÖBB-Projektmanagement), Günter Oberhauser (ÖBB-Infrastruktur). RS-Foto: Schnöll