Der Fußball ist zurück

Mario Spiss (rot, Ried) zeigte gegen St. Leonhard Kampfgeist. RS-Fotos: Unterpirker

Saisonautakt für die Mannschaften im Bezirk

 

Die Sommerpause ist vorbei und der Ligabetrieb hat wieder Fahrt aufgenommen. Von der 1. Klasse West bis in die Tirol Liga wird wieder Fußball gespielt, lediglich die 2. Klasse West hat noch nicht gestartet. Wie sind die Mannschaften des Bezirks also in die neue Saison gestartet?

 

Von Benno Flatschacher

 

Bescheidene Ausbeute: SV Luzian Bouvier Zams – SV Fügen 2:3 (2:2)

Drei Spiele, ein Punkt – sicherlich nicht gerade eine zufriedenstellende Zwischenbilanz aus Zammer Sicht. Im zweiten Heimspiel in der Eurogast-Grissemann-Arena musste man sich – trotz engagiertem Auftritt – Aufsteiger Fügen knapp geschlagen geben. Nach dem gewonnenen Punkt zum Saisonauftakt – 0:0 gegen WSG Swarovs-ki Tirol Amateure – reisten die Zammer im Rahmen der „Englischen Woche“ in Runde 2 zum SVI. Eigentlich mit guten Erinnerungen an die Vorsaison – zweimal gewonnen (3:0 bzw. 3:1 auswärts). Doch es kam ziemlich „dick“ für die Haslwanter-Truppe. Nach der Innsbrucker Führung (19.) erwischte es drei Minuten später Defensivstütze Fabian Birschner, musste verletzt runter. Er kam mit einem „blauen Auge“ davon, nicht aber seine Mannschaftskollegen am Platz. Denn der SVI ließ in der Folge nichts anbrennen, schickte die Gäste mit drei Gegentoren zurück ins Oberland. Zu allem Überdruss verlor man auch noch Adrian Siegele (gelb/rot, 90.).

Erste zwei Saisontore zu wenig. Samstagabend empfing man mit dem SV Fügen den Landesliga-Ost-Aufsteiger, der richtig gut in die Meisterschaft (2 Spiele, vier Punkte) gestartet ist. In Abwesenheit von Coach Haslwanter betreute der sportliche Leiter des SV Zams, Walter Haid, die Jungs, ebenfalls an der Seitenlinie angefeuert vom verletzt pausierenden Birschner. Sie sahen einen Start nach Maß: Erste Minute, erste Offensivaktion, erstes Meisterschaftstor nach 180 torlosen Minuten – Julian Platter! In der Folge entwickelte sich ein abwechslungsreiches Match, erste Halbzeit glich fast einem offenen Schlagabtausch vor 300 Zuschauern. Die Zillertaler kreierten insgesamt mehr an heiklen Torraumszenen, überwanden den guten SVZ-Keeper Manuel Graber erstmals in der 28. Minute, als Hussl die SV-Abwehrkette mittig durchbrach – 1:1. Per Foulelfmeter (souverän von Santeler verwandelt) konnten die Heimischen nochmals vorlegen (43.), doch in die Pause ging’s mit einem 2:2 (Pohl, 45.). Danach weiter die SVZ-Kicker um ihren Kapitän Fabian Burger sehr engagiert, kämpferisch, aber zunehmend unter Druck. Denn die Gäste strahlten in der Folge mehr Gefährlichkeit in ihren Offensivzügen aus als die Heimischen. So gelang ihnen der Siegestreffer durch einen super gezirkelten Ball in den Winkel (Gschösser, 68.), Graber chancenlos. Die Enttäuschung war Birschner schon anzusehen: „Erste Halbzeit war echt gut, stark von den Jungs. Aber zweite Halbzeit waren die Fügener besser, zwangen uns ziemlich in die Defensive. Natürlich hoffen wir auf positivere Ergebnisse in den folgenden Runden.“ Zammer „Mammutprogramm“: Cupspiel (Oberperfuss, Dienstag), 4. Runde in Kirchbichl (Freitagabend), 5 Spiele in 14 Tagen.

