Der Talfeiertag

Das gute Wetter lud zum Verweilen ein. Im vollbesetzten Zelt und auf dem Vorplatz lauschten die Besucher den Klängen der Musikkapelle. RS-Foto: Grissmann

Damit große Taten im Tannheimer Tal nicht in Vergessenheit geraten

Der 17. September, oder wie die Einheimischen sagen der „Siebezehnt“, ist ein wichtiger Tag im Kalender jedes Tannheimers. An diesem Tag gedenken sie der Vertreibung der Franzosen. Dies wird mit einem Umzug und anschließendem Fest im Tal gefeiert.

Von Christina Grissmann

Am 17. September 1796 sah sich die Bevölkerung einem großen Schrecken gegenüber, dem Angriff der Franzosen. Da die Unterstützung durch die österreichische Armee noch nicht angekommen war, mussten sich die Einwohner etwas einfallen lassen.
Hier spielten vor allem die Frauen und Kinder eine große Rolle, da sie die sogenannten „Huanza“ ( Holzgestänge zum Heutrocknen) angezündet haben sollen und sich dann in Reih und Glied aufstellten. So sah es für die herannahende Armee der Franzosen aus, als würden sie einem mächtigen und starken Gegner gegenüberstehen. So gelang schließlich die Vertreibung der feindlichen Macht und der Talfeiertag war geboren.

FEIER.
Der Talfeiertag wurde festlich gestaltet. Foto: Grissmann

Um 09 Uhr zogen die Musikanten, Schützen, Geistlichen und natürlich die Bevölkerung in die Pfarrkirche in Tannheim festlich ein. Eine Stunde später wurde dann ein Kranz niedergelegt, um den Opfern der Kriege zu gedenken. Nach diesem feierlichen Ablauf ging es ab 11 Uhr in das große Festzelt neben dem Felixe Minas Haus. Hier konnte man sich genüsslich an Kuchen, Würsten und anderen Köstlichkeiten gütlich tun und die gute Musik genießen.
Auf solch ein Erbe kann jeder Tannheimer stolz sein. Es ist wichtig, dies der nächsten Generation in Erinnerung rufen zu können, damit so ein Brauchtum und eine solche Heldentat unvergessen bleiben.

 

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