Continental Cup – Schanzen für Chancen

Großes Talent: Philipp Aschenwald, 22 Jahre jung und aus dem Zillertal, zeigte auf der Stamser Brunnentalschanze in beiden Bewerben gewaltig auf. Gold am Samstag, Silber am Sonntag. RS-Foto: Bundschuh

Die beiden internationalen Stamser Brunnentalschanze-Mattenspringen standen unter rot-weiß-rotem Glücksstern

Beide Sprungtage zeigten sich aus österreichischer Sicht höchst erfreulich. Am ersten Tag hieß es Gold für Philipp Aschenwald, Silber für Stefan Kraft und Bronze für Clemens Aigner. Insgesamt sieben ÖSV-Athleten unter den ersten Zehn. Am Sonntag setzte sich die Erfolgsserie fort. Nur der Schweizer Killian Peier sprang den österreichischen Adlern davon. Zweiter wurde Philipp Aschenwald, gefolgt von Daniel Huber. Nummer vier Clemens Aigner, Fünfter Michael Hayboeck und am sechsten Platz Gregor Schlierenzauer. Andreas Kofler rundete die „Starparade der großen Zehn“ ab. Mannschaftlich sehr stark der SV Innsbruck-Bergisel-Tirol.

Von Peter Bundschuh

Es waren „Kaiserwettertage“ an der Stamser Brunnentalschanze und im Anschluss an die Siegerehrung kam bei den zahlreichen Fans und Besuchern so etwas wie Volksfeststimmung bei Speis und Trank auf. Betreut wurden die beiden voneinander getrennten Sprunglaufveranstaltungen des Wochenendes vom Verein Brunnentalschanze. Zur Organisation unter Präsident Alfred Raich kann man nur sagen: Alles zügig durchgeführt und perfekt gelaufen auf der Hill Size-115 Meter-Schanze.

Continental Cup.

Der FIS-Continental Cup-Ski-Jumping ist so etwas wie das Tor zur Weltspitze. In Stams nahmen 14 sprungstarke Nationen aus Europa und Nordamerika an den Ausscheidungen teil, es war also alles eher als ein „österreichisches Heimspiel“. Das hervorragende Abschneiden der ÖSV-Adler gewinnt dadurch einen hohen Stellenwert. Der Cup wird als Sommercup und Wintercup veranstaltet, wobei die Sommerserie von Juli bis September an acht Schanzen in Europa stattfindet. Ein auch mehrfacher Springerwechsel in einer Saison zwischen Springing-Continental-Cup (COC) und Weltcup ist gängig. Die Bezeichnung der zweithöchsten Wettkampfklasse als B-Weltcup ist zwar unrichtig, trifft seine hohe Wertigkeit aber recht gut. Übrigens, der letzte österreichische Sommercup-Sieger hieß 2008 Daniel Lackner. 2010 wurde Andreas Stolz dritter und 2012 holte Wolfgang Loitzl Silber in die Alpenrepublik.

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