Das goldene Steak

Liebe Freunde peinlicher Eskapaden von Prominenten!

Sportler, Musiker, Schauspieler und andere Menschen, die Spitzenleistungen erbringen, werden von uns bewundert. Oft sogar als Vorbild für unser eigenes Leben glorifiziert. Daher erwarten wir uns von den Stars, dass sie ein bisschen so sind wie wir. Ganz normal. Fleißig. Und anständig. Doch leider bestätigen auch bei den Idolen die Ausnahmen die Regel. Wer die Klatschspalten der Zeitungen verfolgt, der weiß: Auch die Prominenten haben Probleme. Rosenkriege, Drogen, Alkohol und andere Exzesse bestätigen alles andere als die von uns ersehnte heile Welt. Den echten Fans tut das irgendwie weh. Andere wiederum trösten sich mit solchen Geschichten über eigene Nachteile hinweg. Und so mancher genießt die Fehltritte der Idole mit echter Schadenfreude. Mir persönlich ist das in aller Regel ziemlich wurscht. Außer die jeweilige Story ist dermaßen schräg, dass ich mich zwangsläufig humoristisch damit beschäftigen muss. Eine solche lieferte jüngst der Fußballer des FC Bayern München, Franck Ribéry. Er verspeiste während seines Urlaubs in Dubai ein mit 24 Karat Blattgold veredeltes Rib-Eye-Steak. Abgesehen von der Frage, ob so etwas wirklich gut schmeckt, und der Tatsache, dass das Ding einen Marktwert von 1.200 Euro aufwies, stellte der Ballkünstler auch noch provokant ein Foto dieses dekadenten Abendmahles in die sozialen Netzwerke. Was verständlicherweise auf Unmut stieß. Statt spätestens jetzt seinen Fehler einzusehen, legte der Kicker nach und beschimpfte alle seine Kritiker mit übelsten Worten unter der Gürtellinie. Tagelang war für Schlagzeilen gesorgt. Die Vereinsführung kommentierte den Fall erst als Privatangelegenheit, verhängte später aber eine hohe Geldstrafe. Die genaue Summe wurde nicht genannt. Für einen, der kolportierte zehn Mille jährlich verdient, wird das verschmerzbar sein. Und ich habe gelernt: Meine Wurstnudeln kommen sicher nicht ins Internet!

Meinhard Eiter

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