 

Momentaufnahme: Landeck Erster, Schönwies gelingt erster Sieg, Prutzer spielen remis

Nach der zweiten Runde sind nur mehr die zwei Aufsteiger in die Landesliga, der SV Landeck (souveränes 3:0 in Innsbruck) und der IAC, ohne Punkteverlust. In einer Momentaufnahme führt der SVL sogar die Tabelle an. Die Prutzer können nach dem fulminanten 5:0 gegen Matrei in Vils nicht hundertprozentig nachlegen – 1:1. Erster „Dreier“ für Schönwies, 2:1 in Oberperfuss.

SPG Innsbruck/West – SV WINWIN Landeck 0:3 (0:2). Schon super angekommen in der Landesliga West ist der SV Landeck. Bereits im Auftaktspiel der Saison den SV Thaur im heimischen Stadion mit 2:1 bezwungen, feierten die Landerer-Jungs am Höttinger Sportplatz einen souveränen 3:0-Auswärtssieg gegen die SPG-Kicker. „Schon gegen Thaur haben wir eine gute Leistung auf den Platz gebracht, verdient gewonnen. Das hat der Mannschaft sehr viel Selbstvertrauen gegeben, um in Innsbruck so eine klasse Vorstellung zu zeigen. Ein Pauschallob an alle“, verteilte der SV-Coach höchstzufrieden dieses Lob. Gegen Thaur brauchten seine Schützlinge eine Viertelstunde, um in die Gänge zu kommen, dominierten aber dann die Auseinandersetzung klar. „Konsequent nach vorne gespielt, das hat’s ausgemacht“, wusste Landerer.

Ein Stürmer in Frühform. Und ein stürmender Kicker in den Reihen des SVL, der sprichwörtlich seinen „dritten Frühling“ feiert. Thomas -„Schmidl“ Schmid sprüht zur Zeit vor „Angriffslust“ (Landerer: „Er trainiert super, man merkt ihm an, dass er es noch einmal wissen will, ganz stark!“), Matchwinner mit seinem „Doppelpack“ gegen Thaur, „schenkte“ auch den -Innsbruckern zwei Goals (33., 66.) ein. Und da ließ sich auch der SV-Torjäger des Vorjahres, Simon Zangerle, nicht lange bitten, er markierte früh (2.) die Führung, sein erstes Landesliga-Tor. „Die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir Trainer wollen. Schnelles Spiel über die Flügel, so reißt man die gegnerische Verteidigung auf und kommt zu Torchancen“, schilderte Landerer („Hätten locker fünf, sechs Tore schießen können“). Und da fehlten im Kader des SV noch Namen wie Einser-Keeper Oberprantacher (Handgelenksbruch), Havar, Haueis oder Julian Köhle (Faserriss) … Kommenden Samstag (19 Uhr) kommt’s zum Aufeinandertreffen zweier Teams ohne Punkteverlust: SV Landeck gegen den IAC. „Das wird sicherlich ein klasse Match“, ist sich Landerer sicher. „Die sind, glaube ich, seit 15 Spielen ungeschlagen. Wir werden uns anständig darauf vorbereiten.“ Dem Innsbrucker Traditionsverein gelang gemeinsam mit dem SVL der Aufstieg, fügte den Landeckern im Frühjahr eine 1:3-Heimniederlage zu. Da scheint noch eine Rechnung offen zu sein …

