„Das wird echt chillig!“

Gute Laune gibt es bei diesen Hacklern: Mario Pircher, Leonie und Ihsan (v.l.). RS-Foto: Unterpirker

Neue Anlaufstelle für die Jugend in der Malser Straße

 

Kräftig gewerkelt wurde über die Sommerferien in der Malser Straße 24. Dort entsteht derzeit eine neue Anlaufstelle der mobilen Jugendarbeit, die als Erweiterung des Jugendtreffs Landeck dienen soll. Finanziert wird die Anlaufstelle von einer Liechtensteiner Stiftung. Offizielle Eröffnung ist im Spätherbst.

 

Von Albert Unterpirker

 

Ihsan greift zu den Malerfarben und legt unter der Anleitung von Jugendarbeiter Mario Pircher gleich schwungvoll los. Ihsan ist einer von etlichen Jugendlichen, deren Hilfe beim Malen, Möbel-Basteln und Einrichten der neuen Anlaufstelle für die mobile Jugendarbeit ungemein wertvoll ist. Seit den Sommerferien wird in der knapp 70 Quadratmeter großen Wohnung und den verschiedenen Räumlichkeiten, die früher u.a. eine Werbeagentur und eine Physiotherapie beheimatet haben, intensiv gearbeitet. Im Oktober soll eine neue Küche kommen, dann gibt es die inoffizielle Eröffnung. „Die neue Anlaufstelle bietet ein Ergänzungs- und Erweiterungsangebot zum bestehenden Jugendtreff, dient primär Beratungs- und Unterstützungssettings“, sagt Jugendtreff-Leiter Norbert Zangerl, „aber auch, um für die Jugend direkt im Stadtzentrum da sein zu können – sie ist eine absolute Notwendigkeit.“ Seit acht Jahren sei man schon dran, eine Anlaufstelle im Zentrum zu installieren, endgültig ins Rollen kam der Stein aber erst im heurigen Frühjahr. „Das Okay haben wir im Mai vom Jugendausschuss der Stadt Landeck erhalten“, erzählt Zangerl – als feststand, dass die Thoolen-Stiftung mit Sitz in Vaduz das Projekt finanzieren wird. Die „Thoolen Foundation“, wie sie ganz genau heißt, ist eine gemeinnützige Stiftung und unterstützt Projekte und Organisationen in den Bereichen Kinder, Jugendliche und Betagte.

 

CHILLIG. Auf drei Jahre wurde die Anlaufstelle finanziert (Anm.: Miete und Einrichtung), wobei das Finanzierungsprojekt zudem die Bildungsarbeit des Alten Widums umfasst. „Wir haben damals ein Gesamtkonzept eingereicht“, so Mario Pircher. Bezüglich Standort der neuen Anlaufstelle sei immer oberste Priorität gewesen, „dass diese im Stadtzentrum angesiedelt ist“. Nach Begutachtung verschiedener Immobilien in der Malser Straße sollte es dann mit dieser klappen. „Die Lage und die Aufteilung der Wohnung sind super“, so Pircher und Zangerl unisono. Beide möchten in diesem Zuge den Vermietern und mithelfenden Jugendlichen ein „großes Dankeschön“ aussprechen – verläuft doch alles bestens und nach Plan. Derzeit wird fest renoviert und gebastelt. Wie etwa eigene Möbelstücke. „Das wird echt chillig“, nickt die 14-jährige Leonie. Geben wird es neben einem Tischfußballtisch, Dart und Snacks wie erwähnt eine neue Küche, um mit den Jugendlichen ab und zu (nachhaltig und mit regionalen Produkten) kochen zu können. Die Räume sind u.a. in ein Mitarbeiter-Büro und einen Aufenthaltsraum aufgeteilt. Sanitäre Anlagen sind vorhanden. Geöffnet haben wird die neue Anlaufstelle für mobile Jugendarbeit zweimal in der Woche – Dienstag und Freitag – jeweils für drei Stunden. P.S.: Mittelfristig sind weiters „niederschwellige Arbeitsprojekte mit Jugendlichen u.a. mit der Leistungsgemeinschaft Landeck-Zams geplant“, gibt Zangerl einen Ausblick.

 

Chillige Couchmöbel im DIY-Verfahren – die Jungs und Mädels haben es drauf. RS-Foto: Unterpirker
Norbert Zangerl (l.) und Mario Pircher mussten lange kämpfen, jetzt wird die neue Anlaufstelle zum Leben erweckt – dank der Thoolen-Stiftung. RS-Foto: Unterpirker
Das Haus in der Malser Straße 24 – mit der neuen Anlaufstelle. RS-Foto: Unterpirker

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