Das Außerfern braucht seine Fachkräfte

Sie kämpfen für einen Verbleib des Fachkräftestipendiums: Dr. Stephan Bertel (FSG Tirol Vorsitzender), Christoph Scheiber (BRV Plansee und FSG AK-Kammerrat), Roland Weirather (BRV Plansee) und Mario Strigl (BRV Schretter und FSG Vorsitzender Außerfern) (v.l.). Foto: FSG Tirol

FSG-Gewerkschafter für Verbleib des Fachkräftestipendiums im Bezirk

Das Fachkräftestipendium, eine für den Bezirk Reutte wesentliche Weiterbildungsmaßnahme, wird aufgrund von Sparmaßnahmen mit Ende 2018 eingestellt. 

„Das Fachkräftestipendium muss bleiben, es sorgt für eine nachhaltige Sicherung von gut ausgebildetem Personal im Außerfern!“, appelliert Christoph Scheiber, Betriebsratsvorsitzender der Angestellten bei Plansee. Gerade jetzt, wo neben dem Technikkolleg (IKA) das Ausbildungsangebot mit der HTL im Bezirk Reutte verbreitert wird, wäre das Aus für das Fachkräftestipendium mit 31. Dezember mehr als ein herber Rückschlag.

Weiterführung gefordert.

„Eine gute und fundierte Aus- und Weiterbildung ist das A und O in der heutigen Zeit. Das Außerfern mit seiner starken Industrie profitiert sozusagen doppelt.“
Auch Roland Weirather, Plansee-Betriebsratsvorsitzender im Arbeiterbereich, unterstützt seinen Kollegen: „Unsere Jungfacharbeiter nützen vielfach die Möglichkeit, mittels Bildungskarenz und dem anschließenden Fachkräftestipendium das IKA zu besuchen. Der Wirtschaftsstandort profitiert maßgeblich von technisch versierten und bestens ausgebildeten Mitarbeitern, sie sind das wahre Kapital jeder Firma!“
Das Fachkräftestipendium gilt vor allem als Förderinstrument für gering- und mittelqualifizierte Arbeitnehmer.

Seitentäler anbinden.

Für bessere Verkehrsanbindungen treten Stephan Bertel, Tirols Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG), und Mario Strigl, FSG-Vorsitzender Oberland und Außerfern ein. „Bessere Öffi-Anbindungen der Seitentäler an Reutte sind unerlässlich! Der Individualverkehr nimmt horrende Ausmaße an – oft bleibt den Arbeitnehmern aber keine andere Möglichkeit als die Benutzung des eigenen Pkws. Die Verkehrsanbindungen sind entweder einfach ungenügend, die Taktung zu unpraktikabel oder man kommt schlichtweg nach einem späteren Dienstende nicht mehr nach Hause. Daher fordern wir einen besseren Ausbau des regionalen Verkehrsnetzes.“