Beschlossene Sache

Präsentieren die freudige Nachricht: Simone Reimair (regioL) und Norbert Zangerl (Leiter Jugendtreff Landeck) RS-Foto: Tiefenbacher

Ausweitung der Mobilen Jugendarbeit in Landeck wird mit Leader-Mitteln gefördert

Nun ist es beschlossene Sache: Die Ausweitung der Mobilen Jugendarbeit in Landeck wurde vom Entscheidungsgremium in der letzten Leader-Sitzung des Regionalmanagements für den Bezirk Landeck „regioL“ als eines von sieben Projekten beschlossen.

Der Beschluss beinhaltet im Wesentlichen zwei Punkte: Es erfolgt erstens eine Aufstockung der personellen Ressourcen für Mobile Jugendarbeit (Kurzbezeichnung: MoJa). Genau heißt das: Die Betreuungszeit wird um 26 Wochenstunden auf 46 aufgestockt und folglich wird das MoJa-Team um eine Person erweitert, die mit den 26 Wochenstunden ausschließlich in der Mobilen Jugendarbeit tätig ist. Eingestellt wird diese zusätzliche Arbeitskraft am 1. September 2016. Ab diesem Tag läuft dieses Projekt. Es dauert drei Jahre und wird über Leader (eine von EU, Bund und Ländern kofinanzierte Fördermaßnahme für den ländlichen Raum) mit 85 Prozent gefördert. Das Projektvolumen beträgt 121.500 Euro. Zweitens werden vier Wochenstunden für die Vernetzung der sieben Jugendzentren im Bezirk Landeck (Landeck, St. Anton, Serfaus, Kappl, Galtür, -Ischgl und Pfunds) genehmigt. Dabei werden sich zum einen Jugendleiter regelmäßig zu gemeinsamen Fortbildungen wie Gewalt- und Suchtprävention treffen, zum anderen wird den Jugendlichen ermög-licht, sich über die Gemeindegrenzen hinweg bei diversen Veranstaltungen wie einem Besuch der Nationalparke der Terra-Raetica-Region kennenzulernen.

2010 EINGEFÜHRT. Betreute Jugendarbeit (für 13- bis 20-Jährige) besteht in Landeck seit Mitte der 90er-Jahre. Der Verein zur Erhaltung des Altwidums Landeck gründete dafür den Jugendtreff „L. A. Jump in“. Anfang 2010 wurde mit Unterstützung des damaligen Bürgermeis-ters Bertl Stenico die „Mobile Jugendarbeit“ eingeführt. Dies machte eine Aufstockung der Betreuungsstunden um 20 auf insgesamt 84 Wochenstunden notwendig. Die Personalkosten teilten sich die Stadt Landeck und das Land Tirol. Seither sind zwei Sozialpädagoginnen (MoJa-Team) dreimal wöchentlich auf öffentlichen Plätzen in Landeck wie Parks, Straßen, Spielplätze etc. zu sehen, wo sie offene Jugendarbeit leisten. Unter dem Begriff „Jugendarbeit“ versteht man in diesem Fall, den Jugendlichen ein offenes Ohr und eine helfende Hand zu bieten, in welchem Lebensbereich auch immer. Die Beschäftigungspalette ist breit: sie reicht von pubertären, familiären und schulischen Schwierigkeiten bis zur Begleitung und Hilfe bei Behördengängen. Zugleich ist das MoJa-Team auch Sprachrohr der Jugendlichen gegenüber der Regionalpolitik. Und, wenn es zu Konflikten zwischen Jugendlichen und Anrainern kommt, ist dessen Vermittlungsgeschick gefragt.

BEFÜRWORTET. Der Landecker Stadtrat unter Führung von Bgm. Dr. Wolfgang Jörg befürwortete den vom Verein zur Erhaltung des Altwidums Landeck gestellten Erweiterungsantrag. Dass das MoJa-Team zukünftig an fünf Wochentagen im Stadtgebiet präsent sein wird, ist ein Vorteil, der sich daraus ergibt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Betreuungszeit bis in den Abend hinein ausgeweitet werden kann. Nicht realisiert werden kann derzeit noch die räumliche Trennung von mobiler und einrichtungsgebundener Jugendarbeit. Die ins Auge gefassten Lokalitäten dafür waren wie bereits berichtet zu teuer. Man ist noch auf der Suche nach einer günstigeren Unterkunft im Stadtbereich.

Von Herbert Tiefenbacher

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