Ehrenamtlichkeit schlägt Brücken

Abordnungen aus allen Feuerwachen des Bezirks kamen am vergangenen Wochenende zum 123. Bezirksfeuerwehrtag in Imst zusammen. RS-Foto: Burger

Bezirksfeuerwehrtag und Neuwahlen in Imst

365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag sorgen über 3000 Feuerwehrleute im Bezirk Imst für die Sicherheit der Bevölkerung. Jedes Jahr leisten sie unentgeltlich tausende von Arbeitsstunden zum Wohle der Allgemeinheit. In Tirol haben die Gemeinden für die Beschaffung und Instandhaltung ihrer Ausrüstung und Fahrzeuge selbst aufzukommen. Die Feuerwehrleute definieren sich über Sozialkompetenz, Kameradschaft und Zusammenhalt.

Von Mel Burger

Alle Feuerwachen des Bezirkes Imst entsandten am Freitagabend ihre Abordnungen inklusive den Fahnenträgern zum 123. Bezirksfeuerwehrtag und marschierten im Gleichschritt mit der Stadtmusik Imst vom Gasthof „Hirschen“ in Richtung Stadtsaal. Der beeindruckende Zug erfreute viele Zaungäste und hinterließ ein sicheres Gefühl. Im Bezirk Imst kommt man derzeit auf 3386 Mitglieder, von denen 2513 im aktiven Dienst stehen. Alle diese Mitglieder verrichten freiwillig ihren Dienst, absolvieren Kurse und Fortbildungen, erproben sich bei Übungen und opfern dafür ihre Freizeit und meist auch ihren Urlaub. Ihre Dienstnehmer und Familien müssen dafür viel Verständnis aufbringen und sie dabei unterstützen. Neben den 196 Brandeinsätzen musste man letztes Jahr auch für etliche technische Einsätze wie bei Verkehrsunfällen, Brandwachen, Tierrettungen, Sturmschäden und Menschenbergungen ausrücken. Nicht zu vergessen sind leider auch einige Fehlalarme, die unsere Kameraden aufschrecken und Zeit in Anspruch nehmen. Ebenso ein sehr wichtiges Aufgabengebiet ist die Sicherheitsaufstellung bei Veranstaltungen, wie heuer sicher auch die Rad-WM zu einer großen Herausforderung werden wird. Der wiedergewählte Bezirksstellen-Vertreter Stefan Rueland freute sich besonders über die regen Besuche von Grundausbildungen, Atemschutzkursen und technischen Ausbildungen, ermahnt jedoch auch noch mehr für die Motivation der Kameraden zu unternehmen, denn nur wer sich stetig fortbildet, ist auf dem neuesten Stand. Mit über 18000 geleisteten Arbeitsstunden im Jahr 2017 zeigt sich erneut das beeindruckende Bild, was alle freiwilligen Helfer für unser Wohl leisten. Mit einem „Gut Heil Kameraden“ beendete man den offiziellen Teil und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.