SV Oberperfuß – FG Schönwies/Mils 1:2 (1:1). Die Heimpremiere am Sportplatz Mils-Au missglückte: 1:2-Niederlage gegen Aufsteiger IAC, der auf einer Erfolgswelle schwimmt. FGs sportlicher Leiter Patrick Höllrigl konnte den 0:1-Rückstand egalisieren, „dann wäre sogar ein Doppelschlag zur Führung möglich gewesen. Aber wie’s so ist, kassieren wir das zweite Gegentor. Danach konnten wir nicht mehr zulegen“, wusste er. Deshalb ging’s mit etwas gemischten Gefühlen nach Oberperfuss, die mit einem 6:0-Kantersieg (Seefeld) in die neue Saison starteten. Trotz einiger Ausfälle (Urlaub, Verletzte) konnten die Schützlinge von Coach Deutschmann nicht nur mit dem Gegner mithalten, sondern gar nicht unverdient alle drei Punkte entführen. Peter Venier gelang nach zehn Minuten das Tor zur 0:1-Führung der FG, die Gastgeber konterten durch ihren Kapitän Philipp Andrä, 1:1 (25.). Zweite Halbzeit stand die Partie auf der Kippe. Ein Energieanfall Veniers brachte die Entscheidung. Er tankte sich sehenswert über die rechte Seite durch, brachte den Stangler zur Mitte, wo der Goalgetter der letzten Saison, Marco Klingenschmid, diesen perfekt veredelte – 1:2! Vier Minuten vor Abpfiff das Siegestor. Höllrigl: „Auswärts die Heimniederlage ausgemerzt, das passt.“ Und schmunzelnd: „Jetzt sind wir wieder pari, fangen bei null an.“ Das folgende Heimspiel gegen Matrei (Samstag, 18 Uhr) scheint eine machbare Aufgabe zu sein. „Bis dahin sollten wir so gut wie komplett auflaufen können. Wir wollen auf Sieg spielen, keine Frage.“

FC Vils – SPG Prutz/Serfaus 1:1 (1:1). Natürlich war die Erwartungshaltung eine höhere, nachdem man zu Saisonauftakt zu Hause dem SV Matrei fünf „Hütt’n“ eingeschenkt hatte (Kregar: „Das ging von Anfang an leicht von der Hand. Vom Spirit, der Dynamik, dem gegenseitigen Pushen … einfach großartig, was die Jungs da abgeliefert haben“). Deshalb konnte der Coach mit dem Remis nicht wirklich zufrieden sein, „weil der letzte Punch am Platz diesmal ganz einfach gefehlt hat“. Man nehme den Punkt schon so mit. Es ändere nichts daran, dass „in Summe ein guter Start gelungen ist“.

Schwierige Bedingungen. Fast ungewöhnliche Hitze für Außerferner Verhältnisse vergangenen Sonntag-nachmittag, dazu ein kräftezehrendes „Grün“, welches eindeutig zu hoch stand. „Diese schwierigen Bedingungen spielten sicherlich auch eine Rolle“, gestand Kregar seinen Jungs zu, „doch noch deutlicher kam zum Ausdruck, dass wir in einem solch schweren, komplizierten Spiel keine Lösung gefunden haben, um es für uns zu entscheiden.“ Zwar mit einem Chancenplus ausgestattet (dreimal Aluminium!), geführt (Westreicher, 35.), aber – so wie in der vergangenen Saison in Runde eins – 1:1, geteilte Punkte. Der Prutzer Coach mit dem „mahnenden Finger“: „Viel steht und fällt wie man ein Spiel, das sich kompliziert darstellt, löst. Da passieren Sachen, die eine kompakte Mannschaft ausmachen. Sicherlich, mit etwas Glück hätten wir gewinnen können, aber insgesamt gesehen konnten wir damit nicht so recht umgehen.“ Dienstagabend ging’s im Rahmen der 3. Tirol Cup-Runde gegen den IAC, Sonntag (17.30 Uhr) gastiert Absam in Serfaus. Letzte Saison gab’s nichts zu holen für die Prutzer (zweimal 0:2). „Ein wahrer Gradmesser“, nickt deshalb auch der Coach. „Da wird man sehen, wo wir tatsächlich stehen.“

