„Die Buchungslage ist gut“

Konrad Geiger, Andreas Steibl, Michaela Gasser, Martin Ebster, Josef Schirgi, Manuel Baldauf, Alexander von der Thannen mit WK-Obmann Toni Prantauer und WK-Bezirksstellenleiter Otmar Ladner (v. l.). RS-Foto: Haueis

Bezirk: Nächtigungsrekord im Sommer und im Tourismusjahr – Optimismus für die Wintersaison

„Wir gehen eigentlich sehr positiv in die Wintersaison“, fasst WK-Obmann Toni Prantauer die Stimmung in der Tourismusbranche zusammen. Hinter sich hat der Bezirk jedenfalls Rekordmonate, was die Nächtigungen betrifft.

2,5 Millionen Sommernächtigungen im Bezirk Landeck bedeuten ein Plus von 8,4 Prozentpunkten – und sind Rekord. Im Tourismusjahr (November 2015 bis Oktober 2016) wurden im Bezirk Landeck 8,6 Millionen Nächtigungen verzeichnet – ein Plus von 4,3 Prozentpunkten und ebenfalls Rekord. Ischgl (1,5 Mio.), Serfaus (1,2 Mio.) und St. Anton (1,2 Mio.) sind die Nächtigungskaiser. Fiss weist mit 1 Mio. den größten Zuwachs auf: 8,4 Prozentpunkte. „Ich gratuliere allen Tourismusverantwortlichen, den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sowie den Seilbahnunternehmen zu diesem guten Abschlussergebnis“, würdigt WK-Bezirksobmann Komm-R. Anton Prantauer die Leistungen – und bricht eine Lanze für Ganzjahresdestinationen: „Eine übers Jahr ausgewogene Übernachtungsbilanz sichert Ganzjahres-Arbeitsplätze und ist eine wichtige Grundlage für qualitativ hochwertigen Tourismus.“

PAZNAUN. „Es geht dem Tourismus wirklich nicht schlecht“, und die Branche sei sehr bemüht, auch um den Sommergast, erklärt Alexander von der Thannen, Tourismussprecher im Wirtschaftskammer-Bezirksausschuss. Und man sehe „eigentlich sehr positiv in die neue Wintersaison. Die Buchungslage ist gut.“ In Ischgl versucht man u. a. mit „Skyfly“, „Schmugglerrunden“ und natürlich Musikstars die Nächtigungszahlen zu erhöhen – TVB-Geschäftsführer Andreas Steibl kündigt für den Sommer Neuerungen wie das „Summer Women’s Camp“ oder eine Kabarett-Woche (Benefiz) an.

TALKESSEL. Im Gebiet des TVB TirolWest kämpft man mit Bettenschwund, hat sich aber ebenfalls ein neues Proukt einfallen lassen: „1.000 Pistenkilometer“, so Obmann Konrad Geiger, wartet mit den Top-Skigebieten im Bezirk und natürlich dem „Hausberg“ Venet auf. Mit www.ski.tirolwest.at wurde eine eigene Homepage geschaffen. Ein „Sommer-Projekt“ ist der Radweg im Talkessel – er wird allerdings wohl 11,5 Millionen Euro kosten.

STANZERTAL. Martin Ebster, TVB-Direktor am Arlberg, kündigt massive Investitionen in den „Sommer“ an: Pumptrack, Landschaftssee, Hochseilgarten erneuern, Radweg Stanzertal etc. „Die Vermieter sollen einen ordentlichen Preis verlangen können“, so Ebster über erhoffte Folgen der Sommerinvestitionen. Im Winter wird’s ein Audi-Skirennen mit zahlreichen Teilnehmern geben, New Orleans Festival, Weißer Rausch etc. ebenfalls. Und: St. Anton-Lech Zürs ist nun das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs.

„TIROLER OBERLAND“. Im Tiroler Oberland (Kaunertal-Nauders-Talschiene) setzt man u. a. auf die „Sommerkarte“, aber auch auf den Zusammenschluss Kaunertaler Gletscher-Langtaufers, wie Michaela Gasser vom TVB im Kaunertal erklärt. Auch direkt am Reschen wird das Projekt begrüßt – TVB-Regionsgeschäftsführer Manuel Baldauf erwartet sich von der Bahn, die bereits im Herbst 2017 laufen soll, „eine geschlossene Destination von Langtaufers bis Kaunertal“. Den Kartenverbund „Skiparadies Reschenpass“ gibt’s zwar nicht mehr, es laufen aber Gespräche über die Neugründung. Baldauf setzt auch im Sommer auf Infrastruktur für den Gast: Themen sind Biken/Wandern und Familie. Der Radweg Via Claudia wartet noch auf den Lückenschluss (Altfinstermünz-Nauders).

SONNENPLATEAU. In Serfaus-Fiss-Ladis sind die „Sommerkönige“ zuhause: „Wir haben 50 Prozent der Sommernächtigungen im Bezirk“, weiß TVB-Geschäftsführer Josef Schirgi. Für den Winter sei von den Bergbahnen enorm in die Beschneiung investiert worden, auch in die Qualität. Josef Schirgi ist für die Wintersaison optimistisch, in der die bekannten Abendshows oder Genusswochen ab Ostern geboten werden, auch wenn die Ferienordnung in Europa eine Katastrophe (im Februar und März wollen mehr Menschen Urlaub machen, als man unterbringen kann) und der späte Ostertermin ein Problem seien.