Das Maximilianjahr geht ins Finale

Kuratorin Birgit Maier-Ihrenberger, „Burgherr“ Armin Walch, Museumsvereins-Obmann Ernst Hornstein, Autor Richard Lipp sowie Kaiser Maximilian und seine Gattin Bianca Maria Sforza in (v.l.) pflegen das „Gedächtnus“ des Kaisers. RS-Fotos: Gerrmann

Der Kaiser und seine Spuren im Außerfern

 

Er war hier zur Jagd. Er schätzte die wildreichen Wälder und fischreichen Flüsse. Er besuchte die Burg Ehrenberg. Er hinterließ seine Spuren im Außerfern. Man widmet ihm Ausstellungen und pflegt sein „Gedächtnus“ – Kaiser Maximilian I. (1459 bis 1519).

Kaiser Maximilian I. wurde in einer Zeit des Umbruchs geboren. Er war wissbegierig, neugierig, interessiert. Fortschrittlich im Denken, ein bisschen eitel, umtriebig… Überall in seinem großen Reich hinterließ er Spuren. Das 500. Todesjahr des Kaisers  wurde in Tirol zum „Kaiser Maximilian Gedenkjahr“ deklariert.

Wenn Kaiser Maximilian von Innsbruck nach Augsburg reiste, genoss er die Aufenthalte auf Ehrenberg, blieb zur Jagd und ging fischen. Im Außerfern wird sein  „Gedächtnus“ aufrechterhalten und sein Wirken in kulturellen Aktivitäten gezeigt.

Der Historiker Dr. Richard Lipp geht in seinem Buch über Kaiser Maximilian der Frage nach, wie es um dessen „Gedächtnus“ im Außerfern bestellt ist. Er folgt der kaiserlichen Spur durch das Gebiet „extra verren“ – außerhalb des Fern(pass). Kein Kaiser hielt sich öfter im Außerfern auf als Maximilian I. Sein oberster Gebirgsmeister, Kaspar Gramaiser, war Außerferner. Mit dem Pfleger von Ehrenberg, Jörg Gossembrot, der sich um die kaiserlichen Finanzen kümmerte, war Maximilian befreundet.

Im Erlebnismuseum „Dem Ritter auf der Spur“ auf der Ehrenberger Klause ist dem Kaiser ein Ausstellungsraum gewidmet.

Die Kultur-App „1519 Tirol + Maximilian x 10“ lässt sich mit der Kultur-App auf kaiserlichen Spuren durch Reutte wandeln.

Mit Hofstaat und Gefolge  hält der Kaiser samt Gemahlin gar wieder Einzug und Hof bei den Ritterspielen auf Ehrenberg.  Der nächste „Maximilian-Termin“ ist Donnerstag, der 29. August, wenn Dr. Richard Lipp bei seinem Vortrag um 19 Uhr in der Bücherei Reutte die Lebenslinien des Kaisers im Außerfern nachzieht. Kaiser Maximilian bleibt im „Gedächtnus“.