„Bin eine Schwarze mit grünen Streifen!“

Die Telfer Vizebürgermeisterin Cornelia Hagele setzt sich für eine gesunde Umwelt und erneuerbare Energien ein, sie bekennt sich aber auch zur Wasserkraft. Das Bild zeigt die VP-Landtagskandidatin bei einer Veranstaltung der Wirtschaftskammer, bei der sie über die Telfer Energieversorgung und Energiepolitik sprach. Foto: MGT/Dietrich

Telfer Vizebürgermeisterin Cornelia Hagele steht auf dem Sprungbrett in den Tiroler Landtag

Der Landesparteivorstand der Tiroler VP hat vergangenen Mittwoch im Anschluss an die Reihungskommissionen die Regionalwahlkreislisten für die Landtagswahl am 25. Februar 2017 einstimmig abgesegnet. Auch die ersten 20 Plätze der Landesliste, die Landesparteiobmann LH Günther Platter als Spitzenkandidat anführt, wurde einstimmig beschlossen. Paukenschlag: Auf der VP-Liste des Bezirkes Innsbruck-Land ist die Telfer Vizebürgermeisterin Cornelia Hagele hinter LR Johannes Tratter an zweiter Stelle gereiht, auf der VP-Landesliste an sechster Stelle. Ein Landtagsmandat scheint ihr damit so gut wie fix zu sein.

„Wir setzen mit unserer Liste ein klares Signal für Stabilität und Verlässlichkeit. Es freut mich, dass sich neben politisch erfahrenen Kräften auch neue, junge Gesichter, die aus den verschiedensten Gesellschafts- und Berufsgruppen kommen, um ein Mandat bewerben. Zuvor heißt es jedoch, mit vollem Einsatz für unser Land und die Menschen zu arbeiten. Ich habe immer betont, dass 2017 für uns ein Arbeits- und kein Wahljahr ist. Dafür wurden wir von den Tirolerinnen und Tirolern gewählt und daran werden wir uns halten“, betonte VP-Landesparteiobmann LH Günther Platter und wies darauf hin, dass aus eben diesen Gründen der Wahlauftakt der Tiroler Volkspartei, der zugleich auch Landesparteitag sein wird, erst am 27. Januar stattfinden wird. „Vier Wochen Wahlkampf sind definitiv genug“, so Platter.

ABKOMMEN SOLL FAIREN WAHLKAMPF SICHERSTELLEN. Um Dirty-Campaigning und die Verbreitung von „Fake-News“ wie bei der Nationalratswahl von vornherein zu verhindern, lädt VP-Landesparteiobmann LH Günther Platter alle im Landtag vertretenen Parteien zum Abschluss eines Fairnessabkommens ein: „Die unsäglichen Vorgänge bei der vergangenen Nationalratswahl haben die gesamte Politik in Misskredit gebracht und beschädigt. Das darf sich nicht wiederholen!“ Wie bereits bei der Nationalratswahl kommt auch bei der Landtagswahl die stärkere Gewichtung der Vorzugsstimmen zur Anwendung. Um solche wird in den kommenden Wochen auch Cornelia Hagele kämpfen müssen, die auf der VP-Bezirksliste Innsbruck-Land hinter LR Johannes Tratter an zweiter Stelle rangiert und auf der VP-Landesliste an sechster Stelle gereiht ist. Mit Florian Riedl (3), Thomas Schweigl (5) und Anneliese Junker (6)  finden sich auf der VP-Bezirksliste landespolitisch äußerst erfahrene Mitbewerber. „Die Ausgangslage für ein Landtagsmandat ist für mich nicht schlecht, aber eine ‚g´mahte Wiesn‘ ist es nicht. Es wird ein Vorzugsstimmenwahlkampf, den ich natürlich gerne annehme“, erklärt Hagele gegenüber der RUNDSCHAU. Sie ist  in Telfs 1. Vizebürgermeisterin und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Energie und Landwirtschaft, ihr Listenchef (Wir für Telfs) ist Bürgermeister Christian Härting. Er hat der Landtagskandidatin bereits seine volle Unterstützung beim Rennen um Vorzugsstimmen zugesichert. Hagele will sich im Landtag besonders für ein konstruktives Miteinander von Wirtschaft, Tourismus und Umwelt einsetzen. „Wir leben von der Wirtschaft und vom Tourismus und brauchen auch eine gesunde Umwelt. Alles verhindern kann man nicht. Ich bin für erneuerbare Energien, bekenne mich aber auch zur Wasserkraft. Zum Beispiel zu einem Innkraftwerk bei Telfs. Dieses Projekt sollte nochmals neu aufgerollt werden“, sagt Cornelia Hagele. Schlusssatz: „Ich bin halt eine Schwarze mit grünen Streifen!“

Mag. Cornelia Hagele ist auf dem Weg in die Landespolitik. Foto: Berhard Stelzl