Big Band

Die Bigband Außerfern hatte anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens einen beeindruckenden Auftritt im Kulturhaus Pflach. RS-Fotos: Claus

Großartige Musik im Kulturhaus

Im Kulturhaus Pflach wurde 2009 die Grundlage für die BigBand Außerfern im Rahmen eines Workshops mit Konzert gelegt. Nach dem Motto „Der Täter oder besser gesagt die Täter kehren meist an ihren Tatort zurück“ war es wieder das Kulturhaus in Pflach, in dem die Truppe um Andreas Kopeinig am Samstagabend ihr kleines Jubiläum feierte.

Von Uwe Claus

Äußerer Anlass war die 30. Außerferner Kulturinitiative, in deren Rahmen das Jubiläumskonzert stattfand.n Obfrau Veronika Kunz-Radolf outete sich in ihrer kurzen Begrüßung als Bigband-Fan und freute sich zusammen mit Bandleader Andreas Kopeinig über den guten Zuspruch, denn die Reihen waren gut gefüllt.
Schon der Einstieg der 25 Musikerinnen und Musiker mit „Jumpin` at the Woodside“, einem Klassiker aus dem Repertoire des Swing, war so richtig nach dem Geschmack der Zuhörer. Es schloss sich eine Eigenkomposition von Andreas Kopeinig – „Good morning sunrise“ – an, eine ursprünglich für Jazztrios geschriebene Komposition, sie wurde später für Bigbands umgeschrieben. Kopeinig, der auch als Moderator durch das Konzert führte, freute sich besonders, dass sich einige frühere musikalische Weggefährten an diesem Abend mit einbrachten. Und es war offensichtlich, dass den Bandmitgliedern dieser Abend Spaß machte und die Präsentation eines musikalischen Querschnitts durch die letzten zehn Jahre für alle etwas Besonderes war.
Weiter ging es mit „Li’l Darlin“, das Neal Hefti für die Count Basie Bigband 1957 komponiert hatte – den Solopart spielte Jörg Franke mit dem Flügelhorn. Es folgte die Titelmelodie aus dem James Bond Film „Skyfall“ mit Sängerin Paula Hosp, die die Bigband – ebenso wie Iris Schmid und Jutta Wagener – über die Jahre begleitete. Paula Hosp war es auch, die die nächste Nummer „You are the Sunshine of my Life“, eine Komposition von Stevie Wonder, zum Besten gab.
Josef Erich „Joe“ Zawinul (1932–2007) war wohl einer der bedeutendsten österreichischen Jazzmusiker, der die internationale Musikszene mehrere Jahrzehnte mit geprägt hat. Von ihm stammte der Titel „Birdland“, eine Hommage an den New Yorker Jazzclub Birdland, den Zawinul des Öfteren besuchte.
Nach der Pause folgte „Hay Burner“ des legendären Sammy Nestico, wieder für die Count Basie Bigband arrangiert. Mit der aktuellen Sängerin der Bigband Außerfern, Jutta Wagener, und der bekannten Komposition von Duke Ellington „Don’t get around much anymore“ ging es allmählich in die Schlussphase des Abends. Auch „Fly me to the moon“, ein Arrangement mit Jutta Wagener, zusammen mit der Außerferner Bigband, begeisterte das Publikum.
Drei Hip-Hop-Nummern mit Rapper Ham Borowa gaben dem Jubiläumsabend noch einmal einen besonderen Akzent: die Titel „Einen Sommer lang nur tanzen“, „Blaue Flecken“ und „Keine Angst vor Legenden“ mit ihrem sozialkritischen Touch kamen beim Publikum gut an. Das Finale mit den Stimmen von Paula Hosp, Iris Schmid und Jutta Wagener und dem sehr erfolgreichen alten jüdischen Lied „Bei mir bist Du scheen“ bekam noch einmal Standing Ovations und beendete einen abwechslungsreichen Jubiläumsabend.

 

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