Die Freiwillige Feuerwehr Reutte feierte sich selbst

Im Team mit Erich Ihrenberger, Heinz Glätzle und Roland Hauser (nicht im Bild) arbeiteten Dr. Richard Lipp (l.) und Edi Ammann (r.) die 150-jährige Geschichte der FW Reutte auf und brachten sie in Buchform. RS-Foto: Claus

Seit dem Jahr 1867ehrenamtlich im Dienst für die Sicherheit der Bevölkerung

150 Jahre Feuerwehr Reutte – ein Anlass, den es zu feiern lohnt. Das dachten auch der Bürgermeister der Marktgemeinde Reutte und das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr. Mit einem Galaabend im Einsatzzentrum, festlich ausgestattet mit weißen Stehtischen, einem bunten Programm mit Ö3-Moderatorin Olivia Peter und der musikalischen Umrahmung durch den „VeitClub“ wurde diesem denkwürdigen Anlass ein unterhaltsamer Rahmen in lockerer Atmosphäre gegeben.

Zu den Gästen, die Bürgermeister Luis Oberer zu Beginn begrüßen konnte, gehörten nicht nur die aktuellen Feuerwehrangehörigen, sondern auch Ehrenzeichenträger, Vertreter der verschiedenen Blaulichtorganisationen und Vereine sowie Gönner und Freunde aus Politik und Wirtschaft. Der besondere Dank Oberers galt den Partnern der Feuerwehrfrauen und -männer, die stets das Verständnis für den Einsatz für die Gemeinschaft aufbringen. „Wir haben eine etwas andere Feier aufgezogen – lasst den Abend einfach auf euch wirken“, rief Kommandant Alexander Ammann den Gästen zu. Ein Image-Video gleich zu Beginn zeigte die umfangreiche Jugendarbeit, Einsatzvariationen in prekären Situationen und die Ausbildung – wie im Atemschutz, auf dem Wasser, am Berg und auch aus der Luft.
Mit einer beeindruckenden Chronik von Dr. Richard Lipp gelang das Kunststück, 150 Jahre auf 264 Seiten noch einmal aufzuarbeiten. „Wir haben in diesem Rückblick a jedes Zettele ang’schaut, denn in so einer Geschichte gibt es nichts Unwichtiges“, schilderte Lipp, zusammen mit Edi Ammann, die Entstehung des Buches. Landesfeuerwehrkommandant Alfons Gruber hatte ganz sicher recht mit seiner Feststellung: „Wenn es die Feuerwehr nicht gäbe – müsste man sie erfinden.“ In kurzen Worten dankte er der Reuttener Feuerwehr, die auch den heute immer größer werdenden Ansprüchen gerecht wird. „Wir müssen uns aber davor schützen, ausgenutzt zu werden“, fügte er hinzu. Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Berktold schilderte in kurzen Worten seine Motivation in der Feuerwehr, aktuell in vorderster Position, Dienst zu tun: „Für mich war es immer Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft – ob bei uns im Dorf oder nun im Bezirk.“
Interessant war auch das Interview mit Feuerwehrlern von früher und heute – unter dem Strich kam immer wieder heraus, die Kameradschaft in der Feuerwehr-Gemeinschaft ist durch nichts zu ersetzen. Zum Schluss ergriff noch einmal Bürgermeister Oberer das Wort, um seinen Dank auszusprechen. Ein Dankeschön an jene Männer und Frauen, die „tagtäglich professionell und gut ausgebildet ihren Ruf als Spitzenfeuerwehr bestätigen.“ Längst sei die moderne Feuerwehr nicht nur ein „Brandverein“, sondern mehrheitlich bei technischen Einsätzen gefordert.
„Das hohe Ansehen bei der Bevölkerung kommt nicht von ungefähr – ihr habt es euch redlich verdient.“ Mit einem außergewöhnlichen Catering – bunt und in Portionen an den Tischen serviert – ging der Abend mit Musik und dem ein oder anderen Gespräch in angenehmer Atmosphäre und unter dem Feuerwehr-Motto „Gott zur Ehr’ – dem Nächsten zur Wehr“ bis in die späteren Abendstunden.

Von Uwe Claus

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