Basis – eine Stärkung des sozialen Netzes im Außerfern

BASIS-Obfrau Claudia Henn-Meßmer (l.) und Geschäftsführerin Evelyn Mages freuten sich über die vielen BesucherInnen. Zusammen wollte man das in 20 Jahren Erreichte feiern. RS-Foto: Claus

Regionale Familienberatung – ein beeindruckendes Erfolgsmodell

20 Jahre Basis – 20 Jahre Frauenservice und Familienberatung Außerfern – ein Grund zum Feiern? Mit einem Blick auf die Bilanz der in zwei Jahrzehnten geleisteten Arbeit können die Verantwortlichen sehr stolz sein und sie feierten in der Dengelgalerie zu Recht dieses Jubiläum.

Und sie feierten nicht nur sich selbst, sondern zusammen mit vielen Freunden, Unterstützern und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Mit einem lockeren und abwechslungsreichen Rahmenprogramm war für Abwechslung gesorgt, jedoch genügend Zeit sich untereinander auszutauschen, über Vergangenes zu plauschen und über Zukünftiges zu diskutieren.

Rückschau. Nach einer kurzen Begrüßung durch Obfrau Claudia Henn-Meßmer unternahm Geschäftsführerin Evelyn Mages einen Streifzug durch die abgelaufenen Jahre, die zwar nicht immer einfach, aber meist erfolgreich waren. Anfang 1997 fanden sich engagierte Außerfernerinnen, die in der Region besondere Akzente weiblicher Lebenswelten setzen wollten. So entstand das Konzept einer arbeitsmarkt- und sozialpädagogisch/sozialpsychologischen orientierten Einrichtung, in der die wesentlichen Elemente beruflicher und persönlicher Gestaltung, Entfaltung und Festigung individueller Lebensplanung die erforderliche Beachtung finden sollten. Am 21. Mai war es soweit. Basis, das einzige und bis heute unabhängigen Frauenzentrum im Außerfern wurde gegründet und hat sich im Laufe der Jahre zu einem nicht mehr wegzudenkenden Beratungs-, Informations-, Kommunikations- und Genderkompetenzzentrum entwickelt.

Frauenspezifisch. In der Gründungsphase waren es frauenspezifische Fragen, die, speziell für das Außerfern, zu beantworten waren. Verbesserung der Arbeit- und Erwerbssituation der Frauen, Benachteiligungen bei Projekten sowie die Bewältigung des Spagats zwischen frauenpolitischer „Zwangsbeglückung“ und absolut notwendiger Bewusstseinsarbeit bzw. konkreten Angeboten. „Nicht immer war es einfach, es gab auch Widerstände, die teilweise durchaus vehement waren“, sagte Mages und fügte hinzu: „Darüber können wir heute nur müde lächeln, denn all dies ist Geschichte und mittlerweile bedeutungslos.“

Zahlen sprechen für sich. Nach 20 Jahren, in denen 20.000 Beratungsstunden durchgeführt und rund 5500 Besucher-
Innen bei Bildungsveranstaltungen gezählt wurden, werde mit diesen Zahlen die Daseinsberechtigung von  Basis eindrucksvoll belegt. „Ja, es braucht uns und die anderen themenspezifischen Einrichtungen mehr denn je. Der gesellschaftspolitischen Rolle rückwärts halten wir unser Wissen, unsere fachliche Kompetenz, unsere Erfahrung und unser konkretes Handeln sowie Empathie unbeugsam entgegen“, betonte Mages.

Dicke Haut und breiter Buckel. Die Glückwünsche der Marktgemeinde überbrachte Gemeinderat und REA-Geschäftsführer Günter Salchner, der einen Moment des Innehaltens empfahl, um Bilanz zu ziehen. Er erinnerte an die Zeit der Aufbruchstimmung vor 20 Jahren und die nötige Euphorie, sich jeden Tag beweisen zu müssen. „Ihr habt in euren Gründerjahren eine dicke Haut und einen breiten Buckel gebraucht, um in der Politik Gehör und damit Wege zur Finanzierung zu finden“, stellte er fest. Basis habe es geschafft, mit Inspiration, Ausdauer und Glauben an die Sache manchen Tiefstand wegzustecken und Mut zum Weitermachen zu fassen. Damit habe sich diese Institution unverzichtbar für die Marktgemeinde und die Region gemacht.   Mit einem geschmackvollen Buffet, musikalisch umrahmt von Astrid Schmitz (Percussion) und Renate Bähne (Monocord und Hang) und vielen Gesprächen fand der Abend seinen harmonischen Ausklang.

Von Uwe Claus

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.