Die Feuerwehren – hilfreich füreinander da

Kaum am Brandort angekommen, setzte sich der Atemschutz auch schon in Bewegung, um in das von starkem Rauch durchzogene Gebäude vorzudringen, um nach eingeschlossenen Personen zu suchen. RS-Foto: Krismer

Übung in Tarrenzer Volksschule und Kindergarten

Alle vier Jahre absolviert die Tarrenzer Feuerwehr eine verpflichtende Übung in der heimischen Volksschule und im benachbarten Kindergarten. Deshalb rückten am vorletzten Freitag 38 Florianijünger an. Diesmal an der Übung beteiligt waren drei Leute der Imster Stadtfeuerwehr, die mit der Drehleiter angerückt kamen.

Von Ewald Krismer

Einmal nicht für die noch ausstehenden Abschlussprüfungen pauken zu müssen, stattdessen sich an einer Feuerwehrübung beteiligen zu können, ist eine willkommene Abwechslung zum stressigen Schulalltag. Für die Schüler der Volksschule Tarrenz ging vorletzte Woche dieser Traum in Erfüllung. Mit großem Eifer dabei waren auch die Kinder des benachbarten Kindergartens. Gottlob aber war es eben nur eine Übung.

Alarm.

Um 9 Uhr sprangen in der Schule die Rauchmelder an. Der Rauch verbreitete sich im ganzen Gebäude. Der kam aber nicht von den, des massiven Lernens wegen, rauchenden Köpfen der Schüler, nein, im Lehrmittelzimmer war ein Brand ausgebrochen. Eine Viertelstunde später waren beide Feuerwehren zur Stelle. Oberste Priorität hatte die Evakuierung der rund 170 Kinder samt Betreuerstab, was mit Schiebe- bzw. Steckleitern oder mit der Drehleiter samt Rettungskorb erfolgte, da die Fluchtwege im Haus durch den starken Rauch versperrt waren. Zum Einsatz kam auch der Atemschutz, der ins, von Rauch durchsetzte Schulgebäude vordrang um nach darin noch verbliebenen Personen zu suchen. Der Brand im Lehrmittelzimmer war auch schnell unter Kontrolle und so konnte am Ende die Übung als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden. Das Übungs-Szenario war in gut dreiviertel Stunde durchgespielt. Daran ist zu erkennen, dass unsere Feuerwehren gut aufgestellt sind. Trotzdem sind solche Übungen für die Mannschaft äußerst wichtig, nicht zuletzt aber auch aufschlussreich für die Kinder und Pädagogen.

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