Dorfzentrum geplant

Bgm. Manfred Matt: „Die Pläne für das neue Dorfzentrum sollten im Herbst soweit fertig gestellt sein.“ RS-Foto: Zangerl

Pettneu: 5-Millionen-Budget beschlossen

 

Der Gemeinderat in Pettneu hat für 2017 ein 5-Millionen-Euro-Budget beschlossen. Neben Großprojekten wie dem Neubau der Rosannabrücke samt Vollanschluss an die Schnellstraße in Schnann oder dem Radweg Stanzertal ist auch die Revitalisierung der alten Nessler Alm berücksichtigt. Mittelfristig ist das neue Dorfzentrum das größte Bauvorhaben.

 

Im ordentlichen Haushalt (ca. 3,6 Millionen Euro) sind Erhaltungsarbeiten (Straßenbeleuchtungs- und Asphaltierungsarbeiten) in Höhe von 150.000 Euro kalkuliert. 40.000 Euro sind für das Projekt Radweg Stanzertal vorgesehen: „Die Gemeinden werden dieses Projekt nun einreichen – sofern eine Förderzusage eintrifft, sollte noch heuer mit dem ersten Abschnitt von St. Anton am Arlberg bis Schnann begonnen werden“, informiert Bgm. Manfred Matt über das 7 Millionen Euro teure Vorhaben – 60 Prozent sollten durch das Land finanziert werden, der Rest durch die Gemeinden und den Tourismusverband. „Des Weiteren planen wir, auch den Wellness-park mit Strom aus unserem gemeindeeigenen Wasserkraftwerk zu versorgen“, informiert der Dorfchef. Das Kleinkraftwerk versorgt u.a. Kirche, Volksschule, das Gemeindehaus. „Dieses Vorhaben wurde mit 30.000 Euro im Budget berücksichtigt“, informiert Matt.

 

„ALMLEBEN VON DAMALS NÄHERBRINGEN“. Ein gefördertes regioL-Projekt ist die Revitalisierung der alten Nessler Alm, die noch heuer für Besucher geöffnet werden soll. „Wir möchten dabei das Almleben von früher näherbringen – alles wurde so konzipiert, dass sich das Almleben der 70er-Jahre widerspiegelt (Anm.: damals wurde der Almbetrieb eingestellt). Die Nessler Alm war eine 2/3-Gerichts-Alm – 2/3 Gericht war eigentlich der Ursprung der Besiedelung des Stanzertals“, weiß der Bürgermeis-ter. Genutzt werden sollte die umgebaute Nessler Alm touristisch als auch für die Bevölkerung. „Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Gemeinde und dem Tourismusverband, 50 % wurden gefördert … Die Eröffnung ist für Juni diesen Jahres angesetzt“, so Matt (im Zuge des Projekts wurde auch der Weg zur neuen Taja saniert). Budgetiert wurden dafür heuer 20.000 Euro, die Gesamtkosten belaufen sich auf 80.000 Euro. Entstehen wird eine Art „Dokumentationszentrum“, das möglicherweise ganztags für die Besucher geöffnet werden soll. Geplant ist, ca. fünf thematisch angepasste Filme zu zeigen, Bücher und Informationen in mehreren Sprachen sollen das Angebot abrunden.

 

„SOLL EIN GEMEINSCHAFTSPROJEKT WERDEN“. 40.000 Euro sind im Gemeindebudget für die Planung des neuen Amtsgebäudes bzw. Dorfzentrums vorgesehen. Die Gemeinde hat deshalb nahe dem jetzigen Gemeindegebäude ein Grundstück angekauft. „Noch diese Woche werden Hearings stattfinden“, informiert Manfred Matt, „aus sechs anbietenden Firmen werden wir eine beauftragen. Diese sollte sozusagen als Bindeglied zwischen dem Gemeinderat, den Architekten und der Bevölkerung fungieren.“ Ge-plant ist, noch heuer die Planungen abzuschließen. Matt: „Wir sind recht offen und gespannt, welche Ideen zur Realisierung dieses Projekt entstehen werden.“ Es soll jedenfalls ein funktionelles, schönes und auch barrierefreies Dorfzentrum werden. Das jetzige Gemeindeamt, so Matt über eine der Ideen, könnte für betreubare Wohneinheiten genutzt werden.

 

Von Elisabeth Zangerl

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