Das Jahr mit „Sonarkraft“ beenden

Walzerklänge und 20er-Jahre-Schlager – das Repertoire des Salonorchesters füllte den kurzweiligen Abend mühelos. RS-Fotos: Dorn
Auch Abt German Erd, Pfarrer Alois Oberhuber, Bürgermeister Stefan Weirather und Kulturstadtrat Christoph Stillebacher erfreuten sich am Konzert.

Jahresabschlusskonzert der Stadtgemeinde Imst

 

Den Namen wird man sich merken können – mit dem Orchester „Sonarkraft“ hat die Stadtgemeinde Imst ein ausgesprochen frisches, kräftiges und qualitätsvolles Ensemble engagiert, das das alte Jahr musikalisch gebührend verabschiedete. Neben Walzerklängen stand auch die Musik der 20-Jahre auf dem Programm des heurigen Jahresabschlusskonzerts und Benedikt Melichar bewies, dass er neben dirigieren und Showmaster spielen durchaus auch singen kann.

 

„Alive“, das Motto des heurigen Jahresabschlusskonzerts der Stadt Imst wollte der musikalische Leiter, Benedikt Melichar gleich in doppeltem Sinne verstanden wissen: Zum einen spielte das Orchester ja „live“, zum anderen wurde das Leben an sich gefeiert. Und das mit Walzer, Jazz- und Schlagerklängen: Nach dem ersten Teil, der dank Walzertakten von Johann Strauß Vater und Sohn sowie dem lateinamerikanischen, schwungvollen „Danzon Nr.2“ von Arturo Márquez schon auf flotte Unterhaltungsmusik einstimmte und mit einer vom Publikum mitgesungenen Mixtur aus „Ham kummst“ und „Atemlos durch die Nacht“ beendet wurde, leiteten James Brown, Duke Ellington und Glenn Miller den musikalischen Höhepunkt des Abends ein: Dass die Schlagernummern des bekannten Baritonsängers Max Raabe durchaus nicht einfach nachzusingen sind, hielt Orchesterleiter Melichar nicht davon ab, sich an die Lieder des Deutschen heranzuwagen. Nach den ersten Unsicherheiten bei „Küssen kann man nicht alleine“ wischte der Applaus des Publikums alle Zweifel beiseite und bekräftigte, dass Melichar sich mit seiner Stimme nicht verstecken müsse. Witzig und mit genug Selbstironie beklagte sich der Dirigent, dass kein Schwein ihn anrufe und dass sich Klonen manchmal lohne. Auch der Besuch im Stadtsaal am Jahresende hat sich heuer allemal gelohnt – dank des Witzes, Charmes und der musikalischen Qualität des jugendlichen Salonorchesters „Sonarkraft“.

Von Agnes Dorn

Begeisterung beim Publikum, das tapfer bei Helene Fischer und Seiler und Speer mitsang.

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