Die „Päpstin“ – ein beeindruckendes Musicalerlebnis in Füssen

Anna Hofbauer – „Verwandlung“ vom Mönch Johannes Anglicus zur Päpstin Johanna. RS-Fotos: Claus

Publikum begeistert von Aufführung im Ludwigs Festspielhaus

Ein kulturelles Erlebnis von ganz besonderer Güte beeindruckte das Publikum im Ludwigs Festspielhaus in Füssen mit dem Musical „Die Päpstin“ bei der Premiere am vergangenen Freitag und dem folgenden Wochenende (Weitere Vorstellungen s. u.).

Von Uwe Claus

Mit der Inszenierung dieses Historiendramas um eine bemerkenswerte Frau, die um Selbstbestimmung und Liebe kämpft, ist es Theaterdirektor und Regisseur Benjamin Sahler gelungen, dem Festspielhaus am Forggensee nach „Ludwig2“ und dem „RING“ einen weiteren künstlerischen Höhepunkt hinzuzufügen.

Papst Sergius (Frank Bahrenberg) und Kaiser Arsenius (Alexander Kerbst) im Disput.

Mit Anna Hofbauer in der Hauptrolle als „Päpstin“ und Musicalgrößen, wie u.a. Jan Ammann, Uwe Kröger, Alexander Kerbst und Kevin Tarte stand eine Starbesetzung auf der Bühne, die das begeisterte Publikum immer wieder zum Szenenapplaus animierte. Von der Eröffnungsszene bis zur beeindruckenden Schlussszene reihte sich ein künstlerischer Moment an den anderen und die Protagonisten glänzten in ihren Rollen, sodass es schwer fällt, einen besonders hervorzuheben. Ganz sicher war es Anna Hofbauer, die eine Paraderolle verkörperte und die sich in der Intrigenwelt rund um sie immer wieder eindrucksvoll behauptete. Die in Füssen wohl bekannten Jan Ammann und Uwe Kröger beeindruckten in ihren Rollen als Gerold und Aeskulapius ebenso wie Dennis Henschel als Anastasius und Alexander Kerbst als Arsenius. Nicht zu vergessen sind die tänzerischen Einlagen, die von den Darstellern und Darstellerinnen Höchstleistungen forderten. Die wechselnden Lichteffekte sowie der einfache, aber doch beeindruckende Bühnenauf- und umbau belebten die Szenen immer wieder aufs Neue.

„Ballett in Rot“ rund um Päpstin Johanna (2. v. l.). RS-Fotos: Claus

Die exzellente Präsentation des Stücks mit seinem historischen Hintergrund ist mehr als gelungen und belebt die Kunstszene nicht nur in Ludwigs Festspielhaus, sondern auch in der Region. Es ist Regisseur Benjamin Sahler sowie seinem Team auf und hinter der Bühne gelungen, mit der „Päpstin“ etwas ganz Großes erfolgreich auf die Füssener Theaterbühne zu bringen.
Weitere Vorstellungen: Samstag, 08. Dezember 2018, 19.30 Uhr – Zusatzvorstellung, Sonntag, 09. Dezember 2018, 14.30 Uhr – Zusatzvorstellung, Freitag, 14. Dezember 2018 um 19.30 Uhr, Samstag, 15. Dezember 2018, 19.30 Uhr, Sonntag, 16. Dezember 2018 um 14.30 Uhr. Infos und Tickets unter www.das-festspielhaus.de, Service Hotline 0049 8362 5077777.

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