 

Erleichterung am Arlberg: SPG Raiffeisen Arlberg – SPG Axams/Götzens 2:1 (1:1)

Nach dem unglücklichen Auftakt (1:3, Stams) feierten die Deutschmann-Jungs in St. Anton den ersten Saisonsieg. „Kein schönes Spiel, aber es zählen die drei Punkte“, freute sich der Arlberg-Coach. „Das Match in Stams? Mehr Pech als sonst was …“, erinnerte sich SPG-Trainer Florian „Flo“ Deutschmann ungern an ein Spiel, „in dem wir absolut besser als sie waren, letztlich wohl am eigenen Unvermögen gescheitert sind.“ „Knackpunkt“ war eine Elfer-Wiederholung beim Stande von 1:1: Getroffen, zählte nicht, „weil anscheinend ein Spieler zu früh in den Strafraum ging“, schüttelte Deutschmann verständnislos den Kopf. Beim zweiten Versuch scheiterte der SPG-Kicker. Zum „Sargnagel“ der Arlberger wurde die Nummer 10 der Stamser, Patrick Falkner – drei Chancen, drei Tore!

Zittern bis zum Ende“. Irgendwie stand man dann schon etwas unter Zugzwang, im Heimspiel gegen die neue SPG Axams/Grinzens (gewannen ihr Startspiel). Man wollte natürlich punkten. Es wurde eine „enge“ Geschichte. „Weil sich ganz einfach kein Spielfluss entwickelte. Viele hohe Bälle, ein Gegner, der unheimlich kampfstark agierte, voll in die Zweikämpfe ging“, schilderte Deutschmann („Kein schönes Spiel zum Anschauen“). Am Ende drei Punkte für jene Mannschaft am Platz, die insgesamt mehr Torchancen herausspielte – SPG Arlberg. Fabian Berger (14.) brachte seine Farben in Front, nach „tödlichem“ Querpass in die Mitte glichen die Gäste aus (43.), ehe SPG-Offensivkraft Gabriel Hafele (zweites Meisterschaftstor) in der 76. Minute der umjubelte Siegestreffer gelang. „Die Mannschaft hat schon gezeigt, dass sie Moral hat. Das war echt ein schwieriges Spiel, ein Zittern bis zum Ende“, zeigte sich der Trainer erleichtert über den ersten „Dreier“ der neuen Saison. Bitterer Beigeschmack: die Verletzung von Mario Mussak (Bänderriss …) „Eine Leitfigur, der zweite Kopf in der Mannschaft. Das tut uns unheimlich Leid“, bedauert Deutschmann. Zwei schwierige Auswärtsspiele stehen an: Tarrenz und Haiming.

 

Ein perfekter Auftakt: FC Raiba Paznaun – FC Steinach 2:1 (1:0)

3:0 in Navis, 2:1 in der 95. Minute beim Heimdebüt in Kappl, da kann man ruhig von einem gelungenen Saisonstart sprechen. „Sehr positiv, keine Frage. In Navis war’s eigentlich überraschend klar, gegen Steinach vielleicht ein bissl glücklich“, Eharts Zwischenfazit. Das Auftaktspiel in Navis versprach eigentlich eine „50/50“-Chance, ob die Paznauner im Wipptaler Seitental möglicherweise als Sieger vom Platz gehen würden, endeten doch beide Duelle aus der Vorsaison unentschieden (3:3, 2:2). „Das kam für uns auch überraschend. Aber die Jungs haben es echt cool, ruhig und trocken runtergespielt“, freute sich FCP-Coach Emanuel Ehart. Vier Abgänge, mannschaftlich „knapp“, da wurde Mario Spiss kurzfristig reaktiviert: starke Leistung, genau wie seine Mitspieler und vor allem die Torschützen Platz, Wechner und Andi Kathrein – souveränes 3:0 auswärts.

