Der „Ehrenberg Liner“ nimmt im April Fahrt auf

Die Visualisierung zeigt die Talstation des „Ehrenberg Liners“ in der Klause. Visualisierung: Architektur Walch und Partner

Die Erlebniskette der Burgenwelt Ehrenberg wird um ein weiteres Glied erweitert

Was vor 20 Jahren mit einer Vision begann, hat sich längst als touristisches Highlight über die Regionsgrenzen hinaus etabliert. Die Burgenwelt Ehrenberg zählt jährlich zigtausende Besucher (die RUNDSCHAU berichtete). Eine Zahl, die sich mit dem neuen Schrägaufzug weiter steigern wird.

Der „Ehrenberg Liner“, so der Name dieses Schrägaufzugs, wird ab Mitte April das rekonstruierte Hornwerk und die highline 179 barrierefrei erschließen. Damit ist auch bewegungseingeschränkten und älteren Menschen die Möglichkeit geboten, die Attraktionen der Burgenwelt Ehrenberg zu genießen.
Der Verein Burgenwelt Ehrenberg hat es sich zum Ziel gesetzt, den einzigartigen Festungsgürtel Klause-Burgruine Ehrenberg-Schlosskopf-Fort Claudia zu erhalten, zu revitalisieren und erlebbar zu machen. Historie und touristische Highlights verschmelzen zu einer Bühne, die die Welt des Mittelalters und der Barockzeit lebendig, begreifbar und begehbar macht.
Von Norden und Süden kommend, stechen die alten Gemäuer ins Auge. Spektakulär spannt sich die Fußgängerhängebrücke highline 179 über das Tal und verbindet die Elemente miteinander. Von den Ruinen und der Brücke aus bietet sich ein grandioser Blick über den Talkessel von Reutte.

Barrierefrei.
Noch liegt jede Menge Schnee, aber schon in wenigen Wochen können Besucher die Attraktionen der Burgenwelt Ehrenberg bequem mit dem neuen Schrägaufzug erreichen. Foto: Walch/Burgenwelt Ehrenberg

Was fehlte, war die barrierefreie Erschließung. Diese Lücke zu schließen, war die Intention der Unternehmerfamilie Dengg aus Lermoos, die sich entschloss, einen Schrägaufzug zu bauen. Sehr zur Freude von Burgenwelt Ehrenberg-Geschäftsführer Armin Walch.
Investor Franz Dengg erhielt im Juni 2018 von Bgm. Alois Oberer den Genehmigungsbescheid. Wenig später rollten die Bagger an und am 1. August wurde mit den Bauarbeiten begonnen.
Der Schrägaufzug „Ehrenberg Liner“ wird den Höhenunterschied von 110 Metern zwischen der Klause im Tal und dem Hornwerk am Berg in ca. 2,5 Minuten Fahrzeit überwinden. Von der Haltestelle beim Hornwerk wird ein flacher, befestigter Weg direkt zur Dauerausstellung „Angriff und Verteidigung“ im Hornwerk am Schlossanger und zum Eingangsportal der highline 179 führen. Zusätzlich wird mit dem „Ehrenberg Liner“ auch der Fußweg hinauf zur Burgruine Ehrenberg wesentlich verkürzt.
„Burgenwelt Ehrenberg unlimited“ heißt es also noch vor Ostern!

Eckdaten.

Höhenunterschied Berg-Tal 110 Meter, Länge 267 Meter, Aufzugskabine für bis zu 50 Personen, Fahrtdauer ca. 2,5 Minuten, Betriebszeiten ganzjährig. Weitere Informationen unter www.ehrenberg.at