Bluten für die Allgemeinheit

Das Team der Imster Rotkreuz-Ortsstelle freute sich sichtlich über die Besucher und das Interesse an ihrer Arbeit. RS-Foto: Burger

Rotes Kreuz Imst: Tag der offenen Tür stand unter dem Zeichen „Helfen“

Zum Tag der offenen Tür lud die Ortsstelle der Rettung Imst am vergangenen Samstag ein. Viele folgten der Einladung – auch aus dem uneigennützigen Grund, mit einer Blutspende anderen zu helfen. Neben der Rettungsstelle waren noch andere Einsatzorganisationen vor Ort. Auch das Kinderprogramm und die kulinarische Versorgung machten den Tag trotz Regen zu einer gelungenen Veranstaltung.

Von Mel Burger

Die Rotkreuz-Ortsstelle Imst lud alle Interessierten von Alt bis Jung zum Tag der offenen Tür ein. Man durfte sich das Gebäude der Ortsstelle anschauen, bekam zu den verschiedensten Gerätschaften, Fahrzeugen und zum Spezialequipment Auskunft und durfte es auch selbst ausprobieren. Die Interessierten konnten zum Beispiel auch fest vorgeschriebene Einsatzboxen wie das Medizinische Großunfall-Set (MeGus) kennenlernen und informierten sich über die Wichtigkeit von Ordnung und Genauigkeit.

Nachwuchs.

Wichtig für den Rettungsdienst im Allgemeinen ist auch die Gewinnung von neuen Anwärtern. Die Ausbildung wird über das Land geregelt und finanziert, aber die Bindung und die Kameradschaft findet man in den Ortsstellen vor Ort. Immer mehr Frauen finden an der Aufgabe als Helfer Freude. Auch die Feuerwehr Imst und das Bundesheer waren mit einem kleinen Beitrag vertreten. Ortsstellenleiter Anton Koler und sein Team waren vor Ort und beantworteten alle Fragen. Auch um ein Kinderprogramm und die kulinarische Versorgung wurde sich gekümmert.

Helfen.

Die Blutspende-Aktion in den oberen Räumlichkeiten der Ortsstelle fand ebenfalls reges Interesse. Es kamen 291 Spender, was die Zahlen von früheren Aktionen weit übertrifft. Wie so oft kommt es in den Sommermonaten ab und an zu Engpässen bei Blutkonserven – so war man froh, an diesem Samstag mit vielen freiwilligen Spendern ein positives Zeichen zu setzen. Das 18-köpfige Blutspende-Team hatte alle Hände voll zu tun. Wie wichtig die Versorgung mit Blut ist, wird durch die tirolweiten Zahlen belegt. Alle 90 Sekunden wird in Tirol in Spitzenmonaten eine Blutkonserve gebraucht, insgesamt sind es 42000 Stück pro Jahr. Für gewöhnlich lagern in der Blutbank Innsbruck 1200 Blutkonserven. In sehr warmen Monaten und in der Urlaubszeit gehen diese auf etwa 900 Blutkonserven zurück, was dann nur mehr für fünf bis sechs Tage reichen kann. Ungefähr fünf Prozent der Tiroler spenden regelmäßig Blut und zählen so europaweit zu den fleißigsten Blutspendern. So wurde der Samstag in der Ortstelle Imst nicht nur ein schöner Ausflug für Familien, die das Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene nutzen, sondern auch ein weiterer wichtiger Termin zum Wohle der Allgemeinheit.

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