Paznauner legten nach. Und im folgenden Heimspiel in Kappl (150 Zuschauer) konnten die FCP-Kicker erfolgreich nachlegen, den zweiten Saisonsieg hintereinander einfahren. „Die klar besseren Chancen, den größeren Siegeswillen, das hat es ausgemacht“, sagte Ehart. Auch die „Störfeuer“ des Schiri (Ehart: „Von den vier gelben Karten war bestenfalls eine gerechtfertigt“) konnten die Heimischen um ihren Kapitän Simon Pfeifer nicht aus der Ruhe bringen. Von den Gästen drohte zwar aus Standards Gefahr (zweimal Aluminiumtreffer), doch aus dem Spiel heraus kreierten die Paznauner Chance um Chance. Andi Kathrein (zweites Saisontor) traf in der 31. Minute zur 1:0-Führung, Navis schaffte durch seinen Kapitän Marcel Peer den Ausgleich (53.). Letztlich etwas glücklich, aber sicher verdient, der Sieges-treffer von Martin Zangerle in der 95. Minute. Ehart war beeindruckt: „Selten so ein Tor in der Liga gesehen!“ Zangerle schloss eine tolle FCP-Kombination per Direktabnahme in den Winkel ab. Ehart: „Ziel ist, wie schon gesagt, ruhig weiterarbeiten und Nachwuchsspieler heranzuführen, einzubauen. Zwei, drei Jungkicker kamen schon zu Einsätzen, sind schon mal gut reingekommen.“ In Runde drei geht’s zu Roppen/Karres.

 

Eine positive Runde für Oberes Gericht und Prutz II

Zweite Meisterschaftsrunde, erster Sieg des Aufsteigers: Oberes Gericht fertigt auswärts Seefeld II 6:0 ab. Währenddessen knöpfen die Prutzer „Zweier“ einem erklärten Aufstiegskandidaten, der SPG Lechtal, in Stanzach einen Punkt ab. Ried: Gegenüber dem 0:9-Debakel bei der SPG Lechtal aus der Vorwoche zeigten sich die Senn-Schützlinge leistungs-mäßig gegen den Aufsteiger deutlich verbessert, ließen aber zu viele Torgelegenheiten aus, um erstmals anzuschreiben.

SPG Lechtal – SPG Prutz/Serfaus II 3:3 (1:1). Bereits die erste Runde brachte bekanntlich das Derby in Serfaus, in dem die Prutzer mit 4:3 knapp die Oberhand über Aufsteiger Oberes Gericht behielten. „Ein glücklicher Sieg, weil in Summe Oberes Gericht die besseren Torchancen vorfand“, gestand Prutz-Coach Harald Falkner („Spielerisch war’s ganz schlecht von uns. Allerdings hatten wir einige Vorgaben“) ein. Samstagnachmittag ging’s nach Stanzach, wo die SPG Lechtal auf die Obergrichter wartete, selbsternannter Aufstiegsanwärter. „Vor dem Spiel hätte ich den Punkt sofort unterschrieben. Meiner Meinung nach gehören die zu den Top 3 der Liga“, so Falkner. Es schaute auch nicht gerade gut aus für die Gäste, welche bereits nach sieben Minuten in Rückstand gerieten. In der Folge aber „machten es die Jungs richtig gut, setzten den taktischen Plan voll um“, lobte er seine Schützlinge. Dem Gegner die optische Feldüberlegenheit gelassen, aber mit „Pressing“ und frühen Ballgewinnen toll gekontert. So glückte dem SPG-Kapitän Stefan Bernhart der Ausgleich (43.), schoss Lukas Stöckl seine Farben in der 58. Minute sogar in Front. Wütende Lechtal-Angriffe folgten: Ausgleich Schlichtherle (69.), 3:2 Ennemoser (83.). Die Außerferner freuten sich zu früh – Florian Spiecks (Prutz II) düpierte den Gegner mit einem flach getretenen Freistoßball unter der hochspringenden Mauer – 3:3 (86.)! „Zweimal einen Rückstand aufgeholt, ich bin stolz auf die Jungs.“ Leider mit einem Wermutstropfen: Lukas Schmid verletzte sich schwer (Kreuzbandriss). „Comeback nach zwei Jahren, voll wieder dabei, jetzt dieses Pech“, bedauerte Falkner: „An ihn richten sich die Genesungswünsche des gesamten Vereins.“ Sonntag (15 Uhr) kommt’s in Serfaus zum Derby gegen die Rieder.

