Die verflixte Krux mit dem ersten Drittel

Gegen Kundl schlug es nach 72 Sekunden zum ersten Mal im Kasten von Rene Huber ein. Fotos: Dosch

„Gunners“ vergeben sowohl gegen Kundl als auch gegen Kufstein schon im ersten Spielabschnitt die Chance auf Punkte 

15 Mal hat es in den zwei Spielen der abgelaufenen Woche im Kasten von Rene Huber „Bumm“ gemacht. Allein achtmal innerhalb der ersten 20 Minuten. Der überproportional lange „Sekundenschlaf“ ist ein Hauptgrund dafür, dass die „Gunners“ weiterhin auf den ersten Saisonsieg warten.

So groß die Hoffnungen auf richtig viele Punkte waren, so schnell schwanden sie. Im Nachtrag gegen Kundl stand´s bereits nach etwas mehr als sieben Minuten 0:3. Gegen Kufstein dauerte es nicht viel länger. Stellt sich unweigerlich die Frage: Sind Zirls Cracks Langschläfer? „Wenn man es so sieht, schon ein wenig. Weil wir jedes Mal den Beginn verschlafen haben. Obwohl wir etwa gegen Kundl sogar die erste Chance des Spiels vorfanden“, macht Headcoach Georg Walpoth die derzeitige, allgemeine Verunsicherung auch an der Verletzung von Aljaz Uduc fest. Der Slowene musste im Nachtrag gegen die „Crocodiles“ mit blutender Lippe und einer leichten Gehirnerschütterung vorzeitig vom Eis, war gegen Kufstein aber wieder mit von der Partie. „Ab dem Zeitpunkt als Aljaz raus musste, verfiel die Mannschaft in eine Art Schockstarre, von der sie sich auch gegen Kufstein nicht befreien konnte. Die Burschen wollen zwar, aber sie können einfach nicht. Keiner traut sich etwas zu. Das ist eine ganz gefährliche Situation, in der wir uns derzeit befinden. Anstatt den gewünschten Schritt nach vorne, haben wir einen großen zurück gemacht.“

Zu den mentalen Problemen, gesellen sich auch noch spielerische Mängel. „Alles in allem machen wir zu viele kleine Fehler. Wir spielen zu langsam von hinten raus. Zudem überlassen wir dem Gegner in der Mittelzone zu viel Raum. Aber gerade das hohe Attackieren ist dann halt auch wieder eine Frage des Selbstvertrauens. Und das fehlt uns derzeit.“

Die große Frage wird sein, wie man selbiges zurückgewinnen kann. „Wir werden fürs erste im Training die Zügel anziehen und vor allem im körperlichen Bereich arbeiten. Und dann müssen wir einfach versuchen, an die Leistung vom Wattens-Spiel (3:4 nach Overtime, Anmerk.) anzuknüpfen.“

Am besten schon am Freitag – Beginn in der Zirler Eisarena ist um 19.30 – gegen Hohenems. Das erste Saison-Duell ging mit 5:1 deutlich an die „Gsis“. „Gegen Hohenems wird´s ganz schwer etwas zu holen. Für uns gilt in erster Linie, dass wir uns wieder aufrichten und für Silz gewappnet sind“, blickt Walpoth auch schon dem ersten großen Derby der Saison entgegen. „Das sind die Gegner, gegen die es zu punkten gilt.“ Spielbeginn in Silz ist am Dienstag um 19.30 Uhr.

Die Spiele vom Wochenende: Zirl – Kufstein 4:7 (0:4, 1:1, 3:2). Torschützen für Zirl: 1:4 C. Lamp (37.), 2:6 C. Csics (45.), 3:7 H. Steiner (53.), 4:7 M. Praty (53.). Strafminuten: 6:4. Schüsse aufs Tor: 21:56. Kundl – Wattens 5:6 OT (0:2, 1:1, 4:2, 0:1). Silz – Hohenems 1:5 (1:1, 0:1, 0:3).

Nachtragsspiele: Zirl – Kundl 2:8 (0:4, 1:1, 1:3). Torschützen für Zirl: 1:5 P. Simperl (40.), 2:5 H. Kraxner (43.). Strafminuten: 16:4. Schüsse aufs Tor: 22:44. Wattens – Hohenems 2:5 (1:2, 1:0, 0:3). Kufstein – Silz 2:1 (0:1, 2:0, 0:0).

Von Alex Dosch

Und 25 Sekunden später zum zweiten Mal. Foto: Dosch
Flügelflitzer Aljaz Uduc musste gegen Kundl verletzt raus. Foto: Dosch

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.