Der Naturpark lebt! Alles für den letzten Wilden

Das Team des Naturparks Tiroler Lech: Yvonne Markl, Marlene Salchner, Heiner Ginther (v.l.). Foto: Naturpark Tiroler Lech

Buntes Mosaik an Lebensräumen zieht viele Besucher an

Sand- und Kiesbänke, breite Auwaldbereiche und hellblau-türkis schimmerndes Wasser verleihen dem Naturpark Tiroler Lech seine besondere Schönheit. Das bunte Mosaik aus Lebensräumen ist Heimat für eine außergewöhnliche Artenvielfalt.

Von Sabine Schretter

Die Naturparkregion beherbergt viele seltene und vom Aussterben bedrohte Wildflussspezialisten, wie die Deutsche Tamariske oder den Flussregenpfeifer. Die einzigartige Wildflusslandschaft des Naturparks Tiroler Lech zählt zu den letzten naturnah erhaltenen alpinen Flusstälern Österreichs. All das macht den Naturpark Tiroler Lech zu einem Naturjuwel von europäischer Bedeutung.

Wichtige Aufgaben.

Die Natürlichkeit des Wildflussökosys-tems weiter zu erhalten und zu fördern, ist die Basisaufgabe des Naturparks. Die Stärke der Naturparkregion, der Wildfluss Lech, wird mit Programmen zu Bildung, Erholung, Regionalentwicklung und Forschung gefördert. Hier tritt der Naturpark Tiroler Lech als Vermittler auf.

Viele Besucher.

Allein in diesem Jahr konnten ca. 8.000 Besucher im Naturparkhaus Klimmbrücke in Elmen begrüßt werden. Das Naturparkhaus ist Anlaufstelle für Interessierte zum Naturpark Tiroler Lech, die Ausstellung „Abenteuer Wildfluss“ informiert spielerisch über naturkundliche Besonderheiten. Regelmäßig werden  Experten in die Naturparkregion eingeladen, die den Seminarraum durch öffentliche Vorträge beleben. Die Wertschätzung für die Natur soll in einem breitgefächerten Bildungsangebot für Jung und Alt zugänglich gemacht werden. Führungen, Vorträge oder ein Besuch der Naturausstellung „Der letzte Wilde“ im Besucherzentrum der Burgenwelt Ehrenberg machen das möglich. 

Die Philosophie des Naturparks wird von drei Naturparkschulen und 40 Naturpark-Partnerbetrieben gelebt und weitergegeben.

Hotspot für Wissenschaft und Forschung.

Kooperationen mit Hochschulen, nationalen und internationalen Institutionen und Schutzgebieten zeichnen die Verankerung in der Forschung und dem Naturschutz aus. Erfolgreich umgesetzt wurde beispielsweise eine neue Besucherlenkung im Frauenschuhgebiet  der Martinauer Au und der Naturpark  kümmert sich seit Jahren um den Fortbestand und die Vermehrung des Zwergrohrkolbens. Auch die gefährdete Deutsche Tamariske ist auf den Schutz angewiesen. Sie braucht regelmäßige Veränderungen ihres Lebensraums.

 LIFE-Projekte.

Die Dynamik des Lechs ist für diese seltenen Arten lebensnotwendig. Solche Lebensräume entstehen im Rahmen des LIFE Lech-Projekts, somit wird die Biodiversität der Wildflussspezialisten gesichert. Der Naturpark Tiroler Lech unterstützt das LIFE Lech-Projekt und steht hinter all den notwendigen Maßnahmen.