FC Seefelder Plateau II – SPG Oberes Gericht 0:6 (0:2).„Da haben wir einiges falsch gemacht“, erinnert sich OG-Trainer Peter Waldegger ungern an das erste Meisterschaftsspiel des Aufsteigers in der 1. Klasse West – Derby in Serfaus gegen die zweite Prutzer Elf. „Letztendlich waren wir selber schuld, dass wir nicht punkteten.“ Ein 0:2 wettgemacht, 3:2 vorne gelegen, am Ende standen seine Jungs ziemlich „bedient“ da – 4:3 für Prutz. „Das vierte, fünfte Tor vor den Füßen gehabt, nicht gemacht, dann den Faden verloren“, umriss Waldegger das „Problem“. Das sollte sich in Runde 2, zu Gast bei der zweiten Seefelder Mannschaft, nicht wiederholen. Im Gegenteil, „ein Pauschallob an die Mannschaft. Taktisch diszipliniert, erste Meisterschaftspunkte in der 1. Klasse, super“, ging der Daumen des Trainers hoch an seine Jungs nach Kantersieg. Am perfekten Seefelder Grün mussten die Obergrichter zuerst Mal eine stürmische Anfangsphase der Heimischen überstehen (Waldegger: „Da stand es auf des Messers Schneide“), ehe sich die Jungs um ihren Kapitän und Torschützen Martin Messner deutlich durchsetzten. Die Umstellung auf zwei „Sechser“, das dominante Mittelfeld, welche die Stürmer ordentlich „fütterten“, ein erfolgreiches System. Dominik Netzer schon wieder in Torlaune (Hattrick; 19., 26., 52.), Messner (57.), Schediwey (72.) und Westreicher (80.), „wir hätten noch mehr Tore schießen können“, sagte Waldegger, dessen Jungs nun vor schwierigen Aufgaben stehen: zweimal auswärts (Oetz, Mieming). „Da werden wir sehen, ob wir in der Liga bestehen können.“

SV Raiba Ried – FC St. Leonhard 1:3 (1:1). Kein Vergleich mehr zum „Fiasko“ („O-Ton“ Senn) der Vorwoche, im Gegenteil: „Das war leistungsmäßig durchaus ansprechend. Leider belohnten sich die Jungs nicht“, bedauerte der Rieder Coach. Über die 90 Minuten eigentlich jene Mannschaft in der Mozart-Arena, die eindeutig mehr Torchancen kreierte als der Gegner. Letztlich aber ohne Punkte dastand. Pech bei einem Lattenköpfler, ganz starke Minuten nach der Halbzeit, „wo wir das Spiel komplett dominiert haben, in Führung hätten gehen müssen“, so Senn. Zuvor hatte Mair den Aufsteiger in Führung geschossen (16.), Ried-Kicker Manuel Zauner konnte mit dem Pausenpfiff ausgleichen. Die druckvolle Phase der Rieder verpuffte trefferlos, die Pitztaler konterten mit Glück – abgefälschter Freistoßball (68.) zum 1:2, spielentscheidender Treffer in der 72. Minute. „Leider stellen sich noch keine Erfolgssituationen ein. Das System, die Abstimmung finden steht im Vordergrund. Aber es ist halt notwendig, auch die Tore zu machen …“ Und jetzt steht das Derby in Serfaus gegen die Prutzer vor der Tür.

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.